Frankfurter Gemeine Zeitung

Nordend: Grünes Trauerspiel um Tiefgarage

Am 27. Juni passiert es tatsächlich – die Grüne Stadträtin Sarah Sorge bequemt sich nach mehr als einem halben Jahr dazu, ins Nordend zu kommen und den Bürgern die Ansichtspläne der Hochbauten auf der Quartiersgarage Glauburgschule vorzustellen.

Die “Bürgerinitiative Contra Quartiersgarage Glauburg” soll Fragen stellen. Selbstverständlich werden wir eine Auseinandersetzung über Sinn und Zweck des ganzen Tiefgaragen-Trauerspiels fordern und forcieren.

Kritisiert wird nach wie vor das Versäumnis eines Architekturwettbewerbs mit städtebaulichem Schwerpunkt und verurteilt das sinnlose Fällen von 16 bis zu 100 Jahre alten Bäumen. Wie man jetzt sieht, diente dies nur dazu, die Baustelle bequem einzurichten, den geplanten Gebäuden standen die Bäume nicht im Weg.

Die Baumaßnahme findet in einem städtebaulich herausragenden Gründerzeitquartier statt. Die umgebende vier- bis fünfgeschossige Bebauung steht zur Hälfte unter Denkmalschutz, die andere Hälfte ist als erhaltenswert eingestuft.

Die Hochbauten stellen keinerlei Bezüge zur gründerzeitlichen Umgebungsbebauung her.

Die bisher gezeigte Glasfassade der Sporthalle steht sogar im Gegensatz zur umgebenden Bebauung. Der Anschluss an die Brandwände der südlichen Wohnhäuser wurde versäumt. Die Sporthalle macht die Hinterhöfe der Nachbarn zu finsteren Löchern – finster reicht den Planern noch nicht, sie müssen auch noch den stinkenden Müll direkt an Garten/Terrasse der südlich gelegenen Wohnungen platzieren.

Die KiTa wird als einfacher quergestellter Kubus dargestellt. Die Fassade zeigt ein buntes und willkürliches Gesamtbild, dem jede architektonische Ordnung fehlt.
Die Bauten Tiefgarage, Sporthalle und KiTa bilden auch untereinander keinen städtebaulichen, auch nicht architektonischen Zusammenhang.

Die Außenanlagen zeigen eine geschönte fröhliche Kindergartenlandschaft, in die die Abgas-Entlüftungsschächte der Tiefgarage hineinragen. Wieder einmal wird öffentlicher Raum den Bürgern nicht zugänglich gemacht, das Areal ist hermetisch abgeriegelt. Hässliche Fluchttreppen und Abgasschächte vervollkommnen das Bild eines für Generationen bleibenden Ärgernisses für die Bürger des Nordends. Die gesamte Baumaßnahme ist falsch, sie ist qualitativ schlecht und wird ein gebautes Dokument städtischer Fehlplanung gegen den Bürgerwillen sein.

Wir laden alle Bürger der umgebenden Straßen und des Nordends ein, dem Magistrat auf der Ortsbeiratssitzung die Meinung zu sagen.

Öffentliche Sitzung des Ortsbeirats mit Bürgerfragestunde am Donnerstag, 27.6. um 19.30 Uhr im Haus der Volksarbeit, Eschenheimer Anlage 21

Mirjam Glaser und Diane Henn
Im Auftrag der BI Contra Quartiersgarage Glauburg


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