Frankfurter Gemeine Zeitung

Die tatsächliche Teilnehmerzahl der Blockupy-Demonstration am 8. Juni 2013

Dieser Text fusst auf einem Gespräch mit Thomas Occupy im Anschluß an die Blockupy-Demonstration.

Die große Spannweite an Angaben zur Teilnehmerzahl beruhen auf Unterschieden in der Erhebung: Laut Thomas Occupy waren es in der Spitze 20000 bis 23000 Teilnehmer. Allerdings bröckelte die Demonstration nach der Rede Urban Priols dann ab Konstabler Wache spürbar ab, so führte Thomas weiter aus. So ist es kein Wunder, wenn die Polizei, die aus politisch-opportunistischen Gründen bei solchen Demonstration wahrheitswidrig stets tief stappelt, bei einer Erhebung, die sie auf dem Opernplatz vorgenommen haben könnte /1/, auf die Zahl von 6500 kommt. Sprechen wir von 10000 Teilnehmern auf dem Opernplatz, liegen wir vermutlich wir richtig – bezogen auf den Opernplatz!. Die Angaben, dass 20000 bzw. 23000 Teilnehmer (Konstablerwache bzw. vor der Konstablerwache) dabei waren, sind gemäß Thomas von zwei auch voneinander unabhängigen Zählern erhoben worden, so dass diese Zahlen für mich realistischen Bestand haben.

Auch diese Protest-Blockupy-Demonstration war ein voller Erfolg. Es waren mehr als 20000 Teilnehmer dabei – Man sollte den Erfolg sich nicht kleinreden lassen.

Ich meine, so eine Demonstration ist lebendig. Permanent kommen Leute hinzu und Leute gehen. Manch einer hat sich für diese Kundgebung spontan – nur 6 Tage Vorlauf – Zeit genommen. Nicht jeder hat die Zeit oder die Kraft, an der vollständigen Demonstration incl. 6 Kundgebungen auf der Strecke in der Summe und bei einer Dauer von fünf Stunden (ohne An- und Abreise) teilzunehmen.

Ich persönlich möchte mich an dieser Stelle besonders bei Annette Ludwig bedanken. Sie trug mit einem enormen persönlichen Arbeitsaufwand und ihrer Erfahrung sowohl in der Vorbereitung und Organisation als auch in der perfekten Moderation während des Demonstrationsfußmarsches und der sechs Kundgebungen maßgeblich zum Gelingen der Großveranstaltung bei, bei der man zunächst nur mit 300 Teilnehmern rechnete – ein Unterschied, der fast den Faktor zehn ausmacht!

! Was ich von Ihnen zum Abschluß noch gerne wissen möchte, wann tritt eigentlich Boris Rhein zurück?

/1/ Leider fehlt die Info, wo die Polizei die Daten tatsächlich erhoben haben will… Irgendwie oberflächlich bei insgesamt sechs Kundgebungen, meinen Sie nicht auch?


Umkämpfte Energie

Im Rahmen dieser Reihe findet am

Mittwoch, den 11. Juni 2013
im Gallus-Zentrum, Kriftelerstr. 55
um 19 Uhr
die zweite Veranstaltung:
„Ökologie für alle statt schwindelerregender Miethöhen“

statt.

Referenten:
Ulrich Schachtschneider ( Energieberater, Sozialwissenschaftler),
Bernd Müller-Weatherby (wohnt im Gallus, kämpft gegen Mieterhöhungen durch die ABG-FH),
Eyup Yilmaz (Ortsbeirat 1, „Die Linke“)

Steigende Energiekosten und Mieten, Niedriglöhne und Erwerbslosigkeit ziehen nicht selten die Sperrung des Stromanschlusses oder sogar den Verlust der Wohnung nach sich. Das zeigt: steigende Energiekosten betreffen nicht alle Menschen gleich. Die energie-effiziente Sanierung von Wohngebäuden ermöglicht eine Erhöhung der Mieten, die oftmals nicht durch die Energieeinsparungen ausgegeichen wird. Gleichzeitig werden in Frankfurt Wohnungen, Häuser und Büros als „energie-effizient“ angepriesen. Wir wollen fragen, ob die energetische Sanierung Gentrifizierungsprozesse verstärkt und „Klimaschutz“ versus Mieter*innen-Recht steht. Am Beispiel der energetischen Sanierung von Wohnungen der städtischen ABG-Holding im Gallus wollen wir den Zusammenhang von Energie und sozialen Auseinandersetzungen klären und zur Positionsfindung zwischen den Polen „Klimaschutz“ und „Mieter*innenschutz“ beitragen.

Café 2Grad und RLS


Sommerfest am Philosophicum


Blockupy: BürgerInnen setzen ein deutliches Zeichen gegen Polizeigewalt

Wer die Blockupy Demonstration am 1.6.2013 und die Demonstration am gestrigen Tage besucht hat, dem drängt sich die Frage auf, ob sich die Rechtsgrundlage für das Demonstrationsrecht innerhalb einer Woche um 180° gedreht hat. Tausende vermummte und passiv bewaffnete DemonstrantInnen konnten unbehelligt auf der original Blockupy-Route durch die Stadt ziehen. Die Polizei hatte geschätzt 150 Beamte im Einsatz; diese hätten bei der gesprengten und zum Teil niedergeknüppelten Blockupy Demonstration auch ausgereicht. Wir können definitiv bestätigen, dass mehrere hundert der am 1.6.2013 Gekesselten an der gestrigen Demonstration teilgenommen haben.

Veranstalter Jan Umsonst: „Blockupy bleibt stabil und geht weiter“.

Mehr als 12.000 Demonstrantinnen versammelten sich gestern zur Schlusskundgebung am Willy Brandt Platz. In der Spitze lag die Teilnehmerzahl im Bereich von 20.000 bis 23.000 (im Bereich der Berliner Straße benötigte der Demonstrationszug mehr als 25 Minuten um einen fixen Punkt zu passieren).

Der gestrige Tag zeigte uns einmal mehr, dass von Blockupy keine Gewalt ausgeht. Wir konnten ein klares Zeichen setzen, dass man uns niederknüppeln, aber nicht mundtot machen kann. Auch für unsere Bündnispartner im Ausland war es ein wichtiges Zeichen – bereits eine Woche später konnten wir wieder die Menschen auf die Straße bringen und die Verarmungspolitik der Troika an den öffentlichen Pranger stellen. Sie wollten uns aus den Medien heraushalten und erreichten das genaue Gegenteil. Sie wollten uns spalten und erreichten das genaue Gegenteil.

Das Blockupy Bündnis ist nun so stark wie nie zuvor. Blockupy konnte laufen!

Es war richtig die Krisenproteste ins Herz der Troika zu bringen. Blockupy ging gestärkt aus dem Kessel hervor. Nun sind alle motiviert weiter zumachen – die nächsten Aktionen werden kommen!


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