Frankfurter Gemeine Zeitung

Der “Wilde Westen” bei Burger King

von Sven Hildebrandt

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

wie ihr alle wisst, wurden Anfang Mai, 91 Burger-King-Filialen an den Franchiser YiKo Holding GmbH unter der Geschäftsführung von Ergün Yildiz verkauft.Seitdem liegt der „Wilde Westen“ mitten in Deutschland: Arbeitnehmerrechte werden mit Füßen getreten und Betriebsräte behindert. In Frankfurt, Augsburg, Bochum und Dortmund kündigte Burger King gewerkschaftlich aktive Betriebsräte mit fadenscheinigen Begründungen fristlos.

Offenbar will man bei der YiKo Holding die Betriebsräte los werden – und das um jeden Preis: So hat die Arbeitgeberin den Rechtsanwalt Helmut Naujoks aus Hamburg mit den Verfahren gegen die Betriebsräte beauftragt. Naujoks ist dafür bekannt, die „Unkündbaren“ zu kündigen, indem er sie damit nervlich brechen will. Am Donnerstag, 15. August um 10:50 Uhr findet der erste Gerichtstermin im Verfahren unseres Frankfurter Kollegen Choudhary vor dem Arbeitsgericht, FfM statt. Burger King fordert 49.000 €. Ihm wird vorgeworfen, er hätte die letzten zwei Jahre nichts gearbeitet. Betriebsratsarbeit ist für Yildiz demnach keine Arbeit, die bezahlt werden muss. Ich bitte euch daher, euren Kollegen moralisch an diesem Tage vor Ort zu unterstützen.

Vielen Dank im Voraus für eure Solidarität und Anwesenheit.

Mit freundlichen Grüßen
Sven Hildebrandt

GewerkschaftNahrung- Genuss- Gaststätten
Region Rhein-Main

Sven Hildebrandt
Gewerkschaftssekretär
 

Tel:              +49 (0) 69 83 00 77 1-0 
Fax:              +49 (0) 69 83 00 77 1-19
Email:          sven.hildebrandt@ngg.netwww.ngg.net

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Arm trotz Arbeit.Dagegen hilft: Gesetzlicher Mindestlohn jetzt!
Kein Lohn unter 8,50 Euro pro Stunde.

www.initiative-mindestlohn.de

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LESETIPP
:
Günter Wallraff / Frank Bsirske / Franz-Josef Möllenberg (Hrsg.): Leben ohne Mindestlohn – Arm wegen Arbeit
Niedriglöhner, Leiharbeiter und »Aufstocker« erzählen, VSA-Verlag, 178 Seiten, 12.80 Euro, ISBN 978-3-89965-447-9

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Crosspost


Krimi Shortcuts I: Pollock – Thompson – Weber – Vargas – Gran

Donald Ray Pollock
Das Handwerk des Teufels

Sie möchten wissen, wo eine Hölle auf Erden Hölle liegt? Wenn Sie den Roman Das Handwerk des Teufels gelesen haben, dann werden Sie es wissen. Die Hölle, das ist Knockemstiff, ein kleines Kaff in Ohio. Erfunden hat den fiktiven Ort (Faulkners „Yoknapatawpha County“ läßt grüßen) der 1954 geborene und in Ohio aufgewachsene und noch heute in diesem Bundesstaat lebende Donald Ray Pollock. Erzählt wird die Geschichte von Arvin, der in diesem von gebrochenen und unendlich armer Menschen bevölkerten kleinen Kosmos aufwächst – in einer Welt, die bestimmt wird von religiösem Wahn und Inzest, wo sich Psychopathen und Serienkiller herumtreiben und ein bis auf die Knochen korrupter Sheriff sein Amt ausübt. Arvin muß sich durch dieses Meer von Perversionen durchkämpfen, um dem Horror vielleicht entfliehen zu können. Und wenn er überleben will, dann geht es nicht, ohne selbst Schuld auf sich zu laden. Das hört sich nach dicker Hose an, aber die Häufung archaischer Gewalt ist keiner billigen Effekthascherei geschuldet, sondern erscheint zwangsläufig notwendig in diesem Hinterhof der USA. In Knockemstiff ist wirklich niemand, auch wenn sein Name oft fällt, im Auftrag eines gütigen Herrn unterwegs. Das Handwerk des Teufels wurde völlig zu Recht mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet.

Donald Ray Pollock, Das Handwerk des Teufels, Aus dem Englischen von Peter Torberg, München 2012. Verlagsbuchhandlung Liebeskind, 303 Seiten, geb., 19,80 €

Jim Thompson
In die finstere Nacht

Mit seinem Roman Der Mörder in mir wurde der „Groschenheft-Dostojewski“ Jim Thompson (1906 – 1977), dieser Meister des noir-Genres, auch hierzulande zum Begriff. Einige Schätze aus dessen Feder sind noch zu heben, wie die deutsche Erstausgabe seines Romans In die finstere Nacht beweist. Carl Bigelow ist einer der erfolgreichsten Killer in den Staaten, zahhlreiche Auftragsmorde gehen auf sein Konto. Obwohl er aufgrund seiner Körpergröße von nur einmeterfünfzig eigentlich leicht zu identifizieren wäre, ist der Polizei der Zugriff über die Jahre seines Untertauchens nicht gelungen. Aber seionem Boss. Bigelow muß noch einen Auftrag ausführen. Einen Kronzeugen ausschalten. Also logiert er sich unter falschem Namen in dessen Haus in der Provinz, das Zimmer vermietet, ein. Carl muß vorischtig vorgehen und die Tat gut planen. Zum psychologischen Kammerspiel gehören noch die attraktive Frau des potentiellen Opfers, das verkrüppelte Dienstmädchen, ein sehr fürsorglicher älterer Herr, der ebenfalls in der Pension wohnt und ein äußerst mißtrauischer Sherriff. Spannend bis zur letzten Seite, zum doppelt überraschenden Ende, ist dieses Buch. Thompsons Leben verlief äußerst unglücklich, sein Schreiben jedoch ist ein Glücksfall, der bis heute seine Gültigkeit hat.

