Frankfurter Gemeine Zeitung

16.09. – Netzwerktreffen

Damit endlich mal etwas voran geht, sind alle Personen, Gruppen und Initiativen, die in dieser Stadt aktiv gegen das neoliberale Projekt unterwegs sind, aufgerufen am Sonntag, 16.09. um 14 Uhr 30 im Klapperfeld zu erscheinen. Es muss endlich mal Schluss sein mit dieser Friedhofsruhe in der Stadt, in der Clubs mehr Leute auf die Strasse bekommen als z.B. Wohnraum-Initiativen. Also: bis Sonntag!

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Wir laden alle Frankfurter Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen zu einem erweiterten Treffen am Sonntag, den 16. September um 14.30 Uhr im Klapperfeld (Klapperfeldstraße 5) ein, bei dem wir die bisherige Struktur und Praxis des Netzwerkes zusammen mit den aktuellen stadtpolitischen Entwicklungen und möglichen Gegenstrategien diskutieren wollen.

Wir würden uns freuen, wenn ihr möglichst zahlreich erscheint, denn die zunehmende Sichtbarkeit der Ausrichtung der Stadt an Verwertungsinteressen ist nicht nur politisch ein Problem, sondern tangiert auch unmittelbar unser aller Lebens- und Arbeitsumfeld. Zudem gehen einige Auseinandersetzungen, etwa um die Zukunft des Campus Bockenheim, bald in eine entscheidende Phase – und wenn sich die Frankfurter Linke hier nicht einmischt, ist ja ziemlich klar, wer und was sich hier durchsetzen wird.

Zum Hintergrund des Treffens:

Seit der Gründung des Netzwerkes hat es bereits diverse Aktionen (bspw. den Aktionstag im Mai 2011, den aktionistischen Kongress Ende 2011, diverse Spaziergänge, Demonstrationen, Partys und Besetzungen) gegeben, die die kapitalistische Stadtentwicklungen und Gentrifizierungsprozesse in Frankfurt thematisiert und kritisiert haben. Nicht zuletzt durch diese kontinuierlichen Aktionen ist das Netzwerk mittlerweile einer größeren Frankfurter (Medien-)Öffentlichkeit bekannt und wird dort als Stichwortgeber wahrgenommen. Dies kann durchaus als Erfolg in einem Politikfeld gewertet werden, das in anderen Städten (international und bundesweit) schon länger Bestandteil der Praxis linker Zusammenhänge ist.

In Frankfurt wird das bisher jedoch nur vereinzelt von der Szene wahrgenommen. Das verwundert ein wenig, da es – egal ob ständige Mieterhöhungen, fehlender Raum für unkommerzielle Kunst- und Kultur, die Umstrukturierung zur (Green) Global City oder auch die systematischen Nervereien von Ordnungsamt und Polizei – zahlreiche Konfliktpunkte und Interventionsmöglichkeiten gibt.

Nicht erst in der letzten Zeit zeigen sich zudem immer wieder Probleme im Netzwerk (z.B. die geringe und/oder stark fluktuierende Beteiligung), die dessen Arbeit stark beeinträchtigen und mit denen wir uns deshalb gerne auch in einen größeren Rahmen auseinandersetzen möchten.

Zur Vorbereitung der gemeinsamen Diskussion wird es einen kurzen Input geben, der die aktuelle Stadtentwicklung in Frankfurt aufzeigt und die Probleme des Netzwerkes aus der Perspektive einiger Aktiver benennt. Auf dieser Grundlage möchten wir dann über mögliche notwendige strukturelle Veränderungen im Netzwerk und zukünftige gemeinsame Projekte diskutieren. Eine möglichst große Beteiligung aller Frankfurter Gruppen, Initiativen und Einzelpersonen wäre für diese Diskussion mehr als wünschenswert. Denn die Stadt gehört uns allen nur, wenn wir sie uns nehmen. Auf geht’s!


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