Frankfurter Gemeine Zeitung

Blind Dates 29.10. – 7.11.

Blind November 2012

Mo, 29.10.

Ausstellung: Neofaschismus in Deutschland. Ausstellung vom 29. Oktober bis zum 18. November im Studierendenhaus Bockenheim

18:30 Karmeliterkloster Münzgasse 9 Das Frankfurter Gretchen . Prof. Dr. Rebecca Habermas über die Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt.Die Gesellschaft für Frankfurter Geschichte e.V. und das Institut für Stadtgeschichte setzen die Vortragsreihe Frauengeschichte(n) fort. Es werden berühmte Frauen vorgestellt, die in Frankfurt geboren sind oder dort wirkten.

19: 00 Evangelisches Frauenbegegnungszentrum, Saalgasse 15,»der islam gehört inzwischen auch zu deutschland…« Vortrag, Diskussion. Der Islam verliert seit Jahren nichts von seiner Dauerpräsenz in der öffentlichen Diskussion – oft wird er in einem Atemzug mit Fundamentalismus oder »Parallelgesellschaften« genannt. Nicht nur deshalb lösen Sätze wie »Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland« kontroverse Debatten aus. In dem Vortrag von Naime Cakir, Religionswissenschaftlerin, werden Fakten zum muslimischen Leben in Deutschland präsentiert und es geht um die Pluralität der muslimischen Glaubensrichtungen. Veranstalter evangelisches Frauenbegegnungszentrum in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Muslimischer Frauen

19:30 Frankfurter Presseclub, Ulmenstraße 20: Podiumsdebatte: Der Arabische Frühling: Wohin geht die Entwicklung? Podiumsdiskussion mit Michael Lüders, Nahost-Experte, Omid Nouripour, Sprecher für Sicherheitspolitik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag, Rainer Hermann, FAZ-Redakteur, Schwerpunkt Nahost, Marc Dugge, HR-Hörfunk –Redakteur lrich Kienzle, Vizepräsident der Deutsch-Arabischen-Gesellschaft (angefragt)

Di,30.10.

19:30 Uhr ,Naxoshalle, Wittelsbacherallee 29: Zum Beispiel: Berger Straße – Bericht aus einer Stadtlandschaft. Film von Dieter Hildebrandt (Deutschland 1972 / 40 Min.), Filmreihe Frankfurt im Film: Eine besondere Sichtweise auf Bornheim wirft Dieter Hildebrandt in seinem Film „Zum Beispiel: Berger Straße – Bericht aus einer Stadtlandschaft“. Im Juni 1971 begann mit dem ersten Spatenstich der U-Bahnbau in der Berger Straße. Neun Jahre später wurde die U-Bahnlinie U4 eröffnet. Ein Fernsehteam des Hessischen Rundfunks dokumentierte Anfang der 70er Jahre das Leben in Frankfurts längster Einkaufsstraße. Zu Wort kommen Geschäftsleute, Passanten und Bauarbeiter der U-Bahnbaustelle. Eine interessante Momentaufnahme aus dem Frankfurt der 1970er Jahre. Der StadtteilHistoriker Jörg Harraschain zeigt zu Beginn in einem Kurzvortag (ca. 25 Min) historische Photographien vom Nordend – insbesondere Bilder um die Berger  Straße. Veranstalter: Naxos-Kino.

19:30 Zentralbibliothek, Hasengasse 4: Eröffnung der interkulturellen Wochen mit Ausschnitten aus dem Programm.

Mi,31.10.

19.00 Uhr, KoZ, Studierendenhaus Campus Bockenheim: Rembetiko. Die Vorstellungen von Griechenland als Urlaubsland werden zunehmend abgelöst von rassistischen Ressentiments gegen die griechische Bevölkerung. Wir berichten über die aktuelle Situation in Griechenland, über den Rechtsrutsch und über neofaschistische Anschläge auf Flüchtlinge. Die Gruppe Prosechos (Musiker aus Griechenland, Marokko und der Türkei) spielt Rembetiko, Musik aus dem Untergrund. Veranstalter: “Offenes Haus der Kulturen e.V.” in Zusammenarbeit mit dem Club Voltaire.

Do, 1.11.
19.30 bis 21 Uhr Stadtbücherei Frankfurt am Main / Stadtteilbibliothek Rödelheim, Radilostraße 17 – 19, east meets west Begegnungen zwischen orient und okzident autorenlesungDer im Iran geborene Autor und Verleger M. H. Allafi liest zusammen mit seiner Frau Sabine aus dem zuletzt in der Reihe »East meets West« erschienenen Buch »Gabriela findet einen Stapel Papier«. In der Begegnung von Osten (Orient) und Westen (Okzident) liegt auch ein Aufeinandertreffen von Utopie und Realität. Die Utopie Europa – als Synonym für Fortschritt, Humanismus, Freiheit und Gerechtigkeit –, die »östliche« Intellektuelle seit über hundert Jahren beschäftigt, wird hier an Europas Realität gemessen. Die Autorinnen und Autoren setzen sich mit der von ihnen angetroffenen Gesellschaft des »Westens« zumeist humorvoll, aber auch kritisch vor dem Hintergrund ihrer Erwartungen und Erfahrungen auseinander.