Jim Thompson, In die fintere Nacht, Roman, Aus dem Amerikanischen von Simone Salitter und Gunter Blank, Mit einem Vorwort von Ryan David Jahn, 272 Seiten, München 2012, Wilhelm Heyne Verlag, Taschenbuch 67611, 9.99 €

Gregor Weber
Keine Vergebung

Gregor Weber war elf Jahre lang der Hauptkommissar Stefan Deininger im Saarbrücker Tatort. So beginnen in der Regel die Texte über den Autor Gregor Weber. Und auch die Klappentexte. Er gab aber auch den Sohn in der Kleinbürgerserie Familie Heinz Becker. Und neben seiner Schauspielerei machte er erfogreiche eine Kochlehre, seine Erfahrungen damit beschrieb er in seinem Bestseller Kochen ist Krieg! Am Herd mit deutschen Spitzenköchen. 2011 ließ er mit seinem wirklich guten Kriminalroman Feindberührung um den Ermittler Kurt Grewe und sein Team aufhorchen. Jetzt legt Weber mit einem weiteren Fall um diese Kriminalisten nach, Keine Vergebung heißt das Buch. Zwei Polizisten werden nachts bei einer Verkehrskontrolle auf einer Landstraße erschossen. Grewe und Kollegen tappen lange im Dunkeln, bis sie einen Zipfel zur Aufklärung zu fassen kriegen. Der Leser weiß mehr als die Kriminalen, scheinbar. In Parallelhandlungen führt Weber ein in die Welt der Geheimdienste und noch geheimeren Staatsorganisationen, die keiner demokratischen Kontrolle unterliegen. Es geht um deren Verquickung mit militanten Gruppen der „Neuen Rechten“. Eine Welt voller Hybris, Paranpoia und hartnäckigen Bestrebungen zum Machterhalt. Und in dieser Welt hat einer noch eine Rechnung offen und ist auf einem privaten Rachefeldzug. Irgendwann werden, wenn er so überzeugend weiterschreibt, die Texte über Gregor Weber nicht mehr damit beginnen, daß er elf Jahre der Haupkommissar Stefan Deininger war, sondern hoffentlich auf eine lange Reihe sehr guter Kriminalromane verweisen.

Gregor Weber, Keine Vergebung, Kriminalroman,., München 2013, Knaus Verlag, 256 Seiten, Klapppenbroschur, 16,99 €

Fred Vargas
Nacht des Zorns

Fred Vargas ist eine Institution. Ihre Kriminalromane um den Kommissar Adamsberg finden sich regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Ihr letzter Roman, Die Nacht des Zorns, ausgezeichnet mit dem Europäischen Krimipreis 2012, liegt jetzt als preisgpünstige Taschenbuchausgabe vor. Und wieder ist es ein Fall, der weit in die Vergangenheit zurückreicht. Ein Mythos, eine Sage wird wieder lebendig. Oder aktiviert, um Morde zu begehen. Das glaubt jedenfalls Adamsberg. Er und sein Team aus Ermittlern mit sehr speziellen Fähigkeiten und Interessen müssen zweigleisig arbeiten, in der Satdt und in der Provinz. Was ist dran an an dem „Wütenden Heer“, diesem Zug von Toten, der jedesmal auf kommende Todesfälle hindeuten soll? Ein wiederaufgetauchter Sohn und eine rekonvaleszente Taube spielen ebenfalls in diesem spannenden Fall, den Vargas mit dem nötigen ironischen Augenzwinkern erzählt, eine Rolle.

Fred Vargas, Die Macht des Zorns, Aus dem Französischen von Waltraud Schwarze, Berlin 2013, Aufbau Taqschenbuchverlag, No. 2937, brosch., 454 Seiten, 9,99 €

Sara Gran
Die Stadt der Toten / Das Ende der Welt

„Der Detektiv glaubt, einen Mord aufzuklären oder das Verschwinden eines Mädchens, aber in Wahrheit ist ist er einer vollkommen anderen Sache auf der Spur, einer Sache, die er selbst nicht ganz versteht. Genugtuung erlebt er fast nie. Die Unsicherheit ist sein natürlicher Begleiter. Einen Großteil seines Lebens verbringt er in einem düsteren Wald, wo keine Wege mehr zu sehen sind. Und ihn nichts und niemand begleitet als seine Angst und seine Einsamkeit. Doch die Antworten sind da. Die Lösungen warten darauf, gefunden zu werden …“, schreibt Jacques Silette in seinem (fiktiven) klandestinen Werk Détection. Détection ist die Bibel der besten Detektivin der Welt, Claire DeWitt. Mit ihr hat die US-amerikanische Autorin Sara Gran die Herzen der Kritiker (Deutscher Krimi Preis 2013, Platz 1 der Krimi Bestenliste) und die der Leser erobert. DeWitt ermittelt gegen die Regeln des Genres, eher intutiv „löst“ sie ihre Fälle. Ihr Bewußtsein wird erhellt durch exzessiven Drogenkonsum und Esoterik, ihre Seele und ihr Leben weisen zahlreiche Verletzungen auf. Ob man die durchaus originellen Kriminalromane von Sara Gran jedoch so enthusiastisch hochhängen muß wie die Kritik, das scheint mir doch zweifelhaft.

