Frankfurter Gemeine Zeitung

Umzug Uni Frankfurt: Studierenden-Projekte gegen Privatisierung des Campus

Mit dem Umzug auf den I.G. Far­ben-Cam­pus im März 2013 sind viele Pro­jek­te wel­che im Bockenheimer AfE- Turm ihren Raum ge­fun­den haben, in ihrer Exis­tenz be­droht. Dies be­trifft neben dem Frau­en­café und dem El­tern-Kind Raum auch das TuCa [im Exil].

Das TuCa [im Exil] ist ein selbst­ver­wal­te­tes Café im 5. Stock, das zu­nächst 1988 im von Stu­die­ren­den be­setz­ten Erd­ge­schoss ge­grün­det wurde. Sein Exil fand es nach der Räu­mung 2002 im Raum der Fach­schaft 04. Das TuCa ist ein un­kom­mer­zi­el­les Café, mit für je­de_n er­schwing­li­chen Prei­sen. Mit sei­nen Er­lö­sen un­ter­stützt es ver­schie­de­ne po­li­ti­sche Pro­jek­te, sowie von Re­pres­si­on be­trof­fe­ne Ein­zel­per­so­nen. Zudem soll es hier auch mög­lich sein, vom Uni­all­tag ab­zu­schal­ten. Es ver­sucht einen Raum für Men­schen zu schaf­fen, wel­cher nicht von Dis­kri­mi­nie­rung ge­kenn­zeich­net ist.

Auf dem I.G. Far­ben-Cam­pus wird dem TuCa je­doch kein Platz zur Ver­fü­gung ge­stellt um einen al­ter­na­ti­ven, un­kom­mer­zi­el­len Cafébe­trieb wei­ter auf­recht er­hal­ten zu kön­nen. Im Kon­trast dazu ist es für pri­va­te Un­ter­neh­men (das „Sturm und Drang“ im Hör­saal­zen­trum) mög­lich, Raum auf dem Un­ige­län­de zu nut­zen. Die­ser Raum könn­te an­sons­ten stu­den­ti­schen In­itia­ti­ven zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den.
Das dies vom Prä­si­di­um nicht ge­wollt ist, zeigt sich an der kon­se­quen­ten Miss­ach­tung stu­den­ti­scher Be­dürf­nis­se und feh­len­der Ko­ope­ra­ti­ons­be­reit­schaft – sei es mit dem TuCa, den Fach­schaf­ten oder dem In­sti­tut für ver­glei­chen­de Ir­re­le­vanz.

Und so droht ein Pro­jekt, dass sich in mehr als 20 Jah­ren durch au­to­no­me Selbst­be­stim­mung eta­bliert hat, mit dem Umzug zu Ende zu gehen.

WIR GEBEN UNS MIT DIE­SER ENT­WICK­LUNG NICHT ZU­FRIE­DEN!

Wir for­dern das Prä­si­di­um auf, Stu­die­ren­de nicht nur als Leis­tungs­emp­fän­ger_in­nen zu be­han­deln, son­dern als Ak­teur_in­nen an der Uni ernst­zu­neh­men und ihr po­li­ti­sches und ge­sell­schaft­li­ches En­ga­ge­ment zu un­ter­stüt­zen.

Wir for­dern alle Stu­die­ren­de auf, sich gegen diese Po­li­tik zu weh­ren!
Frei­räu­me müs­sen er­kämpft wer­den!

Für ein Tuca [im Exil]² auf dem I.G. Far­ben-Cam­pus!

http://umzuginsnichts.blogsport.de/


Campus Bockenheim stemmt sich gegen Umzug in Campus Westend

Nicht zuletzt der Ausbau des Campus Westend rund um das ehemalige IG-Farben Haus zu einer Art Sicherheitstrakt mit Zäunen und Überwachungskameras verleidet den Bockenheimer Sozialwissenschafler*innen den Umzug dorthin. Auf dem alten Campus waren derartige Wach- und Schließszenarios eher unbekannt. Eine Abordnung der Studierenden besichtigte vor Weihnachten die Lage vor Ort, hier der Bericht.

Am Mittwoch, dem 20. Dezember besichtigten rund 70 Studierende vom Campus Bockenheim den IG-Farben Campus.

Anlässlich des bevorstehenden chaotischen Umzugs und der zu erwarteten Raumnot, zog die Gruppe über die verschiedenen Stationen des Campus, um sich kritisch mit der Situation auseinanderzusetzen. Vor den Gebäuden kam es, bei Mate und Musik, zu Diskussionen zwischen den Teilnehmenden, in denen der Umgang mit dem Umzug durch die Universitätsleitung zum Teil heftig kritisiert wurde.
Neben dem Umzug wurde die Geschichte des IG-Gebäudes, sowie die Transformation der Hochschule zur unternehmerischen  (Stiftungs-) Universität thematisiert.

Mit Unverständnis wurde auf die zahlreichen Zugangskontrollen an den Gebäuden und die Überwachungskameras reagiert.
Sandra Weidenmüller, Politikstudentin, dazu: „Die Uni setzt offensichtlich mehr auf Schein als Sein. Während es im neuen Seminargebäude viel zu wenig Platz für die Studierenden geben wird, brüstet sich die Uni mit der Bezeichnung ’schönster Campus Europas‘. Hier geht es also offensichtlich nicht um die Interessen der Studierenden, sondern rein um das Marketing.

