Frankfurter Gemeine Zeitung

Frankfurt Action Day – am Samstag, 8.12.

Am Samstag den 8. Dezember ist in Frankfurt am Main der Wir nehmen uns was wir brauchen Aktionstag
Los gehts !pünktlich! um 12 im selbstverwalteten zentrum im klapperfeld – doors open ab 11 uhr
Programmhttp://waswirbrauchen.blogsport.de/images/aktionstage_plakat_ffm_frg.jpg

1) 12:00 Stadtspaziergang “Wir schaffen 1,2, 100 autonome Zentren”
Klapperfeld (Klapperfeldstr.5)

2) 12:00-16:00 Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

3) 13:30 “Küche für alle” am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

4) 14:00 Vortrag “Einführung in die Kapitalismuskritik”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

5) 15:00 Jonglage und Artistik am Infostand
Hauptwache/Roßmarkt

6) 15:30 Politisches Puppentheater am Infostand, dazu heißer Kaffee und Tee von der TuCa-Crew
Hauptwache/Roßmarkt

7) 16:05 Special surprise
“Das IVI geht – der Schwarze Block kommt!”
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

8) 16:30 Reclaim Public Space
“Umsonst und Draußen”-Punkrockshow und Küche für Alle
Ort wird am Infostand bekannt gegeben

9) im Anschluss:
U-Bahn Keyosk: Umtrunk und feiern auf Rädern -featured by the VGF

Aufgrund der akuten aber auch latenten (Räumungs-)Bedrohung selbstverwalteter Zentren hat sich das „Wir nehmen uns was wir brauchen“ Bündnis gegründet. Ziel des Bündnisses ist die Vernetzung von verschiedenen Räumen und Initiativen voranzutreiben, um entschieden den momentanen Entwicklungen entgegen zu treten. Bereits seit einigen Monaten haben wir, Aktivist_innen aus autonomen Zentren, Wagenplätzen, linken Kollektiven und besetzten Häusern im Rhein Main-Gebiet und Baden-Württemberg, uns dafür eingesetzt eine Öffentlichkeit gegen die diversen Bedrohungen zu schaffen. Angesichts der unerträglichen gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse geht es uns einmal mehr darum, Gegenentwürfe zu diesen zu schaffen und zu erhalten. Als Bündnis wollen wir die Notwendigkeit unserer Projekte vermitteln. Mit dem Ziel, unsere Räume zu verteidigen und auszubauen, sind wir mit Infoveranstaltungen, Kunstaktionen und Demonstrationen in verschiedenen Städten und Dörfern aktiv.

Die jüngste Vergangenheit hat gerade auch hier im Rhein-Main Gebiet gezeigt, dass es um selbstorganisierte Räume schlecht bestellt ist. Das selbstverwaltete Kommunikationszentrum Haus Mainusch in Mainz hat zum 9. Dezember die Kündigung des Mietvertrages ausgesprochen bekommen. Das besetzte Institut für vergleichende Irrelevanz in Frankfurt/Main ist akut von Räumung bedroht und läuft Gefahr, ersatzlos dem Erdboden gleich gemacht zu werden – wie die Obere Austraße 7 in Mainz, die im Sommer geräumt wurde. Die „Wir nehmen uns was wir brauchen“-Demonstration vom 13. Oktober in Frankfurt war erst der Startschuss. Wir rufen zu einem stadtweiten Action Day auf, um sich den aktuellen Entwicklungen im städtischen Raum entgegenzustellen und für die Schaffung und Erhaltung selbstorganisierter Räume zu kämpfen.

Deshalb werden wir uns am 8. Dezember die Frankfurter und am 15. Dezember die Freiburger City aneignen. Mit verschiedenen Aktionen werden wir im öffentlichen Raum ein deutlich sichtbares Zeichen für unsere Projekte und Vorstellungen setzen. Wir werden unseren Widerstand gegen die mutwillige Zerstörung unserer Räume ins Herz der Stadt tragen. Kommt alle am 8. Dezember nach Frankfurt! Wir freuen uns über jegliche solidarische Aktionen, die ihr so vielfältig gestalten könnt wie ihr es für sinnvoll erachtet!

