Frankfurter Gemeine Zeitung

Europäischer Generalstreik am 14. November

Nun, zumindest in Südeuropa soll er stattfinden, immerhin: Der europäische Generalstreik am 14. November ist ein wichtiger Schritt hin zu einem grenzüberschreitenden, europaweiten Widerstand gegen die autoritäre Krisenpolitik von EZB, EU-Kommission und IWF.

generalstrikelogo 14-11-12

Von den sogenannten „Rettungsschirmen“ profitieren hauptsächlich Banken, während die vonder Krisenpolitik betroffenen Menschen – die die Krise nicht verursacht haben –, darunter leiden. Am 14. November 2012 wird deshalb in Portugal, Spanien, Griechenland, Zypern und Malta gestreikt und gegen die von der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) auferlegte Austeritätspolitik protestiert.

Die rigorosen Sparmaßnahmen verursachen großes menschliches Leid in den betroffenen Ländern. Die Mitglieder des Europäischen Gewerkschaftsbunds (EGB) fordern deshalb: „Ein Richtungswechsel ist notwendig. Aktive Solidarität, sozialer Fortschritt und demokratische Verantwortung müssen integrale Bestandteile des europäischen Projekts sein.“

Auch wenn in Deutschland die großen Gewerkschaften nicht zum Streik aufrufen,  ruft der DGB mittlerweile dazu auf, sich mit den Kolleg/innen zu solidarisieren und die örtlichen Solidaritätsaktionen zu unterstützen (Aufruf) Gewerkschaftsaktionen vor Ort beim DGB http://www.dgb.de/++co++166531c8-24e1-11e2-93f9-00188b4dc422)

Frankfurt/M.:

Um 14.00 Uhr gibt es eine Solidaritätskundgebung vor dem griechischen Generalkonsulat in Frankfurt-Bockenheim (Zeppelinallee/ Ludolfusstraße).

Gegen 18.00 Uhr beginnt dann eine Demonstration am griechischen Generalkonsulat und führt zur Europäischen Zentralbank (EZB) am Willy-Brandt-Platz.

Dort soll um 19.30 Uhr die Abschlusskundgebung stattfinden. Bei der Kundgebung sollen kurze Reden den Inhalt des Protestes vermitteln. (http://www.notroika.linksnavigator.de/termine/solidaritaet-mit-dem-gener…)

Europaweite Infos:

http://europeanstrike.org/
http://www.labournet.de/internationales/europa/index.html
https://www.facebook.com/EuropeanStrike
https://www.facebook.com/events/535785959770567/
http://www.facebook.com/events/500418443315506/?fref=ts
http://www.facebook.com/events/420939101301729/?fref=ts


Frankfurter Oper “im Würgegriff der Finanzmärkte”?

Rund um die Euro Finance Week 19. – 23. November ist eine Veranstaltungsreihe der Frankfurter Bürgeruniversität unter dem Motto “Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte?” angesiedelt

Veranstaltungsort: Oper Frankfurt, Holzfoyer (Ebene 1. Rang)
Untermainanlage 11 (Willy-Brandt-Platz),  Frankfurt

Die Abende werden Thema und Ort (gegenüber der EZB) angemessen von Wirtschaftsredakteuren der FAZ moderiert, das Spektrum der beteiligten “Experten” entspricht dem Titel “Bürgerunivesität” und erfasst im wesentlichen den Parteienkonsens von schwarz-geld-grün-rot, etwas soziologisch ausgemalt. Ausnahmen vielleicht: Vertreterin der LINKE und Occupy.

Ein Besuch kann sich trotzdem lohnen.

Themen:

12. Nov. 19:30
Am Scheideweg
Krise des Kapitalismus – Krise der Demokratie?

26. Nov. 19:30
Ohnmächtige Demokratie – autistische Ökonomie
Wer kontrolliert Finanzsystem und Ratingagenturen?

10. Dez. 19:30
Falsche Anreize
Ruiniert Gier die Basis unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens?

17. Dez. 19:30
Enteignung der öffentlichen Hand
Von der Banken- zur Staatsschuldenkrise?

14. Jan. 19:30
Wissenschaft als Krisenhelfer
Muss Forschung Politik und Öffentlichkeit mehr Orientierung geben?

28. Jan. 19:30
Was hat’s gebracht
Occupy als Anfang einer neuen Bürgerbewegung?

UniPlakat_Bürgeruni 11-12


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