Danach berichtete ein Student den jüngeren Semestern von seinen Erlebnissen bei der Casino-Räumung 2009. Passend dazu hatte die Unileitung für die Besichtigung am heutigen Mittwoch nicht nur die Polizei auf den Campus gerufen, sondern auch gleich für den halben Tag das Casino samt Mensa und Seminarräumen geschlossen. Als Studierende versuchten das IG-Gebäude von innen zu besichtigen, wurden sie vom externen Uni-Sicherheitsdienst zum Teil grob daran gehindert. Dieses gewaltsame Vorgehen gegen Mitglieder der Universität offenbart ein seltsames Rechtsverständnis auf dem neuen Campus. Das Konzept der Sicherheits-Uni wird offenbar sehr fix realisiert.

Gegen den Willen der Unileitung konnte dennoch der letzte Teil der Campusführung im IG-Foyer durchgesetzt werden. Somit konnte die Geschichte des Gebäudes und fragwürdige Umgang der Universitätsleitung mit ihr zur Sprache gebracht werden. Sandra Weidenmüller weiter: „Es ist schockierend, dass die Unileitung mit Sicherheitsdienst und Polizei auf dem Campus versucht, unseren Spaziergang zu kriminalisieren. Diese konfrontative Haltung zeigt, dass offensichtlich keinerlei Interesse besteht, die auf der Vollversammlung am 21. November beschlossenen Forderungen einzugehen.“

Abschließend zogen die Studierenden unter Sprechchören wie „Müller-Esel aus der Traum, wir nehmen uns Zeit und Raum“ spontan über die Hansaallee. Damit wollten sie ihrer Forderung nach studentischen Freiräumen wie sie rund um den Campus Bockenheim existieren, Ausdruck verleihen.
Vor dem Gebäude des Exzellenzclusters „Normative Orders“ wurde die zunehmende Trennung von Forschung und Lehre kritisiert. Psychologiestudent Erkan Özer abschließend: „Trotz der konfrontativen Haltung werden wir uns weiter für unsere Interessen einsetzen. Auch auf dem neuen Campus werden wir uns Zeit und Raum für kritische Bildung nehmen. Solange auf dem neuen Campus zu wenig Platz ist, fordern wir die Weiternutzung sämtlicher Gebäude auf dem Campus Bockenheim.“

 


Offener Brief des IvI an den Vorstand der Franconofurt AG

Frankfurt, 18.12.2012

Ein unmoralisches Angebot. Offener Brief an Christian Wolf, Vorstand der Franconofurt AG

Sehr geehrter Herr Wolf,

wie wir der FAZ vom 27.11.2012 entnehmen konnten, hat der Kaufpreis für das Gebäude im Kettenhofweg 130 „etwas mehr als eine Million Euro“ betragen (wir gehen im Folgenden einfachheitshalber von 1,1 Millionen aus). Allerdings hätten Sie „das Dreifache gezahlt, wenn es das IvI nicht gäbe“. Daraus ergibt sich, dass die ehrenamtlich geleistete und für alle offene Arbeit im IvI in den letzten neun Jahren den Kaufpreis um 2,2 Mio. € gedrückt hat.

Vor diesem Hintergrund schlagen wir Ihnen folgenden Deal vor: Sie geben uns die Hälfte dessen, was Ihnen die Uni an öffentlichen Geldern geschenkt hat (1,1 Mio. €), als nachträgliche Kompensation für die vom IvI erbrachten Leistungen, die Ihnen eine Immobilie in Toplage für ein Drittel des potentiellen Kaufpreises beschert hat. Im Gegenzug räumen wir das Haus und sie würden sich darüber hinaus in eine lange und ehrenvolle Tradition Frankfurter Mäzenat_innen einreihen können. Die betriebswirtschaftliche Rechnung sähe dann so aus:

Franconofurt AG: + 1,1 Millionen

IvI: + 1,1 Millionen

Uni-Frankfurt: – 2,2 Millionen

Eine klassische win-win-Situation also, wenn auch mit der Uni Frankfurt als geprelltem Dritten. Tatsächlich überlegen wir, unser neues Institutsgebäude mit „sponsored by Uni-Frankfurt“ zu bewerben – auch Sie sollten sich überlegen, ob Sie dem Präsi nicht wenigstens eine kleine Nettigkeit zukommen lassen.

Die Begründung für diesen ungewöhnlichen Schritt ist einfach: Wir haben schlichtweg keine Lust auf den ganzen Rechtshickhack. Klage hier, Widerspruch dort, nervige Prozesse und kurz vor Abschluss noch ein Verfahrensfehler, so dass alles wieder neu aufgerollt werden muss. Sowas zieht sich. Und wie Sie wissen, laufen diese Prozesse nicht lautlos über die Bühne. Ständige Presseanfragen (als hätten wir nichts Besseres zu tun), unvermeidliches Thema in allen Geschäftsangelegenheiten, Anwaltskosten usw. Dieses Schlamassel würden wir Ihnen und uns gerne ersparen.

Um Details bezüglich der finanziellen Transaktion zu klären, bitten wir Sie, über die bekannte Email-Adresse (kette130@gmx.net) mit uns Kontakt aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen,

IvI

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Occupy: Terrorismusverfolgung gegen Bürgerbewegungen

In den vergangenen Tagen wurde durch Recherchen der New York Times bekannt, dass die US-amerikanische  Occupy-Bewegung seit Anbeginn im September 2011 vom FBI und ihren angeschlossenen Anti-Terror Institutionen (“counterterrorism task force“)  bespitzelt und verfolgt wurde , und zwar landesweit. Hinter der 99%-Bewegung wurden staatlicherseits von Anbeginn an “gewalttätige Tendenzen” vermutet, gewalttätige Tendenzen durch Demonstrationszüge in einem Land, das sich ansonsten an permanenten Waffeneinsatz so gewöhnt hat, wie wir uns hier an tägliche Fußballübertragungen.