Sara Gran Die Stadt der Toten, Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt, Aus dem Amerikanischen von Eva Bonné, München 2012, Droemer,, 360 Seiten, brosch., 14,99 €

Sara Gran, Das Ende der Welt, Claire DeWitt ermittelt, Ausd dem Amerikanischen von Eva Bonné, München 2013, Droemer, 367 Seiten, brosch, 14,99 €

Ihre Bücher besorgen Sie sich doch sicherlich in Ihrer Buchhandlung um die Ecke? Und bestellen nicht bei diesem großen Versand-„Buchhändler“? Sie wissen schon, wen ich meine. Was der kann, das kann Ihre Buchhandlung auch, (fast) jedes beliebige Buch innerhalb von 24 Stunden besorgen. Abholen müssen Sie es in der Regel sowieso. Dann doch lieber in den Laden als zur Poststelle. Da hilft Ihnen auch kein Zufallsalgorithmus weiter, sondern vielleicht eine belesene Buchhändlerin oder Buchhändler. Und (noch) ist der Preis des Buches derselbe. Wenn es die vielgepriesene Buchhandlung um die Ecke nicht mehr gibt, will ich keine Klagen hören.


s u b \ u r b a n. eine web-zeitschrift für kritische stadtforschung

Eine Zeitschrift, die auf Reflexion zur Intervention in der Stadt setzt: Gerade erscheint die erste Ausgabe.

In der ersten Ausgabe lädt s u b \ u r b a n zur Reflexion über die Produktion von Stadt und Raum ein. Im Editorial stellen wir das Heft vor: Einerseits wird „Stadt“ als konstitutiver Begriff der Stadtforschung hinterfragt und diskutiert, insbesondere im Zusammenhang einer Relektüre und Debatte zu Hartmut Häußermanns und Walter Siebels „Thesen zur Soziologie der Stadt“ von 1978 und einer marxistisch inspirierten Stellungnahme zum Ansatz der „Eigenlogik der Städte“ (Kemper und Vogelpohl).

Andererseits reflektieren stadtgeographische Beiträge die Produktion der Städte im gegenwärtigen deutschen Kontext (Füller et al., Heeg, Belina et al.). Diese Beiträge beschäftigen sich mit dem Zusammenspiel von Wirtschaft und Politik und von In-Wert-Setzung und Nutzungsvorschriften und hinterfragen die Rolle unterschiedlicher Akteur_innen der Stadt- und Raumproduktion. Allen Beiträgen ist gemeinsam, dass sie die Kräfteverhältnisse analysieren, die gegenwärtig die Produktion von Stadt bestimmen, sei es im Kontext eines „finanzdominierten Akkumulationsregimes“ (Heeg) oder eines verstärkt repressiven „Staatsapparats“ (Belina et al.).

Darüber hinaus wird in einer Debatte zu einem Originalbeitrag von Margit Mayer darüber diskutiert, welche Bedeutung städtischen sozialen Bewegungen in der neoliberalisierenden Stadt zukommen. In ihrem Fotoessay „Nützliche Illusionen“ zeigt Stefanie Bürkle Stereosichten städtischer Situationen, die unsere Wahrnehmung herausfordern.

Schließlich rezensiert Matthias Naumann das gerade erschienene Buch „David Harveys urbane Politische Ökonomie“ von Felix Wiegand.

Alle Beiträge sind frei zugänglich unter:
http://www.zeitschrift-suburban.de/sys/index.php/suburban/issue/view/24.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und freuen uns über eine Online-Diskussion der Beiträge.

Außerdem möchten wir darauf aufmerksam machen, dass der Zugang zu allen Beiträgen open-access erfolgt. Wir sind auf Eure/Ihre Spenden angewiesen, um
die Zeitschrift am Laufen zu halten. Daher bitten wir, s u b \ u r b a n mit einem unserer Förderabonnements zu unterstützen

Ferner bereiten wir derzeit die nächsten Ausgaben von s u b \ u r b a n  vor. In Arbeit sind Themenhefte zur Frage der „Postpolitischen Stadt“, zu Stadt und
Migration und zur Polizei- und Sicherheitsforschung sowie offene Hefte, für die wir weiterhin zu Einreichungen für die vier Rubriken (Aufsätze, Debatte, Magazin, Rezensionen) einladen.

Gemeinsam über s u b \ u r b a n diskutieren können wir auf dem Geographentag in Passau, wo s u b \ u r b a n eine Sonderveranstaltung durchführen wird.


Wir prüfen die Angelegenheit

Facebook prüft die Angelegenheit. Äusserungen dieser Art kennen wir aus Militärkommandos rund um die Welt, von Google über ihre China-Geschäfte oder der Bundesregierung zum Abhören der ganzen Bevölkerung Deutschlands.

Anlass zu dieser militärischen Verlautbarung des Web-Konzerns ist die Sperrung eines politischen Eintrags in ihrem “Social-Media”, der zu einer Demonstration gegen die komplette digitale Verwanzung der Lebenswelt aufrief. Wer meint, dass Facebook daran ausser geschäfts-politischen Anweisungen irgend etwas zu prüfen hätte bedenke, dass deren Firmenkonzept und Technologie genau darin besteht, die kleinste digitale Verbindung automatisch zu bewerten. Sprich, sie wissen bestens Bescheid darüber, was ich die letzten Tage zu meiner Bekannten Charlie über Fischstäbchen von mir gab. So werden sie denn auch bestens wissen, was mit dieser Site mit Tausenden von Links auf ihren eigenen Servern passierte. Für wie blöd hält diese Web-Bagage uns eigentlich?

