Frankfurter Gemeine Zeitung

Debtocracy – ein passender Kommentar zum Griechenland-Geschwafel

Der Film aus dem Jahre 2011 zeigt uns eine neue Form ökonomischer und politischer Herrschaft.
Er zeichnet ein ganz anderes, plausibleres Bild der Wirklichkeit, als es uns die deutschen Medienstars wie Thilo Sarrazin und Hans-Werner Sinn verkaufen möchten. Diese positionieren sich auf der Seite der Herrschaft, fordern pausenlos weiteren Druck auf die vielen Bedrängten in den europäischen Bevölkerungen und finden in den meisten Medien wie auch bei nationalistisch Umnebelten Zustimmung.
Debtocracy (Herrschaft der Schulden) bietet eine lange Gegenrede zu solchen Nebelkerzen. Er ist ein griechischer Dokumentarfilm von Katerina Kitidi und Aris Chatzistefanou und behandelt die Ursachen der Staatsschuldenkrise Griechenlands und mögliche – von der Regierung nicht berücksichtigte – Lösungen, darunter die Frage der “verabscheuungswürdigen Schulden”. Die Schulden würden als de facto Regierung sogar Verfassungsprinzipien und die Demokratie außer Kraft setzen.

Debtocracy beschreibt also eine Politik, die sich gegenwärtig weltweit in westlichen, östlichen und südlichen autoritären Regimen durchsetzt, auch wenn sie den Begriff “Demokratie” auf ihre Fahnen schreiben – “Demokratie” ist unter solchen Bedingungen mittlerweile zur weitgehend entleerten Kategorie geworden.


Debtocracy International Version von ThePressProject


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