Die Befürchtung der politischen Gefahren durch Pappschilder und geballte Fäuste gab den staatlichen Instanzen offensichtlich genug Rechtfertigung für großflächige Überwachungen auch ausserhalb von NewYork. In den USA gewann die Occupy-Bewegung anders als in Deutschland weite Verbreitung, Tiefe und Durchhaltevermögen an hunderten Orten quer über den Kontinent. Genau in solchem Widerhall sah das FBI genug Überwachungsgründe, denn die Selbstverstärkung der Bewegung könnte schließlich in eine explosive Mischung der Stimmung gegen die Regierung umschlagen. Nun, wen würde es wundern?

Zudem kamen gleichzeitig, wie das Portal telepolis unter Berufung auf Aktivisten in den USA  berichtet, landesweit enge Kontakte zur Überwachung zwischen dem FBI, Firmen und Universitäten ans Licht. Das verwunderte viele nicht wirklich, denn bereits vor einem Jahr war während der Besetzung des Zuccotti-Parks in New York bekannt geworden, dass die Polizeibehörden zusammen mit den Finanzinstitutionen (!) ein Überwachungszentrum betreiben, um einen ungestörten Betrieb der Wall Street zu garantieren.

Jetzt fragen wir uns, was das bezogen auf deutsche Verhältnisse heißen kann. Vielleicht sind wir der Meinung,  dass wegen der 2, 3 gemütlichen Demontrationen Ende 2011 in Frankfurt City kaum jemand solchen Aufwand machen würde: Ruhige Strassen, brave Leut und liebe Medien allerorts. Lohnt sich also gar nicht. Das stimmt zwar im Groben, vergisst aber den Mai 2012 in Frankfurt und den Umstand, dass polizeiliches Dauerfilmen und Massenverhaftungen in Deutsschland  selbst während ruhigen Zeiten inzwischen so gewöhnlich geworden sind, dass sich kaum jemand darum schert.

Besonders scheren sich darum keine “Qualitätsmedien”, die zwar aufgeregt in den Weltnews vermelden, wenn in einer Moskauer Strasse 4 Aktivisten festgenommen wurden, aber Tausende Verhaftete in RheinMain und der Ausnahmezustand für eine ganze Stadt nur wenig Aufmerksamkeit bei ihnen finden. Ebenso wie die Farbe von Wichtelmännern oder die Geschichte von Weihnachtsfrauen stundenlang in Talkshows durchgekaut werden, während, um nur ein Beispiel zu geben, für substantielle Recherchen und Diskurse rund um die rechtsradikalen Mobilisierungen und Gewaltserien kein Platz gefunden werden kann – immer noch nicht. Ruhe als erste Bürgerpflicht wird inzwischen noch weitergreifender als zu Bismarks Zeiten verstanden.

Bei solch handzahmer, staatsgläubiger “bürgerlicher Öffentlichkeit” stellt sich gerade für Frankfurt vor und nach Blockupy die Frage, welche illegalen oder halblegalen Maßnahmen und Verstrickungen  zwischen polizeilichen Exekutivorganen, verschiedenen staatlichen Institutionen von Gerichten bis Universitäten, sowie privaten Firmen und “Sicherheits”-Einrichtungen bisher vorkamen. Müssen protestierende Bankbeschäftigte etwa damit rechnen, dass Polizeibehörden die Daten an Banken weiter geben?  Gibt es etwa eine Art “Überwachungszentrale” von Privatfirmen und Polizeiinstanzen, welche die Frankfurter City zum Schutze der Kapitalinstitutionen und ihres ganzen Dienstleistungsmilieus überwacht?

Und es sollte die weitere Frage an Römer wie an Wiesbaden folgen, was mit den Filmaufnahmen, Personendaten und Webrecherchen rund um Blockupy geschehen ist, und was die Regierungen beabsichtigen im Jahr 2013 damit weiter anzustellen? Gibt es bereits einen Katalog für “Occupy-Sympathisanten”, der bei Bedarf zu – mehr oder weniger beliebigen – Zwangsmaßnahmen herangezogen wird?

Welche Maßnahmen unternimmt die Stadt oder die Römerparteien, dass das Recht auf öffentliche Meinungsäusserungen in ihren Strassen nicht noch unwahrscheinlicher wird als beispielsweise in Peking? Und was unternehmen Journalisten dafür, dass solche Umstände nicht weiter als “normale Verhältnisse” begriffen werden?

Wir sollten uns nicht daran gewöhnen, dass tagelanges Veranstaltungsverbot für Zehntausende in einer deutschen Großstadt als administrative Ordnungsmaßnahme im “russian style” dekretiert wird!

Vermutlich ist dieser mögliche Sumpf  hessischer, frankfurter Verstrickungen auch ein Thema, dem sich Sympathisanten von Blockupy kontinuierlich widmen sollten. Aber eben nicht nur diese.

 


Weltmärkte: Läuft doch wie geschmiert

Zu Weihnachten und seinen üblichen öffentlichen Salbungen scheint es mir angebracht, die Zeitläufte in Erinnerung zu halten, mit denen vieles hier vor Ort bezahlt wird. Wir sollten ein wenig erkunden wie sich das profitierende Publikum zu einigen Umständen dessen genau verhält. Es kommt nämlich recht häufig vor, dass Steuerfreiheit und extravagantes Leben im eigenen Lande [...]

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Ladenhüter

Der Ladenhüter, den ich meine, ist das Buch “Jakob von Gunten“, ein Tagebuchroman von Robert Walser. Zuweilen hat man mit diesem Buch Schüler genervt und ich glaube, die Lehrer gleich mit. Walser war von Anfang an bis heute ein verkannter Autor und noch immer ist nicht sein ganzes Werk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Ich glaube, [...]