Deutlicher als bisher wird durch diesen digital-politischen Abschaltakt, um was es beim Walten und Schalten, beim Geschwätz um “Sicherheit” und die “Freiheit der Bürger” tatsächlich geht. Wir lernen, dass es einen globalen digitalen Geschäftskomplex gibt, für den wir selbst das Spielgeld sind. Und dieser Komplex pendelt in seinen Aktivitäten zwischen Medien, Märkten und Militärs, sucht für fixe Knete nach allem Denkbaren, gibt dafür alles preis, und zwar an jede Institution weltweit, die genügend Einfluß oder Geld besitzt. In diesem Sinne sind globale IT-Konzerne nichts als Info-Prostituierte.

File:We never sleep.jpgDen Beziehern der interessanten Infos geht es aber nicht allein um Wirtschaft und Feindstaaten, Konsumenten und Terroristen, wie uns Medien und Regierungsvertreter so gerne weismachen möchten. Wer die Geschichte des Abhörens, Ausfilterns und Spionierens seit den berühmt-berüchtigten Pinkertons Mitte des 19. Jahrhunderts kennt, dem ist klar, dass die Agenturen und Polizeien nicht wirklich an Fischstäbchen und einem lokalen Freundeskreis von “World of Warcraft” interessiert sind. Sondern es geht ihnen viel mehr um gesellschaftliche Initiativen, die über das gewohnte, brav institutionalisierte und regulierte hinausgehen. Der Geheimdienst der USA – um nur eines der Beispiele aus dem “freiheitlichen Westen” zu wählen – entstand in enger Zusammenarbeit mit Kämpfen gegen gewerkschaftliche Organisierung und ihrem Ausspionieren. Und an dieser Disposition hat sich beileibe nicht viel geändert, dafür brauchen wir kein böses China und kein dunkles Russland: die meisten Geheimdienste richten sich auf politische Opposition in ihren Ländern. Das liegt quasi in ihrem Gen-Pool verankert.

Die gehübschten medialen Reden von “individueller Privatsphäre”, deren Integrität buchstäblich hinter den eigenen vier Wänden bedroht sei, gehen deshalb zielgenau am Kern des Problems vorbei. Die Algorithmen des Data-Minings, mit denen unsere Aktivitäten aus Myriaden von Vorgängen und Gesprächen digital ausgeforscht werden sollen, kümmern sich um die Qualitäten unserer sozialen Verknüpfungen, gehen auf das, was wir zusammen zu unternehmen gedenken – unf darin sind sie schon ganz gut.  Sie können sich bei Bedarf gegen eine rumorende Öffentlichkeit hierzulande und andererorts richten, besonders wenn solche zur falschen Zeit am falschen Ort rumort. Prism und andere Überwachungsgeschäfte zielen auf Konstitutionsbedingungen jeder Demokratie und aller politischen Initiativen, die nicht dem herrschenden Geist nach dem Munde plappern.

Deshalb mutet es absurd an, die Redeweise eines Bundespräsidenten als “mutig” zu bezeichnen, der davon spricht dass das “Freiheitsgefühl eingeschränkt” würde. Als ob es hier um das “Gefällt mir” bei Facebook gehe, mit dem Charlie vor dem Einkauf ihr ganz persönliches Gefühl über Fischstäbchen anklickt. Es geht tatsächlich um faktische politische Unfreiheit vieler zusammen, aber das kann schwerlich ein Deutscher Präsident beurteilen, der sein Leben lang nur aus dem Schutze von Institutionen heraus über politische Gefühle einzelner sprach. Vermutlich ist er genau deswegen der richtige Repräsentant einer reinen Konsumenten-Demokratie, deren letztes Fitzelchen Courage gerade demontiert wird, für eine andere brauchen wir ihn nicht.

Und Facebook, um auf den Beginn zurück zu kommen, möchte als “Social Media” aus dem Club digitaler Pinkertons mit derartiger Politik und dazu passenden Konsumenten  abkassieren, und zwar kräftig und auf Teufel komm raus.

Diese Art unterwanderter digitaler Öffentlichkeit braucht (fast) keiner.

 


wub wub

Dies postete vorhin ein Freund von mir auf Facebook. Ich wollte das, abseits von aller Politik um die es hier sonst geht, den Lesern der FGZ nicht vorenthalten: Neulich hatte ich eine Musikrichtung erfunden. Die sollte ungefähr so gehen: 1. Man nimmt ein Sample von irgendeinem Lied, das einem gefällt. 2. Man lässt das Sample [...]

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Die Antiprism-Demo Samstag, den 27.7. auf dem Roßmarkt existiert nicht mehr auf Facebook.Therefore: Geht hin!

Kommt da endlich zusammen, was zusammen gehört? Der Facebook-Demoaufruf der Anti-Prism-Leute, die am Samstag ab 13 Uhr in Frankfurt/Roßmarkt gegen die flächendeckende Überwachung des Internets durch den amerikanischen Geheimdienst und ihre vielen Instanzen weltweit demonstrieren, wurde jetzt von Facebook nach einigen Wochen “Duldung” gelöscht. Das kann jeder direkt ausprobieren: https://www.facebook.com/antiprism.orga. Die Veranstalter hatten die Adresse [...]

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Ballad for Belzebub

Die Sommerhitze gebiert immer die Idee des Todes. Dagegen sind alle SUMMERSPECIALS  dieser Welt machtlos.

