Frankfurter Gemeine Zeitung

Pressemitteilung des Institut für vergleichende Irrelevanz vom 22.04.2013

Institutsmitarbeiter_innen verurteilen die polizeiliche Räumung aufs Schärfste!

Am frühen morgen des heutigen Montag, gegen 07.30, begann die Räumung des besetzten Institut für vergleichende Irrelevanz. Mit einem Polizeigroßaufgebot wurde die gesamte Senckenberganlage zwischen Bockenheimer Landstraße und Messekreisel abgesperrt, Absperrgitter weitläufig um das Haus im Kettenhofweg 130 gezogen und die ca. 300 Sympathisierenden mit dem Projekt nach und nach vom Gebäude weg gedrängt.

Die Aktivist_innen hatten bereits Hinweise auf eine heutige Räumung erhalten, um 04.30 morgens versammelten sie sich am IvI, errichteten Barrikaden auf dem Kettenhofweg und der Senckenberganlage und setzten und stellten sich in den Hof und vor den Eingang des IvI, um das Haus zu blockieren. Auch im Haus verblieben einige Aktivist_innen, um das Gebäude passiv zu verteidigen. Bei der Räumung der friedlich auf dem Gelände sitzenden Leute, kam es vereinzelt zu Gewaltausbrüchen von Seiten der Polizei, 3 Verletzte durch brutale Polizisten gab es unter den IvI Unterstützer_innen. Zudem wurde die Räumung von dem Franconofurt Vorsitzenden Christian Wolf beobachtet, der die vor dem Haus Protestierenden gegen ihren Willen abfilmte.

„Das Polizeiaufgebot und das martialische Auftreten der Staatsgewalt ist vollkommen unverhältnismäßig. Dass unsere Arbeit in der Art von der Polizei und Franconofurt kriminalisiert wird, macht uns einfach nur wütend. Für das IvI hätte es eine politische Lösung geben müssen und keine polizeiliche.“, sagt Sarah Schneider. „Von den Kosten, die dieser Polizeieinsatz verursacht, hätten mindestens 2 Jahre die Miete und die Arbeit des Institutes in einem Ersatzobjekt finanziert werden können.“ so Schneider weiter.

Sich von dieser Räumung demotivieren lassen wird sich hier wohl niemand. Die ganze Woche über wird es Aktionen für den Erhalt des unkommerziellen Kultur- und Bildungsprojektes geben. Morgen, am Dienstag, den 23.04.2013, um 18 Uhr wird am Kaisersack die X+1 Demonstration starten, für die das IvI schon seit Monaten wirbt. Am Donnerstag sind parallel zur Stadtverordnetenversammlung, auf der ein Antrag zur Unterstützung des IvI von Piraten, Linken und SPD Fraktion verhandelt werden soll, Aktionen in der Innenstadt geplant.

„Wir werden nicht aufgeben,“ sagt Oliver Sonnenschein, „auch wenn bisher wenig Unterstützung von Seiten der Politik kommt und die Polizei hart gegen neue Besetzungen vorgeht, werden wir nicht aufhören für selbstorganisierte Räume zu kämpfen. Ein Ort wie das IvI ist und bleibt notwendig in dieser Stadt und wir werden so lange weiter besetzen bis wir ein adäquates Ersatzobjekt haben.“


9 Kommentare zu “Pressemitteilung des Institut für vergleichende Irrelevanz vom 22.04.2013”

  1. Sandra

    Oh je, das war aber sehr unsensibel von der Polizei sooo früh dort aufzukreuzen.
    Wo doch davon auszugehen ist, das die allermeisten der “Bewohner” noch nie in ihrem Leben so früh aufgestanden sind (geschweige denn einer so subversiven Sache wie -Arbeit- nachzugehen).

    Haben Sie für Ihre Aussage (Kosten Polizeieinsatz…2 Jahre Miete) Belege, oder haben Sie das einfach mal so linkspopulistisch rausgehauen.
    Erinnert halt irgendwie an rechtspopulistische Aussagen (sozialschmarotzende Türken kosten uns….)

