Frankfurter Gemeine Zeitung

Frankfurter Netzwerk im RadioX – zum Nachhören

Mit “aktivierenden Untersuchungen” im Gallus und später im Ostend, zwei Stadtteilen im Visier von Investoren, möchte das Netzwerk “Wem gehört die Stadt” Leute vor Ort über ihre Erfahrungen, Bewertungen und Zukunftsaussichten befragen. Solche Untersuchungen haben eine lange Geschichte, die vor einem halben Jahrhundert in Italien beginnt, und bei denen auf eine aktive Öffentlichkeit für Bewohner oder Lohnabhängige vor Ort  hin gearbeitet wurde.

RadioX strahlte dazu am Dienstag, den 30. 11. zwischen 16 und 17 Uhr eine Sendung aus, mit zwei Aktivisten des Netzwerks am Mikro. Sie kann hier nachgehört werden: Stadt-RadioX 30-10-12

Die erste Untersuchung im Gallus beginnt diesen Freitag (2. November) 14 Uhr an der Quäkerwiese, Frankenalle / Ecke Schwalbacher Straße

Alle sind herlich eingeladen !


Aktivierende Befragung in der Stadt

Die Idee einer aktivierenden Befragung in Frankfurt entstand im Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“. Dieses Netzwerk hat sich Anfang 2011 gegründet. Dort arbeiten recht heterogene Gruppen zusammen: Dem Selbstverständnis des Netzwerks nach alles Menschen, „die sich im weitesten Sinne mit Gentrifizierung, Verdrängung und Überwachung etc.“ beschäftigen.

Bei Treffen des Netzwerks rückte das Thema „Mieten“ in den Mittelpunkt: über 800 Zwangsräumungen im Jahr 2011, ein Mietspiegel, mit dem die Stadt die Mietpreise weiter in die Höhe treibt, deutliche „Aufwertungs-“ und Verdrängungsprozesse, studentische Wohnungsnot am Anfang jedes Semesters.

Viele Aktive aus dem Netzwerk wohnen zwar in Stadtteilen, die von Aufwertung betroffen sind oder bald sein werden, können aber trotzdem schlecht einschätzen, wie die Stimmung in den Vierteln ist. Sind die Leute unzufrieden? Wenn ja, womit ganz genau? Glauben sie, dass es Sinn macht sich zu organisieren und zu wehren? Um diese Fragen besser einschätzen zu können, entstand die Idee der „aktivierenden Befragung“.
Diese „aktivierende“ Befragung will, anders als die sozialwissenschaftliche, keine objektiven Erkenntnisse gewinnen und von einem neutralen, wissenschaftlichen Standpunkt aus fragen. Stattdessen fragen wir nach unseren Wünschen und Bedürfnissen, als Menschen die unzufrieden sind mit der Situation in der Stadt, die es satt haben die Hälfte ihres Nettoeinkommens für Miete auszugeben, die nicht wollen, dass Frankfurt nur für eine globale Elite bezahlbar ist.

Wir wollen stattdessen eine Stadt, in der für alle Menschen Platz ist, in der keine solchen Verdrängungsprozesse stattfinden und letztlich eine Perspektive jenseits der kapitalistischen Produktionsweise. Dieser Standpunkt soll sich bewusst in den Fragen ausdrücken. Wir wollen darüber reden, wie mit unseren Erfahrungen umgehen, wo und wie schaffen wir es, uns gemeinsam eine Basis zu schaffen, von der aus wir unser Umfeld selbst gestalten können. Die Wahl fiel auf das Gallus und das Ostend, weil diese beiden wohl am Beginn der heftigsten Umstrukturierungsprozesse stehen.

Für die Befragung stellen wir uns ganz konkret ein Szenario vor, bei dem an einem zentralen, belebten Platz im jeweiligen Viertel ein großer Pavillon aufgebaut wird. Das Ganze soll einladend wirken, auch auf Leute die nicht gleich an der Befragung teilnehmen wollen. Wir würden gerne gegen Mittag anfangen und auf jeden Fall noch mit den Leuten sprechen können, die zu einer üblichen Uhrzeit von der Arbeit heimkehren.
Soll dies alles wirklich über den Tag hinaus Sinn machen, muss es der Anfang eines Prozesses sein. Das Anknüpfen an die Befragung würde dann durch eine Stadtteil- oder Mieter_innen-Versammlung geschehen. Unsere Hoffnung ist, dass aus diesen Versammlungen heraus sich eine Gruppe von Leuten findet, die sich aktiv mit den Verdrängungsprozessen in ihrem Stadtteil und in Frankfurt beschäftigt.

Es gibt in den meisten Stadtteilen Menschen, die sich mit der Situation auseinandergesetzt haben und eine Menge Infos haben. Dies zu übergehen wäre kontraproduktiv, daher wollen wir zunächst mit den bereits im Stadtteil tätigen Leuten und Gruppen in Kontakt treten. Gemeinsam lässt sich die Situation besser einschätzen und auch die Aktion besser planen. Außerdem finden wir es prinzipiell sinnvoll, gemeinsame Interessen auch gemeinsam zu verfolgen.

Die erste aktivierenden Befragung in Frankfurt findet am Freitag, den 02.11.2012 ab 14 Uhr an der Quäkerwiese, Frankenalle / Ecke Schwalbacher Straße statt !

Mieterhöhung? „Aufwertung“? Verdrängung? Sag uns deine Meinung!

Wer will das wissen? Das Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“, in dem Menschen zusammenarbeiten, „die sich im weitesten Sinne mit Gentrifizierung, Verdrängung und Überwachung etc.“ beschäftigen.

Warum wollen wir das wissen? Über 800 Zwangsräumungen im Jahr 2011, ein Mietspiegel, mit dem die Stadt die Mietpreise weiter in die Höhe treibt, deutliche „Aufwertungs-“ und Verdrängungsprozesse, studentische Wohnungsnot am Anfang jedes Semesters. Viele Aktive aus dem Netzwerk wohnen zwar in Stadtteilen, die von Aufwertung betroffen sind oder bald sein werden, können aber trotzdem schlecht einschätzen, wie die Stimmung in den Vierteln ist.

Unsere Interesse: Nimmst du die Situation so ähnlich wahr wie wir? Oder ganz anders? Bist du unzufrieden und wenn ja, womit ganz genau? Oder ist alles super wie es ist und „…man kann ja eh nichts machen…“? Glaubst du, dass es Sinn macht sich zu organisieren und zu wehren? Wieviel gemeinsames wollen wir und was können wir schaffen? Damit sind längst nicht alle unsere Frage schon gestellt, aber du kennst in etwa unser Interesse….