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Frankfurts Kulturkürzungskommissar, der Club Voltaire und die Grünen

Es ist Sommer und es ist Semmelroth. Das erste ist ein Naturereignis, der zweite ein Kulturereignis, das aber für viele Frankfurter Kulturinstitutionen durchaus die Dimensionen einer Naturkatastrophe annimmt. Denn: Semmelroth ist als Sparkommissar der schwarzgrünen Stadtregierung unterwegs, Sein strenges Wirken ist durchaus dem munteren Treiben zu vergleichen, das die deutschen Sparkommissare im Rest von Europa veranstalten. Wir wollen nicht unterstellen, dass ihm diese Rolle liegt. Viel lieber hätte er zweifelsohne als Hilmar Hoffmann, der II. nacheinander den Neubau des Museums der Weltkulturen, das Volkstheater in Sachsenhausen und das Romantikmuseum eröffnet…aber man lässt ihn ja nicht. Nichts davon ist ihm gelungen. Denn „es ist kein Geld da“, deshalb muss er in seinem Etat die nicht wenig irrsinnig anmutende Summe von 9 Millionen einsparen; die öffentlichen Bühnen sind allein mit 6 Millionen Euro betroffen. Und wer weiß, mit wie wenig Geld zahlreiche andere Künstler und Kulturschaffende arbeiten, weiß auch, was eine Kürzung um 9 Millionen bedeutet: Schwarzgrün beerdigt Frankfurts Kultur.
Das kulturelle Feigenblatt, das sich die Bankermetropole für den SonntagsFAZleser und die hiesigen Exlinken geleistet hat, wird mit einem Laubsauger aufgesaugt. Übrig bleiben kulturell die Feste der Geld-Prolls: Von der Freßgass bis zum Museumsufer, kein Platz ohne Zelt- auf so eine Auslastung in der Besetzung des öffentlichen Raums könnte Blockupy stolz sein.
Auf eben diesen Festen könnte man den Eindruck gewinnen, dass eigentlich durchaus „Geld da ist“ in dieser Stadt, aber Schwarz-Grün scheint seltsamerweise allzu befangen, dieses abzuschöpfen, um es Schulen, Kitas, dem Zoo, den Schwimmbädern, der RMV, dem Wohnungsbau oder auch der Kultur zukommen zu lassen.

Semmelroth verschickt “Blaue Briefe” an die Frankfurter Kultur

Semmelroth selbst würde laut FR eigentlich am liebsten gar gleich das Grundgesetz ändern, um dort das Grundrecht auf Kultur zu verankern..Allerdings ist er in der Sache bislang nicht aktiv geworden. Stattdessen verschickt er von den Medien so genannte „blaue Briefe“ an Institutionen, die ab 2014 nicht mehr oder geringer gefördert werden sollen. Üblicherweise schicken Lehrer an Eltern blaue Briefe, um sie darüber zu informieren, dass ihre Sprösslinge nicht die Leistung erbracht haben, die von ihnen erwartet wurde und darum ihre Versetzung gefährdet ist. Eine Maßnahme einer recht altertümlichen Pädagogik. Nur hier verhält es sich genau umgekehrt. Denn alle gekürzten Institutionen können sich über mangelnden Publikumszuspruch nicht beschweren. Die schwarzgrüne Stadtregierung ist es, die nicht die Leistung erbringt, um den Fortbestand des kulturellen Lebens in Frankfurts zu ermöglichen.

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Was ist “Gentrifizierung” ? Ein Interview

Der Begriff “Gentrifizierung” wird für den Druck auf viele Mieter in deutschen Großstädten immer geläufiger. Was sind aber seine politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Aspekte? Wie hat sich die Lebensumstände in Städten während der letzten Jahrzehnten verändert? Lassen sich Strategien entwickeln, um wirkungsvoll gegen eine zunehmende Verdrängung schwächerer Mietergruppen aus den Stadtzentren zu agieren? Die kritische [...]

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Political Correctness- Wo ist das Problem?

Political Correctness steht aktuell gerade nicht hoch im Kurs, ja viele finden sie geradezu nervtötend und eine grässliche Einschränkung unserer Freiheit.

Ist ja auch schlimm:
Als CSU-Politiker darf man nicht mal mehr einer bajuwarischen Dorfschönheit nach drei Maß Bier auf die drallen Schenkel patschen, ohne dass man sich gleich öffentlich unmöglich macht.
Und sagen darf man auch nix mehr.
Wenn man als Fernsehsprecherin die gute alte Kinderstube im Dritten Reich lobt, wird man mit Schimpf und Schande aus seinem Sender gejagt und nicht einmal mehr so universelle Wahrheiten, wie die Existenz des Judengens oder die unumstößliche Tatsache, dass Ausländer unser Land ruinieren , darf man aussprechen.
Wo ist sie hin, die gute alte Meinungsfreiheit?

Gerade den armen Rechtskonservativen wird immer wieder öffentlich der Mund verboten… ein Skandal!

Aber mal Spaß beiseite…

Sollten nicht eigentlich gerade Rechte und Konservative den Sinn von Political Correctness besonders gut nachvollziehen können?
Schließlich beklagen diese doch gerne auf den zunehmenden Verfall der guten Sitten in unserem wunderschönen Abendland. Den Sinn von Sitte und Anstand hat jedenfalls noch kein Rechtskonservativer, den ich je kennengelernt habe, geleugnet.

Aber gehört es nicht seit jeher zu den guten Sitten, dass man nicht jeden Mist, der einem in den Kopf kommt, öffentlich ausspricht?

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Anti-Prism Demo Frankfurt – Samstag. 27. Juli

Anti-Prism DemoUm dem Protest gegen die immer stärker werdende Internet-Überwachung Ausdruck zu verleihen, wird das Anti-PRISM-Bündnis am Samstag, den 27. Juli 2013, eine Demonstration gegen Überwachungsprogramme veranstalten.

Startpunkt ist der Rossmarkt, um 13 Uhr

Die Demo ist partei- und organisationsübergreifend und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger.