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„Diese Stadt haben wir satt. Wie sie ist, ist sie Mist“ – Ein Rückblick zum Global City-­Aufstieg Frankfurts

(Populäre Frankfurter Protestparole aus den frühen 1970er Jahren)

Von Klaus Ronneberger

Weltstadtpolitik
Die Ursprünge der gegenwärtigen ökonomischen Strukturen Frankfurts lassen sich auf die jahrhundertealte Tradition der Stadt sowohl als Handels- und Messestandort als auch als Banken- und Börsenplatz zurückführen. Doch mit der Reichsgründung 1871 und dem Aufstieg Berlins zum zentralen Banken- und Börsenplatz verlor Frankfurt zunehmend seine Bedeutung als internationaler Finanzstandort.
Nach dem Ersten Weltkrieg versuchte der umtriebige Oberbürgermeister Landmann mit einer aktiven Wirtschafts- und Industriepolitik einen weiteren Niedergang der Stadt zu verhindern. Dem diente u.a. der Ausbau des Festhallengeländes zur sog. Messestadt. Mit der Entscheidung, einen dauerhaften Standort außerhalb der Altstadt zu errichten, wurden die Voraussetzungen für eine moderne Messeökonomie geschaffen. Zudem gelang es der städtischen Administration, dass sich in Frankfurt die Hauptverwaltung des IG-Farbenkonzerns ansiedelte.
Mit der Vereinigung der Farbwerke Hoechst und BASF zur „Industriegesellschaft Farben“ im Jahre 1925 entstand einer der bedeutendsten europäischen Industriekonglomerate. Durch die Errichtung des damals größten Verwaltungsgebäudes in Europa, des sog. IG-Farben-Hauses im Frankfurter Westend, demonstrierte der Chemiegigant ökonomische „Weltgeltung“ und seinen Machtanspruch. Darüber hinaus verfolgte die städtische Administration zur Absicherung der lokalen Industriepolitik – flankiert von ambitionierten Siedlungsbauprojekten (dafür steht das „Neue Frankfurt) – eine expansive Territorialpolitik. 1928 wurden Produktionsstandorte wie die Casella-Werke im Osten und die Farbwerke Hoechst im Westen eingemeindet (Ronneberger, Keil 1995).

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Pracht für alle: Freiheit für das Palmengarten Gesellschaftshaus!

Gemeinsamer Aufruf der „Frankfurter Gemeinen Zeitung“ und des Netzwerkes „Wem gehört die Stadt

Jahre hat der Umbau gedauert, 40 Millionen Euro städtischer Gelder verschlungen: jetzt ist es fertig, das neue Palmengarten Gesellschaftshaus, das „Haus für alle Frankfurter“ (Ex-OB Petra Roth), das „Geschenk an die Bürger der Stadt“ (Bürgermeister Olaf Cunitz, Grüne, der den Bau offenbar dankenswerterweise aus eigener Tasche finanziert hat), „ein offener Ort für jeden Verein, jede Firma und jede Familie. Und für jeden bezahlbar.“ (Betreiber Johnny Klinke)
Wirklich? Die Speisekarte allein schon erweist sich als ein Dokument des Bizarren mit brutalstmöglichen Preisen: Kichererbsensuppe für 25 Euro, als Zwischengericht eine „Neuinterpretation von Froschschenkel“ für 35 Euro, im Hauptgang: „Lammrücken“ für 52 Euro usw. Ob wohl während des Essens Peter Sloterdijk an den Tisch tritt, um den Froschschenkel „neu zu interpretieren“? Ach, es ist bloß der Johnny Klinke…
Palmengarten-Direktor Matthias Jenny kommentierte diese Preispolitik so: es sollen dort „auch“ Räume angeboten werden für Leute, „die ganz viel Geld für ein Essen ausgeben wollen.“ Und in der Tat IST das ein Problem, das allen Frankfurtern auf den Nägeln brennt: die Limousinen, die durch die Stadt streifen auf der Suche nach einem ihrem enormen Geldbeutel adäquaten Raum zum Essen. Trotz leerer Kassen der Stadt, trotz steigender Mieten, steigender Museums-, RMV-, Zoo-, Kita -, Kultur- oder Schwimmbadpreisen : Die Stadt kann diese Leute nicht draußen vor der goldenen Restauranttür verhungern lassen!
Inzwischen kennen wir auch die Preise für die Anmietung der Räume im neuen „Haus für alle Frankfurter“: 6000 Euro für EINEN Abend reine Miete. Da ist noch kein Mineralwasser drin.

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Blockupy Frankfurt 2013: Erneute Aktionstage am 31. Mai und 1. Juni

Blockupy Frankfurt kommt wieder: Am 31. Mai und 1. Juni 2013 wird das Bündnis den europäischen Protest gegen die autoritär  durchgesetzte Verarmungspolitik in der EU erneut auf die Straßen der Bankenstadt tragen – mit Aktionen zivilen Ungehorsams am Freitag und einer großen Demonstration am Samstag sowie anderen vielfältigen Protesten unter einem Dach. Das haben 120 [...]

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Veranstaltung: Über “Boats4People” zu “Watch the Med”

Euro-afrikanische Initiativen gegen das tödliche EU-Grenzregime im Mittelmeer Informations- und Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 18. Dezember 2012 in Frankfurt 19.00 Uhr im Studierendenhaus Bockenheim, Cafe-KOZ Mit Charles Heller (Genf) und Lorenzo Pezzani (London) vom Projekt “Forensische Ozeanographie” an der Goldsmith University Am 18.12.1990 wurde die Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Migranten und ihrer Familienangehörigen [...]