Was wollen wir? Sicher keine „objektiven“ Erkenntnisse gewinnen und von einem neutralen, wissenschaftlichen Standpunkt aus fragen. Stattdessen lieber von unseren Wünschen und Bedürfnissen ausgehen, als Menschen die unzufrieden sind mit der Situation in der Stadt. Wir haben es satt, die Hälfte unseres Nettoeinkommens für Miete auszugeben. Wir wollen nicht, dass Frankfurt nur für eine globale Elite bezahlbar ist. Wir wollen stattdessen eine Stadt, in der für alle Menschen Platz ist, in der keine solchen Verdrängungsprozesse stattfinden und letztlich eine Perspektive jenseits der kapitalistischen Produktionsweise. Dieser Standpunkt wird sich bewusst in den Fragen ausdrücken. Wir wollen darüber reden, wie wir mit unseren Erfahrungen umgehen. Wo und wie können wir uns eine gemeinsame Basis schaffen, von der aus wir unser Umfeld selbst gestalten können?

Netzwerk „Wem gehört die Stadt?”


Stadtnetzwerk im Gallus – und im Radio (X)

Selbst die Frankfurter Rundschau meldet es inzwischen fast täglich in die Stadt: die Wohnungssituation in Frankfurt wird immer prekärer. Selbst Investoren kommen ins Schwitzen wegen der Preisspirale nach oben, wie geht es dann erst denen, die sich nicht über Investitionen sondern an ihr schmales  Budget Sorgen machen? Das sind in Frankfurt eine ganze Menge Leute, und der schwarz-grüne Umbau Frankfurts zur Business-City fürs Business beunruhigt immer mehr.

Das Netzwerk “Wem gehört die Stadt” gründete sich 2011 auch deswegen, Sorgen und Unruhe von der kleinen Wohnung auf die große Strasse zu holen, vom individuellen Unmut zu öffentlicher Mißbilligung. In den kommenden Monaten möchte das Frankfurter Netzwerk die Situation der Mieter mit den Bewohnern in Stadtteilen zusammen erkunden, es sucht nach möglichst vielen Zeugen des Umbaus der Lebensweisen.

Mit “aktivierenden Untersuchungen” im Gallus und später im Ostend, zwei Stadtteilen im Visier von Investoren, möchten die Netzwerker Leute vor Ort über ihre Erfahrungen, Bewertungen und Zukunftsaussichten befragen. Solche Untersuchungen haben eine lange Geschichte, die vor einem halben Jahrhundert in Italien beginnt, und bei denen auf eine aktive Öffentlichkeit für Bewohner oder Lohnabhängige vor Ort  hin gearbeitet wurde. Aber nicht nur im Stadtteil soll die Aufmerksamkeit geschärft werden, sondern auf Verbindungen zwischen Stadtteilen zielt das Frankfurter Netzwerk ab.

Die erste Untersuchung im Gallus soll diesen Freitag (2. November) beginnen und zwar ab 14 Uhr
an der Quäkerwiese, Frankenalle / Ecke Schwalbacher Straße

RadioX strahlt dazu heute (Dienstag, 30. 11. 16 – 17 Uhr) eine Sendung aus, mit Aktivisten des Netzwerks am Mikro.


Blind Dates 29.10. – 7.11.

Blind November 2012

Mo, 29.10.

Ausstellung: Neofaschismus in Deutschland. Ausstellung vom 29. Oktober bis zum 18. November im Studierendenhaus Bockenheim

18:30 Karmeliterkloster Münzgasse 9 Das Frankfurter Gretchen . Prof. Dr. Rebecca Habermas über die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt.Die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. und das Institut für Stadtgeschichte setzen die Vortragsreihe Frauengeschichte(n) fort. Es werden berühmte Frauen vorgestellt, die in Frankfurt geboren sind oder dort wirkten.

19: 00 Evangelisches Frauenbegegnungszentrum, Saalgasse 15,»der islam gehört inzwischen auch zu deutschland…« Vortrag, Diskussion. Der Islam verliert seit Jahren nichts von seiner Dauerpräsenz in der öffentlichen Diskussion – oft wird er in einem Atemzug mit Fundamentalismus oder »Parallelgesellschaften« genannt. Nicht nur deshalb lösen Sätze wie »Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland« kontroverse Debatten aus. In dem Vortrag von Naime Cakir, Religionswissenschaftlerin, werden Fakten zum muslimischen Leben in Deutschland präsentiert und es geht um die Pluralität der muslimischen Glaubensrichtungen. Veranstalter evangelisches Frauenbegegnungszentrum in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Muslimischer Frauen

19:30 Frankfurter Presseclub, Ulmenstraße 20: Podiumsdebatte: Der Arabische Frühling: Wohin geht die Entwicklung? Podiumsdiskussion mit Michael Lüders, Nahost-Experte, Omid Nouripour, Sprecher für Sicherheitspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Rainer Hermann, FAZ-Redakteur, Schwerpunkt Nahost, Marc Dugge, HR-Hörfunk –Redakteur lrich Kienzle, Vizepräsident der Deutsch-Arabischen-Gesellschaft (angefragt)

Di,30.10.

19:30 Uhr ,Naxoshalle, Wittelsbacherallee 29: Zum Beispiel: Berger Straße – Bericht aus einer Stadtlandschaft. Film von Dieter Hildebrandt (Deutschland 1972 / 40 Min.), Filmreihe Frankfurt im Film: Eine besondere Sichtweise auf Bornheim wirft Dieter Hildebrandt in seinem Film „Zum Beispiel: Berger Straße – Bericht aus einer Stadtlandschaft“. Im Juni 1971 begann mit dem ersten Spatenstich der U-Bahnbau in der Berger Straße. Neun Jahre später wurde die U-Bahnlinie U4 eröffnet. Ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks dokumentierte Anfang der 70er Jahre das Leben in Frankfurts längster Einkaufsstraße. Zu Wort kommen Geschäftsleute, Passanten und Bauarbeiter der U-Bahnbaustelle. Eine interessante Momentaufnahme aus dem Frankfurt der 1970er Jahre. Der StadtteilHistoriker Jörg Harraschain zeigt zu Beginn in einem Kurzvortag (ca. 25 Min) historische Photographien vom Nordend – insbesondere Bilder um die Berger  Straße. Veranstalter: Naxos-Kino.

19:30 Zentralbibliothek, Hasengasse 4: Eröffnung der interkulturellen Wochen mit Ausschnitten aus dem Programm.

Mi,31.10.

19.00 Uhr, KoZ, Studierendenhaus Campus Bockenheim: Rembetiko. Die Vorstellungen von Griechenland als Urlaubsland werden zunehmend abgelöst von rassistischen Ressentiments gegen die griechische Bevölkerung. Wir berichten über die aktuelle Situation in Griechenland, über den Rechtsrutsch und über neofaschistische Anschläge auf Flüchtlinge. Die Gruppe Prosechos (Musiker aus Griechenland, Marokko und der Türkei) spielt Rembetiko, Musik aus dem Untergrund. Veranstalter: “Offenes Haus der Kulturen e.V.” in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire.