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Schluss mit Prism, Tempora und Xkeyscore

Zweite Aktionswoche gegen die amerikanische Spionage hat begonnen. Die Anti Xkeyscore, Prism & Tempora Bewegung Frankfurt am Main hat für den Zeitraum vom 15.07.2013, zunächst bis einschließlich zum 04.08.2013 eine tägliche Demonstration vor dem amerikanischen Generalskonsulat, Gießener Straße 30, 60435 Frankfurt am Main angemeldet. Endlich ist es öffentlich, was lange Zeit nur von einem Teil [...]

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Summer in Frankfurt 2013 – I

Hitze weht durch die Berger Strasse, endlich ein paar Tage richtiger Sommer in Frankfurt. Und den wollen wir nachhaltig, draussen genießen. Wenn kein Wochenmarkt den Platz am Uhrtürmchen besetzt, dann stehen dort an die hundert Tische von Cafes und Restaurants, gewöhnlich gut besetzt. Die Berger möchte sich strikt mediterran geben und zusammen mit dem Branding [...]

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Bockenheimer Erklärung 2013

Bockenheim ist ein lebendiger und vielfältiger Stadtteil Frankfurts. Es ist geprägt durch die Universität, durch studentisches Leben und kritischen Geist sowie durch kulturelle und soziale Vielfalt. Der schrittweise Umzug der Goethe-Universität fordert jetzt eine aktive Stadtteilpolitik und -gestaltung. Bis in die 1990er Jahren reichen die Diskussionen über eine Stadtteilerneuerung zurück, in der eine Vielzahl von [...]

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Christopher Street Day (19. – 21. Juli 2013) – in Frankfurt nur noch Party-Time?

Fasching im Sommer? Dufte Idee: Party-Time. Oder so ähnlich, jedenfalls ein Event, wo man hingeht. Stellt sich bloß die Frage, wo findet man so etwas? Jetsetter, gutsituierte SINKIs (Single-Income-No-Kids) und DINKIs (Double-Income-No-Kids) fliegen im August zum Notting Hill Carnival (London, Großbritannien). Caribischer Charme, echt geile Stimmung, kein Kommerz-Food, vieles improvisiert, wenig Kommerz. Tolle Idee, aber [...]

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Gentrifizierung – und ihre städtische Beförderung

Es scheint sich eine neue Front bei der Gentrifizierung der „angesagten“ Stadtteile in Frankfurt zu entwickeln, nunmehr getragen von der Abteilung „Soziales“ und recht beunruhigend in ihren Konsequenzen.

Für die Empfänger von sog. Transfer-Leistungen verdichtet sich die zunehmende Diskrepanz zwischen den städtisch zu Grunde gelegten Mietwert-Tabellen und den tatsächlich aufgerufenen Mieten zu einem kaum zu lösenden Problem, sieht man davon ab, dass ein Umzug eine Lösung sein könnte.
Mit diesen Tabellen ist es seit jeher problematisch, da sie chronisch den aktuellen Entwicklungen auf diesem Markt hinterherhinken. Dies betrifft nicht nur Neuvermietungen, sondern eben auch ältere Verträge, deren Mieten mit jedem Mietspiegel, jeder Massnahme steigen. Besonders geeignet: die energetische Modernisierung, bei der man im Falle einer Weigerung auf das geringste Verständnis hoffen kann.
Die Anpassung dieser Tabellen steht weitgehend im Ermessen der zuständigen Ämter und richtet sich folglich nach politischem Gusto und natürlich der Kassenlage – und nicht zuletzt von der Laune der Sachbearbeiterin.

Nun wird bekannt, dass unter ausdrücklicher Bezugnahme auf den Mietspiegel, hier die neuen Lage-Einteilungen, die Übernahme dieser Mehrkosten durch Mitarbeiter*innen eines Sozialrathauses verweigert wurde.

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Troika macht Pro-Merkel-Wahlkampf – ein kleiner Kommentar

Wahlen werden durch eine Vielzahl an Faktoren beeinflußt. Von großer Bedeutung ist hierbei das gesamtgesellschaftliche Stimmungsbild vor einer Wahl. Jenes wahlentscheidende Stimmungsbild wird erheblich beeinflußt, wenn es einer bei der Wahl antretenden Partei oder einer sie unterstützenden Organisation gelingt, erfolgreich vor der Wahl im entsprechenden Umfang aktives Realitätsmanagement zu betreiben. Auch die Troika¹ betreibt ein [...]

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Eine Schande: Evo Morales (Präsident Boliviens) im EU-Knast!

Anscheinend gibt es Staatspräsidenten zweiter Klasse. Undenkbar, aber wahr, was sich “unsere” sogenannte »Europäische Union« da leistet! Die Neue Rheinische Zeitung (immer lesenswert) schrieb am heutigen Tag: Evo Morales, der bolivianische Präsident, saß 13 Stunden im EU-Knast. 13 lange Stunden der Freiheitsberaubung, weil die USA glaubten, dass der Whistleblower Edward Snowden mit ihm in der [...]

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Kulturcampus ade! Zum Abriss des AfE-Turms

Den Abriss des AfE-Turms kommentierte F. Junker, Geschäftsführer der ABG Holding mit blumigen Worten: „Damit bringen wir den Kulturcampus als wichtiges Projekt der Stadtentwicklung in eine neue Phase.“ (ABG „Aktuelles“ : “Abriss des AfE-Turms beginnt nächste Woche“) Dieses „wichtige Projekt der Stadtentwicklung“, bei dem der schwarz-grüne Magistrat „Bürgerbeteiligung“ eher zum Schein als real praktiziert, wird [...]