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Frankfurter Häuptlinge – eine kleine und notwendige Nachbetrachtung

Auf die aktuelle Situation zu reagieren, führt manchmal dazu, kleine Nebenstränge in der Hektik zu übersehen, obgleich sie doch ein bezeichnendes Licht auf die Situation zu werfen in der Lage sind. So auch hier. Doch sei dies an dieser Stelle sogleich nachgeliefert. Wenn die Geschichte mit dem Palmengarten nicht so traurig wäre, sieht man sich [...]

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Petition: Stoppt Racial Profiling!

Racial Profiling ermöglicht der Polizei, Menschen nur aufgrund von Äußerlichkeiten wie der Hautfarbe zu kontrollieren und gegebenenfalls auch zu durchsuchen und abzuführen. Seit dem 20. November ist es für vier Wochen möglich, unsere Petition gegen die diskriminierende Behandlung durch die Bundespolizei zu unterschreiben. Wenn wir die Grenze von 50.000 Unterschriften erreichen, können wir unser Anliegen [...]

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Frankfurter Häuptlinge 2 – gesellschaftliche Avantgarde


Foto: ambition.
Wir hatten anlässlich der unerheblichen Einlassungen eines ehemaligen Frankfurter Häuptlings einige Gedanken und Bemerkungen zu dem Feld der Avantgarde in diesen Zeiten angestellt und den politischen Teil ins Visier genommen. Aus aktuellem Anlass wenden wir uns nun dem gesellschaftlichen Aspekt dieses Feldes zu.

Aus revolutionären Lehrlingen werden die Haushofmeister des mondänen Bürgertums
Herumgekommen ist Er, dass muss neidlos anerkannt werden: von der Kommune in Heddernheim, über diverse WGs, das Kollektiv des Strandcafé, dann Würstchenverkäufer in Berlin und pünktlich zu den Fleischtöpfen in Frankfurt, genannt „Hessenknete“, gespeist aus der Regierungsbeteiligung des J.F. Mitsamt grüner Entourage.
Jetzt endlich an der Spitze und Inhaber Frankfurts exquisiter „Gut Stubb“, dem Gesellschaftshaus des Palmengartens. Seit der Hessenknete sind die Quellen nicht mehr versiegt, Frankfurts Kämmerer rücken die Kohle heraus, wenn Er löckt.
Zweifellos: es ist etwas geworden aus dem Bub, hatte die Familie doch schon jede Hoffnung auf eine glückliche Wende aufgegeben, unangefochten steht er an der Spitze der Frankfurter Sponti-Gourmet-Front; aus der einst schmachtenden und stets von Nicht-Erfüllung bedrohten Liebe ist eine veritable Ehe geworden. Immer Glanz und Glitter des Schumann-Theaters am Hauptbahnhof im Kopf, jener Attraktion mit morbidem Charme der Zwanziger des letzten Jahrhunderts, voller Sehnsucht nach dieser ungezwungen weltstädtischen Atmosphäre. Nun ist Er im Rampenlicht, nicht unbedingt eine Rampensau, aber doch der nicht zu umgehende Spiritus Rector der Stadt, Haushofmeister der feinen Gesellschaft, die sich an seinen Plätzen sicher weiss, was Er durch eine geschickte Preispolitik zu erzielen weiss. (Laut FR ist die billigste Vorspeise auf der Speisekarte: “Bretonische Sardine an Bourride auf Bouillabaisse-Schaum” für 32 Euro).

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Die Planierung der Länder – auf dem Weg nach Indien

Sechzig Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung wird Indien wieder einmal zum Ausverkauf angeboten. Kritische Stimmen hier vergleichen die neoliberal fundierte Öffnung des Landes durch die Congress-Partei denn auch mit dem Aussaugen des Subkontinents durch die Ostindien-Company einst. Und die nun kommende Invasion des transnationalen Kapitals verspricht auch fette Beute, denn es geht um den Einzelhandel und das Versicherungswesen.Dazu muss man wissen, dass beide Sphären die Existenzgrundlage für einige hundert Millionen indische Haushalte bilden. Dementsprechend gross die Aufregung und die Drohgebärden vor der entscheidenden Abstimmung im Parlament. Doch wir sind in Indien und die bis auf die Knochen korrupte Vorsitzende der Partei der Kastenlosen ist auch rechtzeitig umgekippt, da die Umsetzung der Massnahmen weitgehend Sache der einzelnen Länder ist. Hier macht sich denn auch Goldgräberstimmung breit. Das Ergebnis war denkbar knapp und die Initiative zum Ausräumen des Landes wäre wohl gescheitert, wären die Parteien der kleinen Leute nicht rechtzeitig ins andere Lager gelaufen, im Namen der kleinen Leute.

Das Eindringen des grossen Geldes (WalMart, Tesco) trifft die kleinen und mittleren Händler genau so wie die kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe, die dem kommenden Druck kaum standhalten können. Hier kann man nur hoffen, dass die Aktionen von vor vier Jahren wiederholt werden und immer kurz vor Eröffnung die neuen Läden warm renoviert werden. Damals sehr erfolgreich und von der Bevölkerung durchaus begrüsst.
Indien ist ein Land mit hoher Sparquote und das Geld war überwiegend beim staatlichen Versicherungskonzern gebunkert, was diesen liquide hielt. Schon die erst Novellierung der Gesetze über Beteiligungen in diesem Sektor führte zu einer erheblichen Verminderung der verfügbaren Gelder, was sich in rasender Fahrt fortsetzen dürfte, haben Gangs wie Allianz hier erstmal Fuss gefasst.

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MMK Talks: Slominski schweigt.