Do, 1.11.
19.30 bis 21 Uhr Stadtbücherei Frankfurt am Main / Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17 – 19, east meets west Begegnungen zwischen orient und okzident autorenlesungDer im Iran geborene Autor und Verleger M. H. Allafi liest zusammen mit seiner Frau Sabine aus dem zuletzt in der Reihe »East meets West« erschienenen Buch »Gabriela findet einen Stapel Papier«. In der Begegnung von Osten (Orient) und Westen (Okzident) liegt auch ein Aufeinandertreffen von Utopie und Realität. Die Utopie Europa – als Synonym für Fortschritt, Humanismus, Freiheit und Gerechtigkeit –, die »östliche« Intellektuelle seit über hundert Jahren beschäftigt, wird hier an Europas Realität gemessen. Die Autorinnen und Autoren setzen sich mit der von ihnen angetroffenen Gesellschaft des »Westens« zumeist humorvoll, aber auch kritisch vor dem Hintergrund ihrer Erwartungen und Erfahrungen auseinander.

Fr, 2.11.

20:00 Uhr, Theater Willy Pram,Wittelsbacherallee 29l: Marx.Engels. Hennes & Mauritz. Die derzeitige Krise dauert jetzt 4 Jahre und führt vielleicht zum Ende der Lebensverhältnisse, an die wir uns gewöhnt haben. Ausgelöst ist sie durch sogenannte Blasen des Finanzkapitals. Durch verrückt gewordenes Geld, aufgeblasenes Kapital, Geld, das uns frisst, während wir es verzehren. Da lohnen Blicke zurück. Das Theater Willy Praml führt den Aufruf von Georg Büchner: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ und das “Kommunistischen Manifest” von Marx&Engel zusammen mit zwei Gegenwartstexten, Stephane Hessel „Empört euch!“und der verbotenen Rede von Jean Ziegler, „Der Aufstand des Gewissens“ Diese vier sind die nicht präsenten Helden der Aufführung. Präsent in Video-Interviews sind Zeitzeugen, die für Frankfurt/ Politik/ Gewerkschaft/ Aufklärung stehen.Aufführungen immer Freitag und Samstag, freitags immer mit Publikumsdiskussion.

Sa,3.11.

16.30: Bad Vilbel, AWO-Café, Wiesengasse 2. Häftlingsgruppen unter dem Nazi-Diktat: Interviews mit Überlebenden nationalsozialistischer Konzentrationslager Zum Vortrag lädt die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer ein. Referent ist Christian Steidle, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Fach Geschichte.Der Vortrag ist Schlusspunkt der öffentlichen Mitgliederversammlung der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer, die am 3. November, ab 15 Uhr im AWO-Café stattfindet. Wer sich über die Arbeit unseres gemeinnützigen Vereins, der Ende der 1970er Jahre von dem Auschwitz-Häftling Hermann Reineck (1919 – 1995) in der Wetterau gegründet wurde, informieren möchte, ist auch hierzu herzlich eingeladen.

Di, 6. 11.

19:30 Uhr, Naxoskino: Traumfabrik Kabul. Film von Sebastian Heidinger, OmU, Deutschland/Afghanistan 2011, 83 Min.: Saba Sahar ist Polizistin in Afghanistan – sowie Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin. Als Vertreterin der staatlichen Exekutive wie als Filmemacherin setzt sie sich für die Rechte der Frauen in der stark männerdominierten afghanischen Gesellschaft ein. Sahars Stärke ist die unbeirrbare Leidenschaft für ihr zerrüttetes Land: wo Frauenrechte mit Füßen getreten werden, schlägt sie mit den Waffen des Films zurück. Zum Gespräch kommen Natalie Sharifzadeh (Doktorandin zu dem Thema Polizeiausbildung in Afghanistan) und Regisseur Sebastian Heidinger.

Mi,7.11.

19 Uhr: DGB Jugendclub U6 Infoveranstaltung: Verfassungsschutz auflösen – Rassismus stoppen!Am 10. November 2012 wird eine bundesweite Demonstration vor der Zentrale des VS in Köln stattfinden. Auch Frankfurter Antifaschist*innen werden sich daran beteiligen. Darüber informiert das Netzwerk Frankfurter Antifaschist*innen (frankfurtermobi.blogsport.de). Es sprechen Referent*innen des Antifaschistischen Pressearchivs, Bildungs- und Informationszentrums e.V. (apabiz, Berlin) und des Demobündnis (vsaufloesen.noblogs.org).


Weltliche Wunder – nach Bendito Machines

Eine Menge schlaue Leute machten sich Gedanken um unseren Umgang mit den Maschinen, über die immer pfiffigeren und sich wundersam vermehrenden Gerätschaften. Manche brachten ihr Funktionieren mit dem Geist und der Realität des Kapitalismus in Verbindung, ob als “Gestell” oder in einer “instrumentellen Vernunft”, mit “Hybriden” oder “Technocultures”. Sie gelten mal als Verheißung, mal als Vorbote der Apokalypse.

In Zeiten der Smartphones und Apps in jeder Tasche, einer vorgeblichen Ökologisierung der ganzen Welt, dem grünen Kapitalismus erscheinen derartige Materialspektakel anachronistisch: letztlich sei der Kern unserer 3. technologischen Revolution am ehesten virtuell, leichtgängig, kreativ. Was wollen wir mehr?

Fast im Stil von Stanislaw Lem nähert sich der spanische Filmemacher Jossie malis unseren Maschinen, ihren Gespinsten quer durch die Welt, von ihm mal fein, mal bedrohlich zusammen mit mächtigen Akteuren gezeichnet.

Nach dem Motto: “Relax … Everything is under Control” arbeiten sie in einem Comic, der wie ein chinesischer Holzschnitt daherkommt. Der neueste Streifen zeigt unser aller fossiles Mobilitätsspiel antik anmutend mit vielen Göttern und Dämonen. Wirklich sehenswert!

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Blockupy im Oktober 2 – Von wegen Internationale Solidarität

Einige ketzerische Betrachtungen zur Arbeitskonferenz von Blockupy am Wochenende in Frankfurt erscheinen angebracht, denn allzu groß war die Diskrepanz der Beiträge, wobei die Verschiebung der Ebenen besonders augenfällig war. Das Bemühen auf deutscher Seite, zu belegen, dass auch hierzulande „Kämpfe“ stattfinden, geriet in die Nähe einer Peinlichkeit. Ein Dialog mit den Genoss*innen aus dem Süden fand so gut wie gar nicht statt, jedenfalls nicht auf den Podien.

Grob gefasst könnte das Motto lauten:
wenn es schon hier nicht klappt, dann eben eine Nummer grösser!

