Frankfurter Gemeine Zeitung

ZUSAMMENHALT. DIE STADT UND IHRE BRÜCHE

Am Mittwoch den 14.11. um 19.30 findet im Kunstverein die zweite Veranstaltung einer Reihe der Heinrich Böll Stiftung Hessen zur Stadtentwicklung statt.


»Jeder Stein der abgerissen, wird von uns zurückgeschmissen« – So lautete eine Parole aus der Zeit des Frankfurter Häuserkampfs in den 1960er und 70er Jahren. Auch heute wird die Auseinandersetzung um Wohnraum und »Stadt« engagiert geführt: Vor allem in den Großstädten steht der Stadtumbau verstärkt im Zeichen von Abriss und Neubau, Sanierung und Umnutzung. Im Zuge der »Renaissance der Stadt« nimmt die Attraktivität von urbanen Stadtteilen zu, die Preise steigen, es droht Segregation.
Dabei verhält sich Gentrifizierung zum Problem der sozialen Trennung ambivalent: In einer ersten Phase, in der die urbanen »Pioniere« wie StudentInnen und Kreative in einen Stadtteil ziehen und neue Cafés und Bars eröffnen, wachsen Vielfalt und soziale Heterogenität. Erst in einer zweiten Phase führensteigende Mieten und aufwändige Sanierungen der Bausubstanz letztlich zum Austausch der früheren Bewohnerschaft.
Mit unseren Gästen möchten wir die drängenden sozialen Fragen der Stadtentwicklung diskutieren: Was verursacht Gentrifizierung, was tun gegen steigende Mieten?
Was folgt aus dem Schlagwort der inklusiven Stadt? Und wieso redet niemand über die siedlungspolitische und städtebauliche Dimension der Verdrängung?
Schließlich: Wie kann eine »Aufwertung« ohne Ausschluss aussehen?Diskussion mit:PETER LINDNER
Professor für Wirtschaftsgeographie, Goethe Universität Frankfurt am Main

DANIELA WAGNER
Bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Darmstadt/Berlin

KLAUS RONNEBERGER
Soziologe und Politikwissenschaftler (Publikation »Die Stadt als Beute«, »Fragmente städtischen Alltags), Frankfurt am Main

DIETER VON LÜPKE
Leiter des Stadtplanungsamts, Frankfurt am Main

Moderation:
BENJAMIN PFEIFER
Heinrich Böll Stiftung Hessen

Eine Kooperationsveranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung Hessen mit dem Frankfurter Kunstverein

Eintritt frei
Ort: Cafébar im Kunstverein


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