(…)

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“Gewonnen haben wieder die, die immer gewinnen”

Beginn der »Pressemitteilung« des Arbeitskreises Christy Schwundeck zum Beschluss des OLG vom 19.11.2012: “Gewonnen haben wieder die, die immer gewinnen.” So kommentierte Peter Schwundeck die Nachricht vom Oberlandesgericht Frankfurt, die ihn am 23.11.2012 erreichte: Es wird kein öffentliches Gerichtsverfahren geben, in dem die Umstände des Todes seiner Frau Christy aufgeklärt werden können. Nachdem die Deutsch-Nigerianerin [...]

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Parteitag in Hannover zu Ende: alles mittig

Der Parteitag von SPD, CDU, GRÜNE in Hannover ist vorbei, mit ehrlichen Glückwünschen an die Kandidaten, die sich doch so persönlich, so herzlich zu allen gaben. In der Heimat von Maschmeyer zeigte sich das ganze innovative Potential unserer Demokratie, von Rot-Grün, über Schwarz-Grün bis zu Schwarz-Rot. Einigkeit gilt auch in der Krise: Auf der Linie [...]

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Vorbild Italien: Bitte mehr Finanzmärkte!

Klingt wie aus dem Strategielehrbuch: eine “international angesehene Technokratenregierung” in Italien wird durch eine Ankündigung eines Milliardärs zum Rücktritt gezwungen, der in Deutschland und anderswo als “Lord Voldemort der europäischen Politik” gilt. Also: gebt ein Zeichen gegen die vielen Lord Voldemorts in Europa und dem Rest der Welt. Eigentlich passt dieser Miiliardär von Rechtsaussen doch [...]

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Niemals aufgeben…

“Ende, es ist zu Ende, es geht zu Ende, es geht vielleicht zu Ende. Ein Körnchen kommt zum anderen, eins nach dem anderen. Und eines Tages, plötzlich, ist es ein Haufen, ein kleiner Haufen, der unmögliche Haufen.” (Samuel Beckett) Es sind die kleinen Dinge, die das Leben schrittweise unerträglich machen. Die Veränderungen gehen aber so [...]

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Are all cops bastards?

Es gibt nur wenige Dinge, die heimtückischer und schädlicher sein können, als ein Vorurteil. Vorurteile haben nämlich die Angewohnheit sich zu verselbständigen und sich dann sogar in gewisser Weise selbst zu bestätigen.

Wenn ein großer Teil unserer Gesellschaft pauschal allen Muslimen vorwirft, aggressive Terroristen zu sein und Muslime dann dementsprechend behandelt, führt dies fast zwangsläufig dazu, dass unter Muslimen Aggressionen entstehen, welche sich dann auch in Gewaltakten entladen.

Die meisten Aktiven der linken Szene sind sich dieses Zusammenhangs durchaus bewusst und versuchen deshalb ihre Kommunikation und ihr Handeln möglichst vorurteilsfrei zu gestalten, manchmal sogar bis zu einem Maße der Überreiztheit, dass die eigene Vorurteilsfreiheit selbst zu einem Vorurteil wird.

Doch auch die linke Szene pflegt ihre eigenen Vorurteile und wie alle Vorurteile, sind diese in erster Linie negativ zu bewerten.
Ein besonders augenfälliges Beispiel hierfür ist der Umgang mit der Polizei.

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Ein Rätsel: Was bin ich?

Auf Parties bist Du mit mir der Star. Wenn Du mich hast, hast Du Reputation.
Yuppies und Hipster lieben mich. Wenn sie mich bezahlen können.
Jeder der mich verkauft, schwört auf meine Qualität. Dabei bin ich doch überraschend kurzlebig.
Du willst nicht wirklich wissen, wo ich herkomme!
Ich mache Leute abhängig.
Dabei verderbe ich den Charakter.
Es gibt andere Produkte, die sind genauso schnell. Und sie sind billiger. Doch sie haben nicht meinen Ruf.
Ich bin überteuert. Das ist Teil von meinem Image.

Mit einem Wort: Was bin ich?

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Der Nikolaus hilft einem betrügerischen Christen

Wir sind ja keine der Tagesaktualität sklavisch dienende Website, aber auch wir kommen nicht drum rum: Heute ist (immer noch) Nikolaus. Tja…Hinter dem heiligen Nikolaus verbirgt sich übrigens eine reale Gestalt: Nikolaus von Myra, geboren irgendwann zwischen 270 und 286 in Patara, gestorben am 6. Dezember 326 oder 345 oder 351 oder 365. Spätestens 365 war er dann aber endgültig tot. Im Gegensatz zu den heutigen Nikoläusen war er kein Student, sondern wurde schon mit 19 zum Priester geweiht, später Abt eines Klosters. Zu ihm gibt es eine nahezu unbekannte Legende, in der er einen betrügerischen Christen wieder zum Leben erweckt. “Ein Christ leiht bei einem Juden Geld und verspricht, es rechtzeitig zurückzuzahlen. Dieser Zahlungsverpflichtung kommt er allerdings nicht nach, und die beiden landen vor Gericht. Um einen Meineid zu umgehen, lässt sich der Christ einen Trick einfallen: Er füllt das geliehene Geld in einen hohlen Stock. Während des Schwurs bittet er den Juden, den Stock so lange zu halten. Er schwört daraufhin, dass er das Geld bereits zurückgegeben habe. Der Jude gibt den Stab zurück und bleibt geprellt. Als die beiden nach Hause gehen, wird der Christ von einem vorbeifahrenden Wagen überfahren und stirbt. Bei dem Unfall zerbricht der Stock, und der Jude erkennt die Arglist. Die umstehenden Leute fordern den Juden auf, sich nun das Geld zu nehmen, da der Christ seine gerechte Strafe erhalten habe. Voll Mitleid entgegnet der Jude, dass er das Geld nur nehmen werde, wenn der heilige Nikolaus den Christen wieder zum Leben erwecke. Tatsächlich steht daraufhin der meineidige Christ wieder lebendig auf, und der Jude lässt sich taufen.” ( aus wikipedia zu Nikolaus von Myra)
Es ist bedauerlich, dass grade diese Legende so selten in der Kirche verlesen wird im Gegensatz zu vielen anderen um den heiligen Nikolaus, zeigt sie doch, dass der Nikolaus auch gerne den betrügerischen Christen zur Seite steht.

