Frankfurter Gemeine Zeitung

Aufruf des Antifaschistischen Ratschlags Rhein-Main zur Verhinderung des Naziaufmarsches am 1. Mai 2013 in Frankfurt am Main

Für globale Solidarität

Am 1. Mai 2013 wollen Neonazis aus der ganzen Republik nach Frankfurt kommen und an der Europäischen Zentralbank unter dem Motto „Raus aus dem Euro“ gegen „EU und das Großkapital“ demonstrieren.

Was sie damit meinen, ist Hetze gegen Migrantinnen, Flüchtlinge, Muslime und gegen die Menschen in den südeuropäischen sogenannten “EU-Pleitestaaten”. Darin sind sie sich mit Sarrazin, BILD und Co einig. Antisemitismus und Rassismus sind die Markenzeichen der alten und neuen Nazis.

Der verlogene „Protest“ von Nazis gegen EU und EZB ist reaktionär und nationalistisch.

Wir erinnern: Am 2. Mai 1933, vor genau 80 Jahren, stürmten die Faschisten die Gewerkschaftshäuser. Gewerkschafter*innen und Antifaschist*Innen wurden verfolgt und ermordet und ihre Organisationen zerschlagen. Heute wollen die Nazis der NPD am 1. Mai, dem internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeiter*innen, in Frankfurt demonstrieren. Das lassen wir nicht zu!

Über 190 Todesopfer haben die Faschisten in der BRD seit 1990 zu  verantworten!

Wir finden es unerträglich, dass Nazis auch nach der Aufdeckung der NSU-Morde unter staatlichem Schutz für ihre menschenverachtende Ideologie offen auftreten können. Die Verbrechen des NSU wären ohne die Unterstützung von Staat und Verfassungsschutz so nicht möglich gewesen. Genauso unmöglich wäre ein Naziaufmarsch in Frankfurt ohne massiven Polizeischutz. Deshalb muss Antifaschismus unsere Sache sein!

Wir rufen alle Menschen dazu auf, das Auftreten von Nazis nicht zu dulden. Die erfolgreiche Verhinderung der Nazi-Aufmärsche in Dresden hat uns gezeigt, dass wir dies nur gemeinsam und mit vielfältigen Aktionen erreichen können. Dafür haben wir uns in einem breiten antifaschistischen Bündnis der Rhein-Main-Region zusammengefunden und auf den folgenden Aktionskonsens geeinigt:

Unser Ziel ist es, den Naziaufmarsch in Frankfurt am 1. Mai 2013 zu verhindern! Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns dieses Ziel teilen. Dazu sind verschiedene Aktionsformen notwendig. Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch. Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Von uns geht dabei keine Eskalation aus.

Informiert Euch auf der Internetseite des Antifaschistischen Ratschlags Rhein-Main über die weiteren Vorbereitungen und beteiligt Euch daran! Hier auf Twitter.

Helft mit, möglichst viele Menschen für die Verhinderung des Naziaufmarschs zu mobilisieren.

Beteiligt Euch an den geplanten Aktionen!

Gemeinsam und entschlossen blockieren wir die Nazis am 1. Mai 2013!

Kein Naziaufmarsch – weder in Frankfurt noch anderswo!

Antifaschistischer Ratschlag Rhein-Main

Unterstützer_innen-Liste


6 Kommentare zu “Aufruf des Antifaschistischen Ratschlags Rhein-Main zur Verhinderung des Naziaufmarsches am 1. Mai 2013 in Frankfurt am Main”

  1. gaukler

    Zur Beachtung: den Aufruf “Frankfurt Nazifrei” unterstützen weder die SPD noch die GRÜNEn, wenn wir von ein paar Jugendverbänden absehen. Verblüffend aber auch, dass immigrantische Gruppen fast völlig fehlen?

  2. Anonymous

    Tja, sollte Ihnen das nicht zu denken geben, das SPD und Grüne mit einem großen Teil der sog. “Antifaschistischen” Unterstützern nicht gesehen werden wollen?

    Vor allem die Schlägertruppe um den Ex-Pfarrer Stoodt ist doch um keinen Deut besser als die NPD-Hanseln.
    Und das wissen auch SPD und Grüne.

    Viele Grüße
    Sandra
    -eine besorgte, aber wohlwollende Bürgerin-

  3. Moller

    Janeeisklar, Sandra-eine besorgte, aber wohlwollende Bürgerin-

  4. Florian K.

    Tatsächlich wird die Anti-Nazi-Demo am 1. Mai von einer großen Menge an Gruppen und Personen getragen. Und es werden sicher auch eine Menge Leute dabei sein, die sich überhaupt keinen politischen Gruppen zugehörig fühlen.

    Ich stimme beileibe nicht allen der teilnehmenden Gruppen in ihren sonstigen Positionen zu und vor allem auch nicht dem Hans Christoph Stoodt, den Sie hier erwähnen.
    Auch wenn ich die Behauptung, Hans Christoph Stoodt sei um keinen Deut besser als die NPD-Hanseln, eine groteske Verharmlosung der NPD finde.

    Ein Herr Stoodt wird mich nicht daran hindern, am ersten Mai gegen Nazis zu demonstrieren.

    Mein Vorschlag an Sie Sandra: Kommen Sie doch auch zur Demo und demonstrieren Sie zum Beispiel gemeinsam mit den Jugendorganisationen der Gewerkschaften und den Jungen Grünen gegen Nazis.
    Sie mögen die NPD ja schließlich auch nicht, wie Sie hier so gerne bekunden.

    Aber in Bezug auf Ihre Haltung gegen Nazis stelle ich mir sowieso eine Frage, liebe Sandra:
    Wären Sie auch dann noch gegen Nazis, wenn diese an der Macht wären? Oder würden Sie sich dann doch eher freuen, nach dem Motto “endlich räumt hier mal einer auf mit den ganzen Moslems und Linksradikalen”?

  5. gaukler

    Von welcher “Schlägertruppe” ist denn hier die Rede?
    Mit welchen Argumenten sollen die NPD und ihre Banditen von “wohlwollenden Bürer*innen” noch verteidigt werden? Wem wollen die was wohl?

  6. Peter

    Also dass die Brigitte einen Platz bekommen hat, zeigt die Sinnlosigkeit des Losverfahrens. Die Berichterstattung wird dann wohl ungefähr so aussehen:

    http://www.schnatterente.net/satire/nsu-berichterstattung-in-der-brigitte

    “Hat Beate Zschäpe während ihres Gefängnisaufenthaltes abgenommen und wenn ja, was sind ihre Geheimtipps?”

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