Frankfurter Gemeine Zeitung

Das geheime Leben des Joachim Gauck

Foto: Bundespräsident.de
Wird jemand Bundespräsident, erhebt sich oftmals die Frage, was hat der Typ eigentlich vorher gemacht? Hat der überhaupt mal richtig GEARBEITET? Bei Christian Wulff, Sie erinnern sich, kam heraus, dass er in seinem früheren Leben im Rotlichtmilieu tätig gewesen ist. Trotz seiner im wesentlichen wertkonservativen Haltung soll er Jahrelang in Düsseldorf  Glühbirnen rot angemalt haben. Was aber war mit Joachim Gauck? Im öffentlichen Bewußtsein verankert ist die Tatsache, dass er Stasiakten gesammelt hat, ein seltsames Hobby für den Mann, der sich gerne mit  “Herr Bundepräsident” anreden läßt. Aber ist das wirklich alles? Das füllt doch den Tag eines erwachsenen Menschen kaum aus. Was tat er noch, bevor er mit seiner Frau in das Schloss Bellevue einzog, um dort als erste Amtshandlung sämtliche Porträts seiner Vorgänger entfernen zu lassen ? Ein jüngst aufgetauchtes Filmdokument zeigt eine unbekannte Seite des frühen Gauck. Gauck lebte offenbar in einem verzauberten Wald in der Nähe von Neuschwanstein und charmierte Damen gehobenen Alters. So auch hier beim Charitykonzert der Deutschen Schlafwagen-und Speisewagengesellschaft, wo er ab der 12. Sekunde kurz im Bild ist. Schon damals also suchte er die Nähe der Reichen und Unschönen, um ihnen ins Gewissen zu reden und sie vor “blanker Gier und dem Mehrwollen um jeden Preis” zu warnen, wie er das jüngst erst wieder auf dem Führungstreffen Wirtschaft der Süddeutschen Zeitung getan hat. Die wenigen Sekunden von Gaucks Filmauftritt enthüllen ein aufregendes,  bislang unbekanntes Detail seiner vita, das diesen Falten-und facettenreichen elder statesman im neuen Licht erscheinen läßt, das aber im Gegensatz zu dem Licht im Fall Wulff keinesfalls rot genannt werden kann, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag.


Kundgebung „Wohnraum darf keine Ware sein! – Es ist unsere Stadt“

Am Dienstag, den 20.11.2012 wird das Netzwerk „Wem gehört die Stadt?“ zusammen mit NoTroika Frankfurt von 15.00Uhr bis 17.00Uhr eine Kundgebung vor dem Immobilien-Kolloquium der Euro-Finance-Week im Gebäude der IHK abhalten.

Während diverse “Experten” der Immobilienwirtschaft ihre Zukunftsvisionen der Region unter dem Banner der Profitmaximierung entwerfen, werden in einem eigens aufgebauten Wohnzimmer die Erfahrungen der davon direkt Betroffenen diskutiert. Verschiedene Initiativen und Gruppen werden von ihrer Situation berichten und damit gegen exorbitante Mieterhöhungen sowie die Vertreibung von Mieter/innen durch städtische Prestigeobjekte und Luxussanierungen und die immer weitgehendere Verwertung von öffentlichem Raum protestieren. Alle Betroffenen sind herzlich eingeladen.

Die aktuelle Krise des Kapitalismus treibt die ohnehin absurde Situation auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt auf die Spitze“, so Yasemin Preschke, eine Sprecherin des Netzwerkes. „In Frankfurt gibt es Wohnungen nicht zum Wohnen, sondern nur noch als Spekulations- und Anlageobjekte. Das ist nicht unsere Vorstellung von einer Stadt. Wir wollen eine Stadt, die nicht an Profitorientierung, sondern an den Bedürfnissen aller ihrer Bewohner/innen ausgerichtet ist, egal welcher sozialer Herkunft, Hautfarbe oder ökonomischer „Nützlichkeit“ diese zugeordnet werden. Die Stadt darf keine Ware sein!“.

 http://www.wemgehoertdiestadt.net/


Campus Bockenheim: Nach Konsensplan folgt der Strukturplan

Wir erinnern uns: Nach einer Bürgerversammlung im Jügelhaus zum Thema Campus und Kultur, die von den Veranstaltern wegen zu viel Applaus frühzeitig beendet wurde, folgten Planungswerkstätten. Die Planungswerkstätten hatten das Ziel die Bürger einzubeziehen, Meinungen und Vorstellungen zu sammeln und daraus dann einen weiteren Schritt zum Bebauungsplan zu machen. Wir, ja sehr viele aus dem Stadtteil, saßen mehrere Abendveranstaltungen und 3 komplette Wochenenden mit Planern und Moderatoren zusammen. Verwässert aber immerhin gezeichnet von diesen Diskussionen entstand der Konsensplan.

Jetzt 6 Monate später wird uns ein Strukturplan vorgelegt und vor der Presse erläutert: Kulturcampus findet nur noch auf der nördlichen Seite, also neben und hinter dem Depot statt (also gar nicht, weil die Goethe Uni die Gebäude auf weitere Zeit braucht).

Die restlichen Bereiche des Campus werden mittels des Strukturplans vermarktungsfähig gemacht und erinnern fatal an den Ausgangsplan 2004 mit seinen Hochhäusern im südlichen Bereich. Anscheinend soll die Zeit des Immobilienbooms jetzt genutzt werden, um die Grundstücke zu verkaufen. Für die Philosophicum gibt es immer noch auch die Option Abriss, das Studentenwohnheim steht ebenfalls unter Abrissoption.

Eine Informationsveranstaltung der Stadt Frankfurt findet statt am:

Dienstag, 20. November im Kasino des Stadtplanungsamts in der Kurt Schumacherstraße 10

Einzig gute Nachricht zum Strukturplan: Auch bei dem Strukturplan, der dort noch mal erläutert werden soll, handelt es sich um einen Zwischenschritt zum Bebauungsplan, durch den Baurecht geschaffen werden soll. Das heißt, hartnäckig in der Sache bleiben, ein lebendiges Quartier auf dem Campus Bockenheim ist noch nicht verloren. Der Zeitplan der Stadt und der ABG Holding sieht vor, Frühjahr/Sommer zu Baurecht zu kommen.

 

http://www.zukunft-bockenheim.de/


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