Das Bemühen, darzustellen, welch schwerwiegende Kämpfe in der Bundesrepublik toben, war greifbar, wohl auch um abzuwehren, dass jemand auf die Idee käme, einmal nachzufragen, wie das mit Gewinnern und Verlierern auf europäischer Ebene denn bestellt ist. Es hätte bedeutet, sich damit auseinanderzusetzen, welche Auswirkungen dies auf der aktuellen Gewinnerseite so alles hat, unabhängig davon, wie die Verteilung dortselbst aussieht, bietet sich hier doch ein Einfallstor für den Common Sense, der nunmal chauvinistisch ist und enorme Zustimmung zur offiziellen deutschen Haltung signalisiert.
Stattdessen erlebten wir eine Aneinanderreihung von Beiträgen, bei der zu fragen bleibt, was sollte damit erreicht werden (wenn man nicht unterstellt, dass hier eine Art „Menschen bei Maischberger“ stattfinden sollte)?
Da wird die recht Substanz-freie Rede über gewerkschaftliche Bildungsforderungen mit den italienischen Studierendenstreiks für eine selbstbestimmte Hochschule samt Inhalten im Kontext einer nicht-kapitalistischen Gesellschaft verbandelt, die endlosen Auseinandersetzungen um Existenz-vernichtende Schulden in Spanien mit einem Kredit-Audit, die Überlebenskämpfe in Griechenland mit der Rekommunalisierung eines Klinikums in Hessen.
Die fehlende Unterstützung linker Interventionen und Initiativen hier, gerade hier in dieser Stadt und der Versuch mit einem Beispiel, eine Diskussion darüber anzustossen, liefen geradewegs ins Leere, das gleiche Thema war jedoch einen wohlwollenden Beifall wert als ein griechischer Genosse von horizontaler Organisierung sprach. Dies alles war recht geschmacklos!
Die Ausdifferenzierung auf europäischer Ebene schien in diesem Einheitsbrei nicht zu existieren und damit verflüchtigte sich der letzte Rest an Substanz in den Frankfurter Spätsommerhimmel.
Schaut her, ihr Genoss*innen aus dem Süden, wir sind auch ganz schön betroffen und trotzdem sind wir solidarisch. Fein, da kann es ja losgehen. Hier herrscht zwar Friedhofsruhe und der Merkelantismus hat eine solide Mehrheit, das werden wir aber aufwiegen – mit den besseren Parolen.

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Philosophicum caritativum

Anlässlich der so überaus positiven Berichterstattung in der FR über ein Stückchen sozialen Frankfurts, das an die beste Tradition der humanistischen Stifterpersönlichkeiten dieser Stadt erinnert. Ein durchaus polemisch gemeinter Kommentar.

Die Zivilgesellschaft übernimmt Verantwortung, man sieht sie vor sich, diese Insel der Glückseligen, inmitten der Hochpreiswüste, die da heissen wird „Kulturcampus Bockenheim“, diese schöne neue Welt, in der Gut-Betuchte und weniger Betuchte in vollkommener gegenseitiger Anerkenntnis den ihnen angewiesenen Platz einnehmen sollen, fürsorglich die einen, dankbar die anderen.
Das Projekt Philosophicum – wie es immer wieder angepriesen wird – befindet sich in bester Lage, guter Nachbarschaft, ist Eigentums-kompatibel und des Wohlwollens selbst der Vordenker der Bertelsmannstiftung sicher. So wie jetzt wieder in der FR propagiert, gerät es zum Leuchtturm des etrwas anderen Frankfurt und ist ein Beispiel für den oft behaupteten, bislang jedoch kaum ausgemachten >>trickle-down<< Effekt, nachdem nur dafür gesorgt werden muss, dass es den einen besser geht, damit der Rest davon profitieren kann.

Datei:Frankfurt, Philosophicum.jpg

Das Projekt passt in diese Stadt und setzt die noch junge Tradition fort, die mit der Genossenschaft „Fundament“ auf dem Naxosgelände im Ostend so verheissend begann. Und tatsächlich ist der eigentliche Zankapfel schlicht und ergreifend das Geld. Denn es ist geeignet auf Seiten der ABG Holding die Gewinnerwartungen nach unten zu drücken, auf der anderen Seite allerdings auch die Zahl der Anwärter auf den Status einer/s Genoss*in: Letzteres kann allerdings in Grenzen gehalten werden durch erleichterte Kredite – wie wir dies im Rahmen von Empowerment-Strategien in der Entwicklungshilfe kennen.
Keine Rede mehr von dem Ruf nach dem Staat in Form von sozialen oder besser kommunalem Wohnungsbau, schon gar keinen nach der Dekommodifizierung von Grund und Boden.

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Es jazzt die Troika – ohne Zwergenweitwurf

Es sei seit Wochen ausverkauft erfahren zu spät Kommende beim 43. Deutschen Jazzfestivals 2012 in Frankfurt. Gestern Abend begann es im Hessischen Rundfunk, Großer Sendesaal auf Sichtweite des Polizeipräsidiums. Diese Nähe ist eher Zufall, wiewohl fast ein Omen für die Wahlverwandtschaften in der Stadt am Main. Die Begrüßungsworte einer Ikone der Jazzkompetenz, Guenter Hottmann vom [...]

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The End of Innigkeit

Gefühle vergehen. Das ist nicht nur ein individuelles Schicksal. Und es bezeichnet auch nicht allein, dass das Objekt nicht mehr vom Gefühl getroffen wird. Das Gefühl wird ab einem gewissen Zeitpunkt von keiner nennenswerten Anzahl an Personen weiter empfunden. Zurück bleibt eine Ruine. Eine Gefühlsruine der Deutschen ist die „Innigkeit“, ein Begriff, der kaum in andere Sprachen zu übersetzen ist, eine ehemalige bekannte deutsche Spezialität wie Labskaus. Das Gefühl für dieses Gefühl ist ebenso verschwunden wie das Gefühl selbst.

Wie so viele deutsche Gefühle entstammt es der Romantik. Sein perfektester Ausdruck: die Lieder von Franz Schubert.
Auch die Innigkeit hatte -paradox genug- ihre „Hymne“: „Der Lindenbaum“ von Schubert, ein herausgerissenes Stück aus der finsteren „Winterreise“, das in der gefälligen a capella Bearbeitung von Friedrich Silcher unter dem neuen Titel-Label „Am Brunnen vor dem Tore“ das ganze 19. Jahrhundert aus ungezählten Männerkehlen erscholl und für feuchte Frauenaugen sorgte.

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Blockupy kommt wieder: Aktionstage im Frühjahr 2013 in Frankfurt

Demonstration und Aktionen des Zivilen Ungehorsams angekündigt Der Widerstand gegen die europaweite Verarmungspolitik der Troika aus IWF, EU-Kommission und EZB geht weiter: Das Blockupy-Bündnis plant für das Frühjahr 2013 erneut gemeinsame zentrale Aktionstage in Frankfurt.  Das ist das Ergebnis eines Bewegungsratschlages, zu dem am Wochenende mehr als 500 Aktive in Frankfurt am Main zusammen gekommen [...]

