Frankfurter Gemeine Zeitung

“Kritik des Linkskeynesianismus” mit Thomas Ebermann

Veranstaltung der Reihe “Ökonomiekritik in der Krise” am 11. September 20 Uhr in “Cafe Exzess” in der Leipziger Strasse 91. Thomas Ebermann war bei den “Grünen” in den 80er Jahren Bundestagssprecher und ein Exponent der antikapitalistischen Linken der Partei, die er 1990 mit vielen anderen verlies.

Zur Veranstaltungsreihe:

In ökonomischen Krisensituationen macht sich unter Linken häufig die Hoffnung breit, dass sich die Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen verschärfen werde, da das, was bisher als Normalität und Selbstverständlichkeit galt, plötzlich in Frage gestellt wird. Auch Marx glaubte 1873, die damals sich anbahnende Krise werde „selbst den Glückspilzen des neuen heiligen, preußisch-deutschen Reichs Dialektik einpauken“. Wie damals schient auch heute diese Hoffnung überzogen, hat doch die Kritik, die angesichts der gegenwärtigen Krise formuliert wird, häufig herzlich wenig mit dialektischer Raffinesse und der Hinterfragung alter Selbstverständlichkeiten zu tun. Sie zeugt in der Regel vielmehr von oberflächlichen Ansichten über die Krisenursachen (Gier, verfehlte Wirtschaftspolitik etc.) und einer mangelnden Phantasie in Bezug auf etwaige Krisenlösungen (zurück zum Fordismus/Keynesianismus). In der Veranstaltungsreihe wollen wir uns dominierende Stränge der gegenwärtigen Ökonomiekritik kritisch anschauen und diskutieren, wie eine radikale Kritik in der Krise aussehen könnte.

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