Frankfurter Gemeine Zeitung

Cameron will seinen eigenen Krieg – auf der Suche nach Assange

Phantastisch: Großbritannien überlegt, die Botschaft von Ecuador zu stürmen, um Julien Assanges endlich habhaft zu werden und ihn los zu werden, damit die Amis ihr Exempel statuieren können. Vor allem außerhalb Europas stößt diese alte Art Politik zu machen, auf grosses Interesse und man darf auf die Belagerungen britischer Botschaften schon sehr gespannt sein.

Nun hat jede(r) konservative britische Ministerpräsident(in) seinen/ihren Krieg angezettelt, um glorreich in die “Geschichtsbücher einzugehen”. Was bleibt Cameron da heute noch zu tun, will er nicht beständig nur als Junior-Partner irgendwelcher daher gelaufenener amerikanischer Gestalten wahr genommen werden. Hatte Dame Thatcher wenigstens noch ein paar Inseln am Ende der Welt, so bleibt ihm gerade noch eine BOTSCHAFT, die von Ecuador.

Die Gelegenheit ist günstig, sind die entsprechenden Kräfte doch gerade vor Ort und die Stimmung ist prima. Flugzeugträger, Zerstörer auf der Themse, tausende Truppen an jedem Punkt der Stadt. Gute Gelegenheit, sich als würdiger Erbe eines Nelson, Wellington und wie die Figuren dort drüben alle heissen, zu erweisen.

Wie bei Saddam wird der internationale Schurke schon erlegt werden. Kollateralschäden eröffnen nur neue Investitions-Optionen für die City.

Man kann den Schotten nur dringendst empfehlen, sich so schnell wie möglich von dieser englischen Upper-Class zu verabschieden und den Ertrag des Öls in aller Ruhe zu geniessen alssich wieder einmal im Kriegszustand mit einem Teil Latein-Amerikas zu befinden.

Na: wer braucht hierzulande schon Terroristen, wenn man diese Gestalten jederzeit wählen kann. Hail Britannia und gute Übung für die nächsten Riots, Gentlemen!


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