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Soziale Stadt Gallus – Quartiersmanagement im Blockwart-Modus

Es gibt einiges zu sagen, sowohl zu dem Programm „Soziale Stadt“ als auch der damit zusammenhängenden Einrichtung des Quartiersmagement und dessen prinzipieller Ausrichtung.
Zunächst: mit der Transformation der Städte zu „unternehmerischen Städten“ wurde eine andere Form der Handhabung von Konflikt-Räumen notwendig – und wünschenswert. Die Ungleichzeitigkeit von Entwicklungen innerhalb städtischer Räume musste über polizeiliche Praktiken hinaus einer Regulierung zugeführt werden.
Es ist keine soziale Errungenschaft, weder das Programm noch das Management und nichts, das ausserhalb der herrschenden Vorstellungen und Kalküle liegt.
Es ist im Grunde ein Disziplinierungs- und Kontrollmittel, ein Auffangbecken für Affekte und Kanalisierung von Energien. Und nur vordergründig geht es bei den ganzen Empowerment-Strategien darum, eigene Vorstellungen von Leben einzubringen und umzusetzen, sondern die der Mehrheit bzw. Herrschaft dort zu verankern.
Wobei „Empowerment“ aus der amerikanischen Gemeinde-Psychiatrie stammt und über Entwicklungshilfe endlich mittels Bertelsmann-Stiftung auch hierzulande angewandt wird.
Die Zwischenschaltung eines „Managers“ ist nun kein Versehen oder eine bloß administrative Massnahme, dies liess sich auch anders bewältigen, es ist eine Verkörperung des verantwortlichen Experten bzw., sollte dies angesagt sein, eine des starken, gleichwphl fürsorglich erscheinenden Staates, jedenfalls der gute Hirte, der seine Schäfchen zu lenken weiss.
Bei allem, was mit einer guten Portion Zivilcourage in diesem Job auch denkbar ist, der QM ist Vertreter der Stadt, wird von ihr im Endeffekt bezahlt und ist ihr damit Rechenschaft schuldig. Und die ist daran interessiert, Wogen zu glätten, Unruhen zu verhindern und frühzeitig herauszubekommen, wie die Stimmungen im Quartier sich verändern. Zudem sie ihn einbaut, um den Menschen zu „erklären“, warum es zu bestimmten Politiken keinerlei Alternativen gibt.
Ganz abgesehen von der Person des QM (hier im Gallus), zeigt sich hier eine Strategie, die solche Verhaltensweisen erst ermöglicht. Vormals einfach offene Flächen, die mehr oder minder genutzt wurden und werden konnten, werden mittels Förderprogrammen und Aufwertung dieser offenen Nutzung entzogen, mit dem Argument, dass dies für das produktive Zusammenleben im Quartier unerlässlich ist.
Anders formuliert: mit diesen Massnahmen werden die öffentlichen Flächen enteignet. Sie hören auf Räume spontaner Begegnungen zu sein. Es spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, ob diese Räume einem Kaffeehaus-Betreiber direkt überlassen werden oder eine sog. Institution dazwischen geschaltet wird.
Es ist genau diese Form vorgespielter Öffentlichkeit wie sie in Shopping Malls erfahren werden kann. Nur ist hier halt der QM zugleich auch der Sicherheitsdienst.
Und es entspricht genau der Stadtpolitik der überwiegenden Mehrheit der Parteien im Römer, übersichtliche, leicht zu reinigende Flächen mit Aufsichtspersonal, damit sich die ungeliebten Teile der Bevölkerung dort gewiß nicht ausbreiten.

Hier der Ablauf:

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Von Grünen Erbhöfen

Es ist eine kurze Meldung und doch beleuchtet sie ein in letzter Zeit recht häufig zu beobachtendes Phänomen in unserer politischen Landschaft, das allseits beliebte Bäumchen-wechsle-dich-Spiel in dessen Verlauf die Banker zu Politiker und die Politiker zu Manager werden. „Die SPD kritisiert, dass die Stellen beim städtischen Wohnungskonzern ABG “offensichtlich innerhalb der Grünen-Fraktion vererbt werden”. [...]

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Fragen zu Blockupy: Pressestelle der Polizei versucht es mit Aprilscherzen im Sommer

Pressemitteilung der Fraktion der Partei DIE LINKE. im hessischen Landtag vom 8. Juli 2013 Laut Frankfurter Rundschau – siehe fr-online: LINKE wirft Rhein Lügen vor – behauptet die Pressestelle der Frankfurter Polizei, während der Blockupy-Demonstration am 1. Juni in Frankfurt am Main hätten eingesetzte Beamte nur deshalb das Jüdische Museum aufgesucht -  vor deren Türen [...]

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Aus der Serie “Albert Camus erzählt Blondinnenwitze”

Sisyphos in einem Sportwagen hält an einem Verkehrsschild an. Ein Obdachloser klopft an seine Windschutzscheibe und fragt nach einer Zigarette. Er gibt ihm eine und fährt weiter. Als er wieder bei einem Verkehrsschild anhält, klopft der Obdachlose wieder an die Windschutzscheibe und fragt nach Feuer. Er gibt Ihm Feuer und fährt los. Als er erneut [...]

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Über den Dingen

nun hörte ich es wieder durch die medien hallen wir müssen die probleme der länder lösen, die unruhe der leute. die strittigkeiten helfen nicht weiter, die politik kommt nicht von der stelle. da hilft nur eines, im süden und osten, im norden und westen jemand, der über den dingen steht muß her damit diese wieder [...]

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Erfahrungen mit der direkten Demokratie: das Frankfurter Nordend und die GRÜNEN

Von der Basis im Eilmarsch in die Elite.

