Frankfurter Gemeine Zeitung

Das geheime Leben des Joachim Gauck

Foto: Bundespräsident.de
Wird jemand Bundespräsident, erhebt sich oftmals die Frage, was hat der Typ eigentlich vorher gemacht? Hat der überhaupt mal richtig GEARBEITET? Bei Christian Wulff, Sie erinnern sich, kam heraus, dass er in seinem früheren Leben im Rotlichtmilieu tätig gewesen ist. Trotz seiner im wesentlichen wertkonservativen Haltung soll er Jahrelang in Düsseldorf  Glühbirnen rot angemalt haben. Was aber war mit Joachim Gauck? Im öffentlichen Bewußtsein verankert ist die Tatsache, dass er Stasiakten gesammelt hat, ein seltsames Hobby für den Mann, der sich gerne mit  “Herr Bundepräsident” anreden läßt. Aber ist das wirklich alles? Das füllt doch den Tag eines erwachsenen Menschen kaum aus. Was tat er noch, bevor er mit seiner Frau in das Schloss Bellevue einzog, um dort als erste Amtshandlung sämtliche Porträts seiner Vorgänger entfernen zu lassen ? Ein jüngst aufgetauchtes Filmdokument zeigt eine unbekannte Seite des frühen Gauck. Gauck lebte offenbar in einem verzauberten Wald in der Nähe von Neuschwanstein und charmierte Damen gehobenen Alters. So auch hier beim Charitykonzert der Deutschen Schlafwagen-und Speisewagengesellschaft, wo er ab der 12. Sekunde kurz im Bild ist. Schon damals also suchte er die Nähe der Reichen und Unschönen, um ihnen ins Gewissen zu reden und sie vor “blanker Gier und dem Mehrwollen um jeden Preis” zu warnen, wie er das jüngst erst wieder auf dem Führungstreffen Wirtschaft der Süddeutschen Zeitung getan hat. Die wenigen Sekunden von Gaucks Filmauftritt enthüllen ein aufregendes,  bislang unbekanntes Detail seiner vita, das diesen Falten-und facettenreichen elder statesman im neuen Licht erscheinen läßt, das aber im Gegensatz zu dem Licht im Fall Wulff keinesfalls rot genannt werden kann, auch wenn es auf den ersten Blick so scheinen mag.


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