Veranstalter: Wir nehmen uns was wir brauchen


Kundgebung: Skandalöser Mietwucher – Frankfurt bricht alle Rekorde

Kundgebung am Dienstag, 11.12.12, 17:00-19:00, Konstablerwache

- Zweithöchste Mieten in Deutschland- 10,- € Kaltmiete pro Quadratmeter

- Niedrige Löhne – durchschnittliches verfügbares Einkommen bei 1612,- € im Monat

- Mehr Einwohner – zu wenig preisgünstige Wohnungen -700.000 Einwohner, aber kaum neue günstige Wohnungen

- Zu wenige Sozialwohnungen für 5,- € pro Quadratmeter – Bedarf liegt b ei 125.000, verfügbar sind noch 30.000!

- Die städtische ABG-Holding will teure statt günstige Wohnungen – Neubauwohnungen mit 11,50 € pro Quadratmeter und höher

Müssen Sie auch immer mehr für die Miete ausgeben? Oder suchen Sie eine Wohnung in Frankfurt und finden keine bezahlbare? Sie sind nicht allein – es sind tausende Menschen davon betroffen. Die Mieten sind auf Rekordniveau und die Nachfrage ist riesig. 10,- € Kaltmiete pro Quadratmeter sind keine Seltenheit und müssen nicht nur für tolle Wohnungen bezahlt werden. Damit liegt Frankfurt hinter München auf Platz 2 der höchsten Mieten in der Bundesrepublik. In den Innenstadt-Vierteln sind die Wohnungen für viele Menschen mittlerweile unbezahlbar – auch wegen des Mietspiegels 2012, der eine drastische Erhöhung der Mieten ermöglicht hat. Immer mehr Menschen werden an den Stadtrand gedrängt.

Die Skyline mag einen glitzernden Eindruck machen, die Einkommenssituation der Frankfurter ist aber alles andere als glitzernd. Mit rund 1612,- € (2011) durchschnittlichem verfügbaren Einkommen pro Monat liegt Frankfurt knapp vor Dortmund und genau im Bundesdurchschnitt. In München, Hamburg und Stuttgart, die ebenfalls mit Wohnungsnot zu kämpfen haben, liegt das verfügbare Einkommen höher. Viele Berufsgruppen – gerade in den Dienstleistungsbranchen – müssen mit niedrigen Löhnen auskommen. Ein bekanntes Beispiel sind Busfahrer in Frankfurt, die Nebenjobs machen müssen, um ihre Familien zu ernähren. Zu den drastisch hohen Mieten kommen deutlich niedrigere Löhne.

Frankfurts Bevölkerung wächst – die 700.000-Grenze wurde soeben geknackt. Es werden immer meh r bezahlbare Wohnungen benötigt, zum Beispiel für Familien, Studenten, Geringverdiner, Senioren. Gebaut werden aber vor allem hochpreisige Wohnungen. Deshalb gibt es eine wichtige Forderung: Mehr Sozialwohnungen für 5,- € pro Quadratmeter! Weil die Einkommen so niedrig sind, haben mehr als 100.000 Haushalte in Frankfurt Anspruch auf eine Sozialwohnung. Die städtische ABG-Holding wurde gegründet, um günstigen Wohnraum zu schaffen. Dieser Verpflichtung muss sie endlich wieder nachkommen. Statt den Abbau von Sozialwohnungen zu betreiben, muss die ABG endlich wesentlich mehr Sozialwohnungen bauen. Geld genug hat sie dafür – aus den Rücklagen der Mieter gebildet.

Eine Sozialwohnung wird mit Fördergeldern der Stadt oder anderer öffentlicher Geldg eber gebaut. In der Zeit, in der die Fördergelder zurückgezahlt werden, unterliegen die Wohnungen einer Preisbindung. Im klassischen sozialen Wohnungsbau liegt die Mietgrenze bei 5,- € Kaltmiete pro Quadratmeter (5,50 € bei Niedrigenergie). Viele Frankfurter Haushalte hätten Anspruch auf eine Sozialwohnung. Nach Berechnungen des Pestel-Instituts sind es 70.000 Haushalte. Bei dieser Berechnung wurden alle Rentner und Transferleistungs-Empfänger (ALG II, Sozialhilfe, etc.) berücksichtigt. Zählt man noch alle Niedriglohn-Verdiener hinzu kommt man auf sage und schreibe 125.000 Haushalte, die Anspruch hätten. Es gibt aber gerade mal noch 30.000 Sozialwohnungen in Frankfurt – Tendenz sinkend.

Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum

Kontakt: preiswerter-wohnraum@gmx.de – 0178 -31 36 016


Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.