So lassen sich vor allem in Frankfurt die Karrieren der GRÜNEN beschreiben. Tatsächlich zeichnet viele dieser grünen Mandatsträger*innen ein Arroganz aus, die man bei Honoratioren-Vereinen im tiefsten Oberbayern vermuten würde. Sie vertreten den richtigen Standpunkt und der folgt einem Lifestyle, der geprägt ist von einem knallharten neoliberalen Grundgerüst. Dass eine solche Einstellung nahezu naturwüchsig dazu führt, dass diese selbsternannten Eliten sich auch intern ihrer Basis gegenüber in gleicher Manier verhalten, ist schon banal. Auch die schönste Rhetorik ändert da nicht viel.

Der nachfolgende Beitrag schildert die Erfahrungen, die Aktivist*innen im Frankfurter Nordend machen mussten als sie versuchten, mehr Mitsprache in den Belangen ihres Umfeldes einzufordern. Wie stets wurden sie auf der ganzen Linie abgeschmettert und vorgeführt. Der Zorn ist verständlich und bei der vorherrschenden Arroganz vornehmlich grüner Amtsinhaber*innen unausweichlich.

Bei dem Vorhaben geht es um den Bau einer Quartiersgarage und den Neubau einer Turnhalle und einer KiTa auf dem Schulhof einer Grundschule. Im wesentlichen geht es um die Bevormundung der Bürger*innen und die völlige Ignoranz der Bedarfe und Bedürfnisse im Quartier.

Das Nordend steht seit einiger Zeit unter gewaltigem „Nachverdichtungs“-Druck mit den entsprechenden Anforderungen an die Infrastruktur des Viertels, der zum Teil nur dadurch zu lösen ist, dass dafür Areale im Besitz der Stadt herhalten müssen und die resultierende Wohnqualität der unmittelbaren Nachbarschaft dafür geopfert wird. Lösungen werden eben nicht im Dialog gesucht, sondern nach mehr oder minder dubiosen Planungsprozessen einfach vorgegeben. Irgendwann reicht es dann dem friedlichsten Menschen.

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Die Grünen im Römer: Kein Glücksfall für unsere Demokratie

Grüne Doppelmoral im Nordend

von Horst Erlenkötter, Aktivist der BI Quartiersgarage Glauburg

Noch immer bin ich geschockt vom Possenspiel am Donnerstagabend im Ortsbeirat 3. Die Hochbauten (Turnhalle und Kita) sollten vorgestellt werden. Frau Sorge (Bildungsdezernentin), die bisher durch ihre Abwesenheit glänzte und durch diktatorische Entscheidungen von oben herab, so schickte sie einen banalen, verlogenen Brief an den Ortsbeirat 3, der die Arbeit des Ortsbeirates, ihrer eigenen Parteigenossen und der BI contra Quartiersgarage Glauburg ins Lächerliche zog, gesellte sich diesmal persönlich zu ihrer eigenen, grünen Werbeveranstaltung.

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Freitag, 5. Juli 2013, 14:00 Uhr, F-Hauptwache: Einzelhandels-Tarifkonflikt-Solidaritätsaktion mit Bernd Riexinger

Zur Solidaritätsaktion: Ort: Frankfurt am Main, Hauptwache Datum: Freitag, 5. Juli 2013, 14:00 Uhr. Am 5. Juli 2013 wird es an der Hauptwache mit dem Bundesvorsitzenden Bernd Riexinger der Partei DIE LINKE., welcher ver.di-Bezirksgeschäftsführer in Stuttgart war, um 14:00 Uhr eine Solidaritätsaktion zum Tarifkonflikt im Einzelhandel geben. Machen Sie mit? Unsere Unterstützung wird die Lohnarbeiter [...]

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Grüne Spießer im Wahlkrampf

  Das hatten sie sich etwas anders vorgestellt, diese satten grünen, mehrheitlich leicht in die Jahre gekommenen Gentrifizierer der ersten Stunde im Frankfurter Nordend. Ein gediegenes Publikum, das eine ebenso muffige Darstellung seitens der Politiker*innen, kurz bei Häppchen und Vino mals so ein bißchen über Wohnungspolitik räsonieren, denn die meisten der dort versammelten stehen auf [...]

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Merkels Coup – positiv gestimmt in den Abgrund

 SIE hat es wieder einmal gut hinbekommen, diese „unsere“ Angie. Dabei geht es nicht um das, was sie versprochen hat – oder eben auch nicht. Denn eigentlich hat sie nur gesagt, mit ihr könnte es so etwas geben wie mehr dies und mehr das ohne mehr Steuern und so. das heisst, erst müsst ihr mich [...]

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Dieser Tage im Westend

Die Tochter der stadtbekannten Immobilienfirma Franconofurt lud ein, stilgerecht mit Sekt und Häppchen, um ein weiteres Prestige-Objekt an den Mann und die Frau zu bringen: Die „Westend-Suites“, wohnen für den gehobenen Geschmack an der Bockenheimer Landstrasse. Da gibt es schon mal 3 Zimmer mit 116 qm für 745.000 € oder 4 Zimmer mit 152 qm [...]

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Veranstaltung: Polizeigewalt unter schwarz-grüner Stadtregierung

Einst warben DIE GRÜNEN als basisdemokratische Organisation mit sozialen Bewegungen gegen staatliche Repressionen, das brachte Sympathien und Wählerstimmen, gerade im städtischen Milieu Frankfurts. Tempi passati, heute stehen sie eher für eine “Latte Macchiato Bourgeoisie”, die vorrangig schöne Vorgärten rund ums ruhige Eigenheim pflegt. Daneben bildet sie eine konservative Koalition im Römer, die gerne mal mit [...]

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