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Zwangsräumung? Verhindert! Ein Geschichte über Verdrängung und Widerstand

Ein Vorbild für die Zukunft in Frankfurt? Am 22. Oktober wurde in Berlin-Kreuzberg die Zwangsräumung einer Familie verhindert. Etwa 150 Personen solidarisierten sich mit der bedrohten Familie. Durch Sitzblockaden wurde der Gerichtsvollzieherin der Zutritt zur Wohnung verwehrt. Die Räumung wurde abgesagt und vorerst verhindert.   Eine Geschichte wie sie überall in Deutschland spielen könnte: Ein [...]

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“Schulden” und “Privatisierung”: zwei Schlagwörter zum Reibachmachen

Unter dem Titel “Staatsschuldenkrise” peitschen unsere Qualitätsmedien die herrschenden Finanzstrategien mit den immer gleichen “Experten” durch unsere betäubte Öffentlichkeit. Obwohl von Kommunen bis ganzen Nationalstaaten in den letzten 30 Jahren “Sparen” und “Privatisierung” weltweit zu meist katastophalen Resultaten für die Allgemeinheit führten, gibt eine kleine, neoliberale Elite weiterhin diese Route vor.

Aus der Perspektive des erfahrenen Frankfurter Finanzbeobachters gibt es nichts Neues in Europa und dem Rest der Welt: die Krise des privaten Reichtums, respektive der öffentlichen Armut, der Schulden der Armen an die Reichen soll durch Privatisierung des “Tafelsilbers” der Vielen in den Griff kommen. Haut ihn raus, den öffentlichen Besitz. Gerade die Krise dient dabei als Vehikel, bei der Öffentlichkeit den billigen Rost zu belassen und den zahlungskräftigen Privaten das Gold und Silber zu übereignen. Noch mehr Plus hier, noch mehr Miese dort.

Das klappt am besten auf dem Wege großer Drohungen, wenn angeblich Massenentlastungen und Existenznot für viele vor der Tür stehen: “Privatisierung” bringt dann nicht nur Geld in die leeren Kassen, wenigstens ein kleines bißchen, sondern fördert auch sonst alles Mögliche. Wie bei der rot-grünen Privatisierung der Rentenversicherung zeigt sich aber recht schnell, dass Privatisierung meistens nur Boni fördert.

Rohstoffe aus Griechenland: richtiger Reibach

Ein besonders übles Beipiel von Kasse-Machen bieten die Privatisierungsempfehlungen an das krankgesparte Griechenland.
Hier die geraffte Geschichte, gefolgt von einer Videodokumentation zur Privatisierung (“Catastroika”):

CATASTROIKA – Multilingual von infowar

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Frankfurt Action Day – am Samstag, 8.12.

Am Samstag den 8. Dezember ist in Frankfurt am Main der Wir nehmen uns was wir brauchen Aktionstag Los gehts !pünktlich! um 12 im selbstverwalteten zentrum im klapperfeld – doors open ab 11 uhr Programm 1) 12:00 Stadtspaziergang “Wir schaffen 1,2, 100 autonome Zentren” Klapperfeld (Klapperfeldstr.5) 2) 12:00-16:00 Infostand Hauptwache/Roßmarkt 3) 13:30 “Küche für alle” [...]

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Kundgebung: Skandalöser Mietwucher – Frankfurt bricht alle Rekorde

Kundgebung am Dienstag, 11.12.12, 17:00-19:00, Konstablerwache

- Zweithöchste Mieten in Deutschland- 10,- € Kaltmiete pro Quadratmeter

- Niedrige Löhne – durchschnittliches verfügbares Einkommen bei 1612,- € im Monat

- Mehr Einwohner – zu wenig preisgünstige Wohnungen -700.000 Einwohner, aber kaum neue günstige Wohnungen

- Zu wenige Sozialwohnungen für 5,- € pro Quadratmeter – Bedarf liegt b ei 125.000, verfügbar sind noch 30.000!

- Die städtische ABG-Holding will teure statt günstige Wohnungen – Neubauwohnungen mit 11,50 € pro Quadratmeter und höher

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Universitas-eine unfreiwillig geheime Veranstaltung als Prolog zum Kulturcampus


Großes war geplant für den vergangenen Freitag im Studierendenhaus: „Universitas“, ein wissenschaftlich-theatralischer Crossover mit mehr als 30 Mitwirkenden, der gleichzeitig ein Beispiel abgeben sollte, so der Ankündigungstext „für die künstlerischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten eines Kulturcampus“. EINES Kulturcampus? Nein, DES Kulturcampus, um dessen Realisierung zwischen Universitätsleitung, der städtischen Wohnbaugesellschaft ABG, der Stadtregierung, dem ASTA und verschiedenen Initiativen in Bockenheim seit Jahren gerungen wird. Die Initiativen und der ASTA haben alles daran gesetzt, mittels des Kulturcampus zu verhindern, dass ein weiteres Stadtviertel zur Bürohochburg verkommt, und der schwarz-grünen Stadtregierung und der Universität in zähen Verhandlungen einiges an Zugeständnissen abgerungen. Inzwischen nimmt jeder Politiker das Wort „Kulturcampus!“ freudig erregt in den Mund, wenn er auf Empfängen nach dem nächsten Proseccoglas greift. Wie der letztendlich aussehen wird, scheint allerdings nach dem neusten Strukturplan unklarer denn je (siehe unseren Bericht vom 22.11.: Eine einmalige Chance wird vertan.)