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Blockupy im Oktober – eher leise

Diesmal brachten die Frankfurter Meinungsmaschinen zwischen Rundschau und Allgemeine keine mediale Mobilmachung gehen drohende Gewaltaufmärsche und nahen Bürgerkrieg. Diesmal geht der Druck versteckter vonstatten, mit teuren Bußgeldbescheiden gegen Hunderte, deren Vergehen im Mai bloß darin bestand, auf öffentlichen Strassen in Frankfurt zu stehen.
Letzten Samstag Mittag drückte sich das Blockupy Zelt auf dem Roßmarkt an die versteinerte deutsche Öffentlichkeit vor Ort, als wollte es sich am großen Gutenberg-Denkmal vor der drohenden, geschäftig wuselnden Welt der City schützen. Denn die denkt eher in Umsatz.
Die 300, vielleicht 400 Aktivisten waren auch ein verlassenes Häuflein unter den global vernetzten Türmen der Finanzwirtschaft, einem nahen Ziel ihrer Kritik. Um sie herum brandete eine shoppende Bevölkerung, mindestens nach Zehntausenden zählend, produktbepackt diejenigen unter ihnen, deren Kreditkarten viel Geld spucken können. Allein in den Cafes rund um die Zeil hockten mindestens zehnmal so viele wie bei Blockupy saßen, dort wo sich die ZuhörerInnen im Zelt der Marktbegeisterung um sie herum zu widersetzen versuchten. Genau diese Eingeborenen vom Stamm des Shoppings, der Events und des Public Viewings beherrschen nämlich die Öffentlichkeit unserer Städte, und gegen soviel schnelles, geldwertes Glück hat es Einspruch schwer.

IMG_2002„Blockupy 2013“ soll dieses harte Gehäuse der Gläubigkeit in Deutschland etwas ankratzen, vielleicht ein bißchen aufbohren. Das Podium der Aktivisten drinnen war gemischt, halb deutsch, halb südeuropäisch. Fast genau dieser Linie und dem gesellschaftspolitischen Klima draussen folgten Bewertungen und Perspektiven der Beiträge. Die deutsche politische Perspektive kam hier eher traurig rüber, fast wie ein Gegenstück zu den euphorischen Wirtschaftsnachrichten, um die sich Merkels Volk angeblich immer wieder versammelt und hoffnungsvoll auf Berliner Statements wartet.

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Aus Schwarz-Grün mach Grün-Schwarz

Sicher, Stuttgart ist nicht Frankfurt. In Stuttgart haben sie Mercedes und Porsche, bei Frankfurt nur Opel. Den einen geht’s gut, den anderen schlecht. Gut läuft es bei Porsche und für die Stuttgarter Grünen, das scheint perfekt zusammen zu passen. Schwarz kam dort mit der neuen Zeit nicht zurecht, hat zu banal auf Korruption gesetzt, und das reichte den Stuttgartern schließlich. Deshalb kam nun der Wechsel, den die Süddeutsche, mit den Verhältnissen vor Ort gut vertraut, heute wie folgt beschrieb: „Fritz Kuhn heißt der erste grüne Bürgermeister in einer deutschen Landeshauptstadt.Der Ober-Realo darf seine Karriere nun im Stuttgarter Rathaus abrunden. Eine Revolution ist das nicht. Die wertkonservativen schwäbischen Grünen haben das bürgerliche Lager nie besiegen wollen. Sie wollten es erobern.

Dieses Statement macht die Nähe des politischen Klimas dort zu Frankfurt greifbar. Die beiden Hauptstädte des Grünen-Realismus seit Jahrzehnten, Stuttgart und Frankfurt, bildeten den Nährboden der unsäglichen Schröder/Fischer Regierung zwischen 1998 und 2005, mit den bekannten Maßnahmen zwischen Abbau des Sozialstaats und Deregulierung der Finanzwirtschaft. In Stuttgart ging das grüne politische Begehren seit Jahren noch gegen die eingespielte Pfründe-Clique rund um die CDU und spülte mit dem fragwürdigen Bahnhofsprojekt S21 einiges in die Baden-Württemberger Grüne Burg. Mit „grünen Werten“ schleifen möchten die Realos solche faulen Geschäfte, und grün angetrieben die Wirtschaft so richtig auf Trab bringen. Was das genau heißt? Jeder soll seinen grünen Porsche fahren können, wenn er sich nur ausserhalb der Fahrradzonen in der Innenstadt bewegt.

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Kleine Fotoserie zur heutigen Blockupy-Veranstaltung

Eine kleine Fotoserie zur heutigen Blockupy-Veranstaltung (insgesamt rund 600 KB).

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Blockupy im Mai: jetzt kommen massenhaft Bußgelder fürs Demonstrieren

Menschen, die sich auf einer verbotenen Demonstration Mitte Mai 2012, d. h. rund um Blockupy Frankfurt trotzdem dort aufgehalten haben, werden mit Bußgeldverfahren belangt. Derzeit werden Anhörungsbogen für einen kommenden Bußgeldbescheid verschickt.Einige Leute haben bereits Bußgeldbescheide bekommen. Diese sind wegen Teilnahme aneiner verboten Versammlung ausgestellt und belaufen sich auf 223 Euro pro Person. Es ist [...]

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Abgeordnetenkorruption: urheberrechtlich geschützt!

Ein erstaunlicher Fall struktureller Korruption spielt sich gegenwärtig rund um eine Untersuchung über Abgeordnetenkorruption in Deutschland ab, die vom Deutschen Bundestag selbst in Auftrag gegegeben wurde. Sie lässt Deutschland, von dem parlamentarische Vertreter gerne das Bild der Unschuld zeichnen, einigermaßen schlecht aussehen. Dieser Befund lässt sich in einer Untersuchung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags nachlesen, [...]

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Aktionstag gegen INDECT am 20. Oktober

Während in Frankfurt die Zukunft von BLOCKUPY diskutiert wird, finden in anderen deutschen und europäischen Städten Aktionen gegen eine neue Stufe staatlicher Überwachung der Öffentlichkeit und des Lebens in unseren Städten statt: “INDECT“.

INDECT ist ein EU-Forschungsprojekt, das eine umfassende Vernetzung von alten und neuen Überwachungs-Techniken anstrebt. Es steht für “INtelligent informa­tion system supporting observation, searching and DEteCTion for security of citizens in urban environment”, ein “Intelligentes Informationssystem, das Überwachung, Suche und Entdeckung für die Sicherheit von Bürgern in einer städtischen Umgebung unterstützt”. Seit 2009 wird dieses EU Forschungsprojekt vorangetrieben.

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Gestörtes Klimaempfinden?

Gestern vernahm ich seltsam berührt die Ankündigung eines Radiosprechers zum nachfolgenden Bericht: „Wir leben schließlich gerade in sehr stürmischen Zeiten, da kommt die Meldung…“. Tja, wir und die Zeiten dachte ich: Mir scheinen Orts- wie Zeitangabe als auch Subjekt daneben, besonders aus dem Frankfurter Blickwinkel, und die City hier ist schließlich ein globaler Knoten. Stürmisch [...]