    Tja und zu guter letzt:
    Auch wenn Sie mit der Verfassung wohl nicht so viel am Hut haben, es gibt bei uns ein verfassungsrechtlich verankertes Recht auf Eigentum….deshalb war die Räumung eigentlich 10 Jahre überfallig.

    Wenn ich euch “Autonomen” eure geliebten Sonnebrillen zerstöre oder wegnehme seit ihr auch sauer. Deshalb kann man euch zurecht als schlimme Heuchler bezeichnen.

    Noch ein Tip: den Begriff “Aktivisti_innen” solltet ihr nicht mehr verwenden…weil der wird in der normalen Welt nur noch als linke Gewalttäter übersetzt/verstanden

    Viele Grüße
    Sandra -eine besorgte, aber wohlwollende Bürgerin-

  2. Moller

    @ Sandra (zuhause in der PI-ssrinne)

    <

  3. Moller

    @ Sandra (zuhause in der PI-ssrinne) – die Zweite:

    Schade, dass der Stickfisch nicht abgebildet wurde. Sandra, denk dir einfach eine grobe Beleidigung…

  4. Sandra

    @ Moller

    Da hat die Wahrheit wohl so richtig gesessen, cool ;-)

  5. Moller

    @ Sandra

    Es war die “Wahrheit” aus der PI-ssrinne…

  6. Trickster

    Sandra: Meine Güte, da wird ja nichts ausgelassen. Die Aggressivität ist sichtbar, dieser Wunsch, da muss reingehauen werden. Da wird eine Verfassung bemüht, die man nur as Funktionalisierung zu begreifen bereit ist, versetzt mit Schlagworten, die nur mühsam kaschieren, wes Geistes Kind hier redet. Schön auch die Camouflage am Schluss, die besorgte, ABER wohlwollende Bürgerin.
    Um was besorgt ist klar, das Wohlwolen gilt der autoritären Handlung und dem Eigentum, deshalb stimmt auch die Zuordnung Bürgerin.
    Arbeit als Subversion gefällt mir auch. Bin schon gespannt auf die nächste Schlagwort-Kombination.

  7. Mimi

    Sandra,

    wer für das Recht auf Eigentum eintritt, tritt auch dafür ein,
    dass Menschen tagein tagaus mitten in der Nacht aufstehen,
    um einer immer schlechter bezahlter Arbeit nachzugehen
    (Arbeit statt Lohn), mit Aussicht auf eine HartzIV-Niveau-Rente.
    Sie sind der Garant für hohe Rendite.

    Menschen anzugreifen, die sich verweigern, hat lange Tradition, ist nach wie vor einfach falsch!

    “Unsichtbar macht sich die Dummheit, indem sie Riesenausmasse annimmt” B. Brecht

  8. Sandra

    Gleich einen Tag später haben die “Bewohner” eindruckvoll bewiesen, das die von mir angesprochene Übersetzung “Aktivisti_innen = linke Gewalttäter” richtig ist.

    Aber sicher werden die “Bewohner” jede Gewaltausübung (die sogar die linksgerichtete FR einräumt) wieder bestreiten.

    Frei nach dem (abgewandelten Motto):
    Die Leute im IvI bestreiten alles, nur nicht ihren eigenen Lebensunterhalt

    Lustig wie mittlerweile sogar die BILD sich in weichgespülter Berichterstattung übt …und die Bilder aus dem verdreckten IVI als “buntes Chaos” beschreibt.

    Auch dazu gebe ich gerne kund wie normale Bürger dieses “bunte Chaos” beschreiben würden, nämlich: Dreckstall verursacht von arbeitsscheuen Dreckschweinen.

    Na ja, ich lass es jetzt mal gut sein.

    Viele Grüße
    Sandra -eine besorgte, aber wohlwollende Bürgerin-

  9. Ano

    Ach je Sandra, jetzt haben die bösen “Linken” dir keine richtige Bildung verschafft, dein Einkommen runtergeschraubt, dir noch andere Sicherheiten fürs Leben genommen und dann schmeissen sie dir auch noch dein Fenster ein und zünden dein Auto an.
    So machen die das immer, überall.
    Vielleicht gehst du einfach zur Allianz, die verkaufen dir gerne noch eine Versicherung dazu.

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