Egal, das Kurzkonzept zu Universitas verkündete wohlgemut: „Alle Beteiligten müssen sich auf die fremde Sprache der jeweils Anderen einlassen. Keiner kann in vertrauten Denkgewohnheiten verharren. Das Projekt zeigt, dass das Miteinander verschiedener Institutionen, Künste und Wissenschaften an einem Ort zu einer neuen Sprache führen kann, ohne die eigene zu verleugnen. Die Veranstaltung am 30.11. ist der Prolog zu größeren Aufführungen in den Jahren 2013 und 2014. Die Aufführungen bilden den Fokus für die kontinuierliche Zusammenarbeit der beteiligten Personen und Einrichtungen. Der Prolog am 30.11. ist auch der Auftakt für eine Kooperation der am Kulturcampus Frankfurt beteiligten Institutionen“.

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Stadtleben: beschleunigte Zombifizierung

Neulich erzählte mir ein Bekannter mit guten Verbindungen in die Immobilienbranche über Gepflogenheiten von Kunden im neuen Europaviertel. In der Stadt am Main wird schon länger gemunkelt, dass die Neubauten im Fadenkreuz des Ostens sind und in den Sekretariaten mancher Bauträger öfters chinesisch oder russisch als deutsch und englisch gesprochen wird. Für eine “Alpha-City” wie [...]

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Protest gegen Quartiersgarage an Glauburgschule im Nordend

Trotz zahlreicher Bürgerproteste, hält die Stadtverordnetenversammlung an ihrem Vorhaben fest und will weiterhin eine Quartiersgarage an der Glauburgschule im Frankfurter Nordend  bauen. Die geplante und notwendige KiTa soll auf dieser Tiefgarage entstehen. Das Grünflächenamt plant, unsere Bäume innerhalb der nächsten 6 Wochen zu fällen und ca. 45 oberirdische Parkplätze abzubauen. Das müssen wir verhindern!!!!!! Keine [...]

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Erneut Mieterhöhungen in Bockenheim: offener Brief an den Römer

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Feldmann,
Sehr geehrte Mitglieder des Magistrats,
Sehr geehrte Stadtverordnete!

Gegenwärtig erhalten zahlreiche Mieter der Wohnungsbaugesellschaften ABG Holding und GWH in Bockenheim erneut Ankündigungen von Mieterhöhungen ab dem 1.2.2013. Diese nehmen Bezug auf die Lagenzuschläge des Mietspiegels 2010/2012. Diese Mieterhöhungen sind die zweiten Erhöhungen auf Grund der Lagenzuschläge. Die letzten Mieterhöhungen haben erst Ende des Jahres 2011 stattgefunden.
Die betroffenen Mieter sehen sich existenziell bedroht. Bereits die erste Anwendung der Lagenzuschläge hat viele Mieter an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten gebracht. Bei vielen Menschen ist die Angst entstanden, den Stadtteil Bockenheim verlassen zu müssen.
Die Mieterhöhungen werden gerade in den Wohngebieten unseres Stadtteils ausgesprochen, deren Mietwohnungen aus früheren Sozialwohnungen bestehen und deren Anwohner ohnedies eingeschränkte finanzielle Möglichkeiten haben.

Warum lässt die Stadt Frankfurt das zu?
Die Lagenzuschläge sind auch vom Magistrat selbst als mangelhaft erkannt worden und sollen laut Aussage des Magistrats bei der Neuerstellung des Mietspiegels 2014 grundlegend überarbeitet werden.
Die Koalitionsparteien haben im Mai 2012 festgehalten:
Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass die im Mietspiegel 2010 vorgenommene Differenzierung der Wohnlagen in einigen Bereichen zu grobmaschig ausgefallen ist, und daher alle Anstrengungen unternommen werden müssen, eine differenziertere Bewertung zu erreichen.“
Warum werden dann auch durch die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft ABG Holding sowie andere Wohnungsbaugesellschaften wie die GWH weiter Mieterhöhungen mit dem Hinweis auf die Lagenzuschläge verlangt?

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Bethmannpark: Hundertjährige Buche “prophylaktisch” gefällt

Baumphobie des Frankfurter Grünflächenamtes Im Frankfurter Bethmannpark liegen große Stammstücke herum: Eine hundertjährige Buche wurde am 30. November abgesägt. „Die Erde ist mit einem Pilz befallen“ antwortete  – als erste Version der Geschehnisse - der für den Bethmannpark zuständige Gärtner einem Nachbarn, der die Gründe für das Abholzen wissen will. „Unverschämte Ausrede! Es gibt nämlich keine [...]

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Psyche und Obdachlose

Unlängst habe ich bei einer französischen Obdachlosenorganisation gelesen, dass etwa Eindrittel der Wohnungslosen in Paris psychisch erkrankt seien. Von Depressionen, Psychosen, Paranoia bis hin zur Schizophrenie reicht die Palette. Ich kann mir vorstellen, dass bei Leuten, die auf der Strasse leben, das Risiko einer solchen Krankheit ungewöhnlich hoch sein muss. Ich habe selbst schon oft [...]

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Mailbox

“Der gewünschte Gesprächspartner ist gerade nicht zu erreichen, bitte versuchen sie es später noch einmal.” ~Die unsexy Stimme~   Als Pensionär wäre mir das Grund genug im Funkloch des Sonntagsausflugs meine Taschen zu leeren, den überschwänglichen jungen Damen und Herren, die mich mit Bögen und Äxten bedrohen meinen Respekt zu bekunden und zu beschließen heute [...]

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