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Wohnungspolitik in Frankfurt: Spiel der Marktkräfte oder politischer Wille?

Veranstaltung am Montag, 22. Oktober 2012, 20.00 Uhr im Club Voltaire, Frankfurt Kleine Hochstraße 5 Mit Gentrifizierung wird die „Aufwertung“ von Stadtbezirken (geschönt durch Begriffe wie “Wohnen am Fluss”, “Kulturcampus”, “Europaviertel”) und damit einher gehend Mieterhöhung und Vertreibung der bisherigen Wohnbevölkerung umschrieben. Der Prozess ist in Frankfurt schon seit Längerem zu beobachten und nimmt an [...]

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2003: Frankfurter Häuserkampf mit der ABG – eine Filmdokumentation

Der Frankfurter Dokumentarfilmer Martin Kessler schildert die Vernichtung bezahlbaren Wohnraums mitten in der Main-Metropole. Die “Arbeitersiedlung” in Bockenheim gegenüber der Frankfurter Messe war neun Jahrzehnte ein Idyll für kleine Leute mit niedrigem Einkommen. Dann entschloss der städtische Wohnungsbau-Konzern ABG, durch Abriss und Sanierung an der Mietenexplosion zu partizipieren und an der Aufwertung des Quartiers „City West“ mitzustricken.
Der Film verfolgt den Widerstand der Altmieter, der am Ende zwar erfolglos blieb, aber die Wohnungspolitik der ABG Holding nachhaltig in Frage stellte. Eine Einschätzung der ABG Holding als Haupteigentümer großer Areale vom Campus Bockenheim, des Studierendenhauses und des – von Abriss bedrohten – Studentenwohnheims an der Bockenheimer Warte ist ebenso wie in den ABG-Siedlungen „Am Mainfeld“, „Platensiedlung“, … eine wichtige Voraussetzung für zukünftige Auseinandersetzungen mit diesem Konzern.

Der Film wurde auf der Veranstaltung “Mieten? Ja, wat denn?” im Studentenhaus Campus Bockenheim am 9. Oktober gezeigt. Mit gutem Grund: Die ABG spielt bei der Neubebauung des Areals eine Hauptrolle, so wie bei anderen Verdrängungsvorhaben quer durch Frankfurt.

Wohin mit all diesen Leuten in einer Stadt, in der die Geldbörse den Wert eines Menschen auf zwei Stellen hinter dem Komma genau angibt. Hier entsteht eine Situation, in der sich die Lage von Student*innen und all den anderen trifft, die mit wenig über die Runden kommen müssen und durch das Raster fallen. Sie genügen den Ansprüchen der Vermieterseite nicht, die einen, weil sie halt zumeist nur BaFöG ihr eigen nennen, die anderen, weil man sie nicht haben will, selbst wenn das Job-Center ihnen mit recht grosser Sicherheit die Mieten stellt.

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Es geht weiter: BLOCKUPY Frankfurt 20. und 21. Oktober

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Blockupy Frankfurt lässt sich nicht verbieten:

20.10. Ab 12 Uhr nehmen wir uns die Stadt! Informationen und Diskussionen auf dem Roßmarkt

21. 10. Ab 10 Uhr Blockupy 2013: Aktions-und Bewegungs-Ratschlag

Woche um Woche klingt es lauter: die Wirtschaftskrise marschiert auch wieder in Deutschland ein!

Die Blockupy-Aktionstage im Mai 2012 markieren einen neuen Abschnitt für die Krisenproteste in Deutschland. Blockupy, das waren freche, ungehorsame, massenhafte und internationale Aktionen mitten im Finanzzentrum von Frankfurt am Main. Blockupy hat die Verantwortlichen in der Stadt Frankfurt, in der hessischen Landesregierung und bei der Polizei so sehr herausgefordert, dass sie nahezu alle Veranstaltungen verboten haben und zur Durchsetzung dieser absurden Verbote Frankfurt in einen präventiven Ausnahmezustand versetzt haben.

Durch die Kurzfristigkeit der Vorbereitung und die Überraschung über das Ausmaß der Repression ist manches nicht so geworden, wie wir es uns vorgestellt hatten. Aber die meisten Gruppen, Organisationen und AktivistInnen waren sich einig:
Blockupy 2012 war nur der Anfang – wir kommen wieder!

Deswegen: Am Samstag, den 20.10.2012 wollen wir mit Euch und allen Interessierten öffentlich in Frankfurt am Main auf dem Roßmarkt diskutieren. Unsere Inhalte wurden uns durch die massenhaften Verbote von Zelten und öffentlichen Veranstaltungsorten im Mai genommen. Und am Sonntag, den 21.10.2012 laden wir zum Aktions- und Bewegungsratschlag ein – für ein Blockupy 2013!

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Versammlungsverbot der Kundgebung gegen die Blockupy-Verbote rechtswidrig

Das Verbot der vom Komitee für Grundrechte und Demokratie in Frankfurt für den 17. Mai 2012 angemeldeten Versammlung „Für das uneingeschränkte Grundrecht auf Versammlungsfreiheit“ war rechtswidrig. Das Verwaltungsgericht Frankfurt hat nach einer ausführlichen Verhandlung am 10. Oktober 2012 der Klage stattgegeben. Allerdings begründet das Gericht, das in der Eilentscheidung das Verbot bestätigt hatte, diese Meinungsänderung [...]

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Flughafenausbau geht weiter: Terminal 3 und Airportcity

Nach der Inbetriebnahme der neuen Landebahn geht der Flughafenausbau in die nächste Runde. Anfang Oktober wird der neue Flugsteig A Plus in Betrieb genommen. Er ist speziell für Großraumflugzeuge wie den A 380 gebaut worden. Er ist so gr0ß wie die Kapazität des Flughafens Hannover und kann im Jahr 6 Millionen Passagiere abfertigen.
Zurzeit wird bereits am zweiten Teil der A 380-Werft gearbeitet und für das Terminal 3 finden die Bodenvorbereitungsarbeiten statt. Danach soll dann mit dem ersten Abschnitt des neuen Terminals begonnen werden. Im Endausbau kann das Gebäude bis zu 30 Millionen Passagiere abfertigen und ist damit so groß wie der Flughafen München heute. Insgesamt sollen im Jahr 2020 über 80 Millionen Passagiere abgefertigt werden und pro Jahr über 700.000 Flugbewegungen stattfinden. Wahrscheinlich wird diese Zahl der Flugbewegungen noch höher ausfallen, weil die technischen Möglichkeiten bis dahin weiter verbessert werden.