Fr, 2.11.

20:00 Uhr, Theater Willy Pram,Wittelsbacherallee 29l: Marx.Engels. Hennes & Mauritz. Die derzeitige Krise dauert jetzt 4 Jahre und führt vielleicht zum Ende der Lebensverhältnisse, an die wir uns gewöhnt haben. Ausgelöst ist sie durch sogenannte Blasen des Finanzkapitals. Durch verrückt gewordenes Geld, aufgeblasenes Kapital, Geld, das uns frisst, während wir es verzehren. Da lohnen Blicke zurück. Das Theater Willy Praml führt den Aufruf von Georg Büchner: „Friede den Hütten! Krieg den Palästen!“ und das “Kommunistischen Manifest” von Marx&Engel zusammen mit zwei Gegenwartstexten, Stephane Hessel „Empört euch!“und der verbotenen Rede von Jean Ziegler, „Der Aufstand des Gewissens“ Diese vier sind die nicht präsenten Helden der Aufführung. Präsent in Video-Interviews sind Zeitzeugen, die für Frankfurt/ Politik/ Gewerkschaft/ Aufklärung stehen.Aufführungen immer Freitag und Samstag, freitags immer mit Publikumsdiskussion.

Sa,3.11.

16.30: Bad Vilbel, AWO-Café, Wiesengasse 2. Häftlingsgruppen unter dem Nazi-Diktat: Interviews mit Überlebenden nationalsozialistischer Konzentrationslager Zum Vortrag lädt die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer ein. Referent ist Christian Steidle, Lehrbeauftragter an der Pädagogischen Hochschule Freiburg im Fach Geschichte.Der Vortrag ist Schlusspunkt der öffentlichen Mitgliederversammlung der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer, die am 3. November, ab 15 Uhr im AWO-Café stattfindet. Wer sich über die Arbeit unseres gemeinnützigen Vereins, der Ende der 1970er Jahre von dem Auschwitz-Häftling Hermann Reineck (1919 – 1995) in der Wetterau gegründet wurde, informieren möchte, ist auch hierzu herzlich eingeladen.

Di, 6. 11.

19:30 Uhr, Naxoskino: Traumfabrik Kabul. Film von Sebastian Heidinger, OmU, Deutschland/Afghanistan 2011, 83 Min.: Saba Sahar ist Polizistin in Afghanistan – sowie Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin. Als Vertreterin der staatlichen Exekutive wie als Filmemacherin setzt sie sich für die Rechte der Frauen in der stark männerdominierten afghanischen Gesellschaft ein. Sahars Stärke ist die unbeirrbare Leidenschaft für ihr zerrüttetes Land: wo Frauenrechte mit Füßen getreten werden, schlägt sie mit den Waffen des Films zurück. Zum Gespräch kommen Natalie Sharifzadeh (Doktorandin zu dem Thema Polizeiausbildung in Afghanistan) und Regisseur Sebastian Heidinger.

Mi,7.11.

19 Uhr: DGB Jugendclub U6 Infoveranstaltung: Verfassungsschutz auflösen – Rassismus stoppen!Am 10. November 2012 wird eine bundesweite Demonstration vor der Zentrale des VS in Köln stattfinden. Auch Frankfurter Antifaschist*innen werden sich daran beteiligen. Darüber informiert das Netzwerk Frankfurter Antifaschist*innen (frankfurtermobi.blogsport.de). Es sprechen Referent*innen des Antifaschistischen Pressearchivs, Bildungs- und Informationszentrums e.V. (apabiz, Berlin) und des Demobündnis (vsaufloesen.noblogs.org).


Weltliche Wunder – nach Bendito Machines

Eine Menge schlaue Leute machten sich Gedanken um unseren Umgang mit den Maschinen, über die immer pfiffigeren und sich wundersam vermehrenden Gerätschaften. Manche brachten ihr Funktionieren mit dem Geist und der Realität des Kapitalismus in Verbindung, ob als “Gestell” oder in einer “instrumentellen Vernunft”, mit “Hybriden” oder “Technocultures”. Sie gelten mal als Verheißung, mal als Vorbote der Apokalypse.

In Zeiten der Smartphones und Apps in jeder Tasche, einer vorgeblichen Ökologisierung der ganzen Welt, dem grünen Kapitalismus erscheinen derartige Materialspektakel anachronistisch: letztlich sei der Kern unserer 3. technologischen Revolution am ehesten virtuell, leichtgängig, kreativ. Was wollen wir mehr?

Fast im Stil von Stanislaw Lem nähert sich der spanische Filmemacher Jossie Malis unseren Maschinen, ihren Gespinsten quer durch die Welt, von ihm mal fein, mal bedrohlich zusammen mit mächtigen Akteuren gezeichnet.

Nach dem Motto: “Relax … Everything is under Control” arbeiten sie in einem Comic, der wie ein chinesischer Holzschnitt daherkommt. Der neueste Streifen zeigt unser aller fossiles Mobilitätsspiel antik anmutend mit vielen Göttern und Dämonen. Wirklich sehenswert!

Bereits 5 Jahre alt ist das erste Video von Bendito Machine:


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