Frankfurter Gemeine Zeitung

Wie über unhaltbare Lebensbedingungen von Flüchtlingen Kasse gemacht wird

Weniger Kilomater östlich der Frankfurter Stadtgrenze liegt Maintal. Im dortigen Gewerbegebiet Ost befinden sich in der Otto-Hahn-Straße Nummer 7a und 9 zwei Gebäude, die als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden. in dürftigen bis miserabel Unterkünften leben dort 24 Flüchtlinge, nur wenige Quadratmeter für den/die einzelnen. Die Unterkümfte werden allerdings zum Wucherpreis vermietet: um die 30 Euro pro Quadratmeter werden bezahlt, mehr als in einer Westend Villa.

Der Stadtverordnete der Wahl Alternative Maintal – Soziale Gerechtigkeit (WAM) Klaus Seibert hat diese Häuser auf Einladung von dortigen Bewohnern einmal etwas genauer in Augenschein genommen. Dabei stieß er im Haus Nummer 7a auf schier unzumutbare Zustände. Während das Haus Nummer 9 als einigermaßen wohnlich bezeichnet werden kann, befindet sich das a ndere Gebäude in einem sehr schlechten Zustand. Das Haus soll schon seit einiger Zeit mit Flüchtlingen belegt sein, Ende Februar wurden weitere vom Main-Kinzig-Kreis nach Maintal zugewiesen. Insgesamt leben dort Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen. Die betreffenden Gebäude liegen abseits von sonstiger Wohnbebauung und direkt neben dem Neuen Friedhof hinter der Kompostieranlage Dörnigheim, die bereits bei kühler Temperatur üble Gerüche verbreitet.

Für das Haus Nummer 7a listet Klaus Seibert folgende Mängel auf:

· Das Haus, dessen bewohnter 1. Stock nur durch eine breite hölzerne Außentreppe zu erreichen ist, macht insgesamt einen verwahrlosten Eindruck; bis auf einen relativ neuen Anstrich des Flurs wurde seit längerem nicht renoviert,

· die fünf Zimmer sind sehr klein (6,6 / 9,5 / 9,8 / 9,9 / 12 m²) und jeweils mit 2 Personen belegt, in vier der Zimmer können sich keine zwei Personen gleichzeitig bewegen,

· die Zimmer sind jeweils mit jeweils zwei schmalen Metallspinden für die gesamte Kleidung und persönliche Gegenstände, sowie zwei Betten, einem Tisch und nur einem einzigen Stuhl, sowie einem Kühlschrank bestückt,

· in einem Zimmer ist ein Fens ter defekt und notdürftig mit Klebeband abgedichtet;

· das Bad mit Toilette ist 8 m² groß, an einer Badewannendusche fehlt der Duschkopf, eine Toilettenschüssel ist angeschlagen;

· in der engen Gem einschaftsküche für alle zehn Personen (12,9 m²) befinden sich zwei, allerdings defekte Kühlschränke;

· die Größe des „Gemeinschaftsraums“ beträgt gerade einmal 12,9 m²;

· im Keller von Haus Nr. 9 steht eine Waschmaschine, die einzige für beide Häuser. Diese müssen also alle 24 Personen benutzen. Die Bewohner des Hauses 7a haben keinen eigenen Zugang (Schlüssel) zum Raum, in dem sich die Waschmaschine befindet. Der muss ihn im Haus Nummer 9 ausgeliehen werden;

· der größte „Raum“ (13,7 m²) ist ein enger schlauchartiger Flur, der lediglich als Zugang zu den Zimmern genutzt werden kann.

Im benachbarten Haus Nummer 9, sind in zwei Stockwerken insgesamt vierzehn Personen untergebracht. Dort ist es gegenüber dem Haus Nr. 7a etwas wohnlicher. Die Zimmer sind geräumiger und je nach Größe mit zwei oder drei Personen belegt. Im Gegensatz zur Nr. 7a, wo alles schäbig, eng und ungemütlich wirkt, sind die Räumlichkeiten dort zumindest als vorübergehende Unterkunft akzeptabel. Den Bescheiden des Kreissozialamts sowie der Meldebescheinigungen ist zu entnehmen, dass die Bewohner von Haus Nr. 7a dem Haus Nr. 9 zugewiesen, stattdessen aber in Haus Nummer 7a einquartiert wurden. „Man kann das durchaus als Willkür an wehrlosen Menschen werten“, so Klaus Seibert.

Absolut unakzeptabel sind auch die Kosten für die Unterkunft. Pro Platz werden vom Sozialamt des Main-Kinzig-Kreises 310 Euro an den Eigentümer überwiesen. Das sind pro Monat 7.440 oder fast 90.000 Euro in einem Jahr, also ein mehr als lukratives Geschäft. Bedenkt man die geringe Größe der Zimmer und in Haus Nummer 7 die miserablen Zustände, so ist diese horrende Summe nur als unverschämt zu bezeichnen. Wieso der Kreis so verschwenderisch mit Steuergeldern umgeht, ist ein zusätzlicher Aspekt, der für Klaus Seibert auf vollkommenes Unverständnis stößt. Eigentümer der Anwesen ist der Vereinsring Dörnigheim, der auf seiner Internetseite das marode Gebäude in der Otto-Hahn-Straße 7a als – „momentan vollbelegtes“ – Gästehaus ausweist.

 http://www.verein sring-doernigheim.de/Gaestehaus/Gasthaus.php


4 Kommentare zu “Wie über unhaltbare Lebensbedingungen von Flüchtlingen Kasse gemacht wird”

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