Aktuelle Stimmung am Flughafen

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Frankfurt steht leer – Fotografische Ausstellung und Debatte

Der Immobilieninvestor Franconofurt, dem die Universität Frankfurt dieses Gebäude kritischer Gegenöffentlichkeit andiente, hat in Aussicht gestellt, mit Hilfe von Polizei und Gerichtsvollzieher die folgende Ausstellung und wichtige stadtpolitische Debatte zu verhindern und zu kriminalisieren. Wer darin einen nicht hinnehmbaren Angriff auf Demokratie und Öffentlichkeit erkennt, hat am heutigen Mittwoch um 19h im Kettenhofweg 130 wahrscheinlich [...]

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Aufwertungs- und Veränderungsprozesse in der Stadt – Ausdruck kapitalistischer Konkurrenzlogik oder politisches Programm?

Hans-Dieter von Frieling

1. Ungleiche räumliche Entwicklung
Prozesse der Aufwertung wie der Entwertung gehören zu den alltäglichen Erscheinungen in diesem Wirtschaftssystem. Wir sind einerseits daran gewöhnt, dass es Entwertungen von fiktivem wie produktivem Kapital gibt zur Bereinigung von Überakkumulation, dass durch Rationalisierungen Arbeitskräfte dequalifiziert und überflüssig gemacht werden, dass der Wert der Arbeitskraft gesenkt wird, so dass sie ein Fall für die staatliche Armenfürsorge wird, dass die natürlichen Lebensgrundlagen unbrauchbar gemacht werden, dass Stadtteile, ganze Städte und Regionen entwertet werden und verfallen, weil sie als Kapitalstandort nicht mehr konkurrenzfähig sind.
Andererseits kommt es beständig zu Aufwertungen und Inwertsetzungen – in Form von Wachstumsregionen oder Boomtowns, besser entlohnten Qualifikationen von Arbeitskräften, neuen Geschäftsfeldern, Wachstum von Unternehmen und Beschäftigung, Wertsteigerungen bei Naturstoffen (wie den „Seltenen Erden“), Finanzprodukten oder Standorten und Immobilien wie z.B. innerhalb bestimmter städtischer Quartiere.

Mietenalarm

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Gallus: Barabende mit Lesungen zur Buchmesse 2012

Im SIKS, der Stadtteilinitiative Koblenzer Straße e.V. (Koblenzer Str. 9) präsentieren uns zum gegebenen Anlaß Thomas Keck und Dietmar Dath Bedenkliches:

Buchmesse_2012

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Veranstaltung der FGZ: Aufstand in den Städten?

Aktionswoche an der Uni und Buchmesse:

Dazu passen Buchvorstellung und Diskussionsabend mit Wolf Wetzel

Plakat front wolf 2012

Finanzdienstleister und Abgehängte, Gated Communities und Slums, Exzellenzcluster und prekäre Jobs: weltweit durchziehen die Städte immer mehr Spannungen. Zum Public Viewing gesellen sich zunehmend Riots, selbst in Paris und London. Ein unsichtbares Komitee möchte gleich das ganze postmoderne Babylon ausräuchern, während sich in Metropolen rund um das Mittelmeer deren wütende BewohnerInnen auf den großen Plätzen versammeln und den Regierungen das Fürchten lehren.

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Kaum ehrenrührig: schwarzrotgrüngelb

Ich gestehe, dass mich das medial gefütterte Parteienspektakel aus Berlin und die Positionskämpfe der dortigen Karrieristen gewöhnlich nicht sonderlich interessieren. Aber ein kantig vorgebrachter Wegwisch des neuen SPD Kandidaten zu seinem Einkommen, das er eifrig ausgestaltete, ließ mich doch aufmerken. Noch mehr als die SPD „Linke“ Nahles in der Folge gegen Nachfragen über millionenschwere Einkünfte eines Nebenerwerbsparlamentariers namens Steinbrück auftrumpfte.
Ja was denken sich denn solche weltfernen oder politisch intriganten Kritikaster eigentlich? Der künftige rot-grüne Kanzler handelt eben wirklich PRAGMATISCH, und welche Wohlmeinende kann das denn nicht kappieren? Es wäre doch althergebracht, regelrecht „19. Jahrhundert“ wenn ein Kandidat beim Verdi-Ortsbezirk Unterliederbach oder der Mietervereinigung Ostend zur klaren Rede ansetzen würde: die können schließlich nicht angemessen zahlen! Und der studierte Wirtschaftswissenschaftler Steinbrück weiß ebenso wie die zweihunderttausend deutschen Studenten der Betriebswirtschaft, dass Leistungen meistbietend einzukaufen sind. Wir leben schließlich unter ganz unideologischen Märkten.

Steinbrück + Ackermann

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“Mieten? Ja, wat denn?” – AStA-Indoor-Camp plus Veranstaltungen vom 8.-14. Oktober 2012

Die Uni geht los und Du hast immer noch keine Bleibe in Frankfurt gefunden? Jetzt musst Du jeden Tag von außerhalb in die Stadt pendeln? Ätzend, besonders in der Woche vor Semesterstart, wenn man sich orientieren will und ohnehin schon alle Hände voll zu tun hat. Wenigstens in dieser Woche wollen wir, der AStA, Dich [...]

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Green New Deal: für die einen lohnend und die anderen teuer

Eigentum“, “Rechtsstaat” und “Freiheit” gelten als Fundamente unserer Gesellschaft, um die so mancher Krieg ausgefochten wird. Wenn sie mit der “Energiewende“, dem “grünen Kapitalismus” zusammen kommen, dann reicht der Krieg mit den Grundwerten immer öfters bis in das Zuhause, die Wohnungen von Mietern hinein.

Wie das? Grüner Kapitalismus meint zunächst Geschäft, Erträge mit grünen Produkten. Nach den “Bio“-Konzernen rund ums körperliche Befinden hat sich ein neuer, weitaus größerer Markt um Immobilien, besonders lohnende städtische Lagen herum entwickelt: Energiesanierung ist in! Und wer möchte schon etwas gegen das Sparen von Energie, wachsende “Umweltverträglichkeit” vorbringen. Niemand. Deswegen sind Maßnahmen zur umweltverträglichen Gebäudesanierung mit besonders hoher Legitimität versehen, jeder denkt an überflüssige Kernkraftwerke.

Manche denken weiter, eben mit “Eigentum”, “Rechtsstaat” und “Freiheit”. Die Neunmalklugen sind Hauseigentümer, denen unser Rechtsstaat die Freiheit gibt, alle ihre Sanierungskosten für vermietete Wohnungen binnen kurzer Zeit auf die Mieter eben dieser Wohnungen umzuschlagen. Eigentum soll sich wieder lohnen. In einem großzügigen Akt erlaubte der Gesetzgeber, der Deutsche Bundestag schon vor Jahren, dass Vermieter Sanierungen pro Jahr mit 11% auf Mieten aufschlagen können, mithin nach lächerlichen 9 Jahren die ganze Investitionssumme getilgt ist.

Schöner Wohnen

Das Risiko bleibt niedrig, der Ertrag hoch: “alleingelassene Hausbesitzer“, wie sogar große Immobilieneigentümer gerne klagen, können sich tatsächlich die Sanierung günstig von Banken finanzieren lassen, und nach ungewöhnlich kurzer Zeit wird der Kredit durch Mieter getilgt, Risiko: Null. Ungewöhnlich viel zahlt dagegen der Mieter in diesem Sanierungsfall.

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Nicht ohne Narben sterben

Zugegeben: die ersten holt man sich unfreiwillig, danach eine, um zu wissen, was die Stunde geschlagen hat, eine Zeit lang sucht, vemisst oder meidet man sie; letzendlich nimmt man Verletzungen in Kauf. ..,- Phase Zwei bedeutet Übertragung. Kein Mensch weiß, wie es dem Anderen geht. Nichts desto Trotz darf es nicht verboten sein zu mutmaßen: [...]

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Absolut unverständlich: Stadt Frankfurt will ein weiteres PPP-Finanzprodukt für 30 Jahre unterschreiben

Die GEW fordert: Kein weiteres Finanzprodukt für die Banken zu Lasten der Stadt! Für den GEW-Bezirksverband Frankfurt ist es absolut unverständlich, dass die Stadt Frankfurt die IGS-West als PPP-Projekt auf den Weg bringen will.

Für ein Investitionsvolumen von 25 bzw. 27 Mio € für die IGS-West ist die Stadt bereit, das Zweieinhalbfache, nämlich 67,5 Mio € auszugeben und damit ein weiteres Finanzprodukt mit einer Laufzeit von 30 Jahren auf den Markt zu bringen, an dem mehrere Beraterfirmen sowie Banken auf Kosten der Stadt verdienen sollen.

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Der große Reibach und andere Vergnügen rund ums Geld

Unsere Filmreihe zu Finanzfurt und dem kapitalistischen Geschehen im Rest der Welt setzen wir fort mit einer Dokumentation von Arte zur Entwicklung der großen Finanzkrise im Jahre 2007 in den USA und einigen Bedingungen kapitalistischen Wirtschaftens drum herum.
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Ein Stück Stadt erobern: Stadtinitiativen in Wien

“STADT SELBER MACHEN” – Festival in Wien vom 5. bis 14. Oktober 2012

Unter dem Festivalmotto »Stadt selber machen« beleuchtet urbanize! Internationales Festival für urbane Erkundungen” die enorme Bandbreite der Forderungen nach Mit- und Selbstbestimmung im urbanen Lebensraum, diskutiert Möglichkeiten und Grenzen partizipativer Stadt(-planungs)politik, holt vorhandenes (und vielleicht vergessenes) Wissen ins Rampenlicht und erforscht neue Möglichkeiten städtischer Beteiligungs- und Aneignungsformen.
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E rfolgreiche R ückversicherer G enießen O rgien

Human Centipede 3

Dass die Blöd-Zeitung bei jeder sich bietenden Gelegenheit laut „Skandal“ schreit, ist hinlänglich bekannt. Davon lebt diese Zeitung und wenn ihr einmal die Skandale ausgehen, dann erfindet sie sich auch gerne welche.
Es bräuchte doch nur mitten im Sommerloch der Hund irgendeines drittklassigen Politikers in eine Grünanlage zu defäkieren, von einem Blöd-Blockwart… pardon, Leserreporter… dabei fotografiert werden und schon würde das Blatt eine ganze Woche lang über „Häufchengate“ berichten.
Wenn es sich um einen Politiker der ungeliebten Linken handelte, hätte es sogar Chancen auf eine Titelstory.

Doch bei so manchem „Häufchengate“-analogen Vorgang stehen auch deutsche Leitmedien der Blöd in nichts nach.
Insbesondere wenn Sex im Spiel ist, ist natürlich auch das Interesse der Bevölkerung groß. Eigentlich hat es zwar meist keinerlei irgendwie geartete politische Bedeutung, wer mit wem in die Kiste steigt, aber irgendetwas Animalisches in uns will mehr wissen, am besten jedes Detail, um sich dann an der eigenen Empörung aufzugeilen oder an der eigenen Geilheit zu empören, je nach Standpunkt.
So ganz kann ich mich da nicht einmal ausnehmen, denn auch ich habe die Stories über die Bumstouren von Mitarbeitern der Ergo-Versicherung mit einem seltsamen und mir selbst kaum erklärlichen Interesse gelesen.

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Blind Dates 8.10.-11.10.

Blind dates dezember

Mo, 8.10. 19.30 Uhr: Bürgerhaus Bornheim, Arnsburgerstr.24: Keine Untaten mit Gesundheitsdaten! Sind unsere Krankendaten bald alle im Netz? oder Alles sicher bei der elektronischen Gesundheitskarte (eGk)?Diese Fragen bewegen viele Menschen, die in den letzten Wochen Post von ihrer Krankenkasse erhalten haben. Die Kassen fordern dazu auf, ein Passfoto einzureichen, damit statt der alten Versichertenkarte die elektronische Gesundheitskarte ausgestellt werden kann. Wir wollen Fachleute zu Wort kommen lassen und Antworten geben. Walter Ernestus, stv. Leiter des Referats VI (Technologischer Datenschutz) des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) und Matthias Jochheim, Arzt, Vorsitzender der deutschen Sektion des IPPNW (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.) informieren und beantworten Ihre Fragen zur elektronischen Gesundheitskarte eGk).
20.00 Pupille: Netzwerk “Wem gehört die Stadt”: Häuserkampf von unten-Häuserkampf von oben. Mit Wolf Wetzel. Bilder und Filmausschnitte zum Frankfurter Häuserkampf der 70er Jahre: Ein HR-Bericht rund um die Besetzung und Räumung der Häuser in der Bockenheimer Landstrasse/Schumannstraße 1974 und ein HR-Beitrag aus dem Jahr 1973, der heute geradezu umstürzlerisch erscheint: Die Forderung nach Kommunalisierung des Bodens – als eine Antwort auf Vertreibung, explodierende Mieten, Prime Class Wohngegenden und Privatisierungen von öffentlichem Raum. In den Häuserkampf von oben (der mehr denn je tobt) und den Häuserkampf von unten (der Vergangenheit bleiben soll) führt Wolf Wetzel ein.

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Filmvorführung zum “Frankfurter Häuserkampf”

Im Rahmen der Aktionswoche “Mieten? Ja, wat denn?” vom ASTA Frankfurt und Campusantifa Frankfurt zeigen wir am Montag, den 8. Oktober 2012 um 20 Uhr im Festsaal Pupille/Studierendenhaus Campus Bockenheim, 1. Stock, Mertonstr. 26-28, 60325 Frankfurt am Main Bilder und Filmausschnitte zum Frankfurter Häuserkampf der 70er Jahre: Ein HR-Bericht rund um die Besetzung und Räumung [...]

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