Frankfurter Gemeine Zeitung

Veranstaltung „BRAUNER TERROR – Die Hintergründe des NSU“

Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen – am 22. August um 19 Uhr im Ka Eins (Westbahnhof), Kasseler Str. 1a, Ffm

Jahrelang konnte in Deutschland die Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund – NSU“ unbehelligt morden, Banken überfallen und Bombenanschläge verüben. Zehn Tote und dutzende Verletzte gehen auf das Konto der militanten Gruppe, die sich scheinbar völlig frei in Deutschland bewegte, obwohl es von Beginn an eine Vielzahl von Hinweisen gab und ihr Umfeld mit staatlich bezahlten V-Leuten durchsetzt war. Spuren wurden nicht nur bundesweit übersehen, sondern von Politik und Behörden aktiv ausgeblendet.

Wenn dies ein „singuläres Versagen“ war, wie bis heute von Verantwortlichen behauptet wird, stellen sich Fragen: Warum sind Politik und Behörden allesamt zahlreichen Hinweisen nie nachgegangen? Was sagt es über die gültige Sicherheitsdoktrin aus, wenn sie Gewalt und Terror von rechts weder erkennt noch dämpft? Wem nützen staatlich finanzierte V-Leute, wenn sie schwerkriminell und vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt sind? Warum verheimlichen und schreddern die Behörden reihenweise die zur Aufklärung notwendigen Akten? Und welche Perspektiven gibt es zur Überwindung dieser Probleme?

Gäste:
John Goetz: ARD-Hauptstadtstudio, investigativer Journalist im Bereich Geheimdienste, Autor des Buches „Die Zelle“ zum NSU
Geboren in Chicago lebt und arbeitet John Goetz seit1989 in Berlin und wurde für seine investigativen Arbeiten als Journalist und Autor u. a. 2011 mit dem Henri-Nannen-Preis ausgezeichnet. Nach Stationen als Redakteur beim SPIEGEL und PANORAMA arbeitet er nun als NDR-Redakteur für investigative Recherche beim ARD-Hauptstadtstudio und für das investigative Ressort der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG. Er war publizistisch an der Aufdeckung der CDUSpendenaffäre, der Rolle des BND im Irakkrieg und der Kunduz-Affäre beteiligt.

Bodo Ramelow: Vorsitzender Fraktion DIE LINKE Thüringen und Herausgeber des Buches „Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen“
Der ehemalige Gewerkschaftssekretär aus Hessen war bis 2009 stellvertr. Vorsitzender der LINKSFRAKTION im Bundestag, ist seit 2009 Oppositionsführer und Vorsitzender der LINKSFRAKTION in Thüringen. Er hat diverse Publikationen zum Thema Geheimdienste und Nazi-Netzwerke herausgegeben, zuletzt das Buch „Schreddern, Spitzeln, Staatsversagen“, das sich mit der Rolle des Staates im NSU-Skandal beschäftigt.


Veranstaltungshinweis: Euro über alles? Wem nützt der Euro?

Occupy-Demonstration am 15. Oktober 2011. Foto von Bernhard Schülke

Bleibt Deutschland im Euro-Raum? Soll Griechenland raus aus dem Euro? Was hat es mit der populistischen Kernforderung der neuen rechtspopulistischen Partei “Alternative für Deutschland” auf sich? Wie lassen sich die Finanzprobleme wirklich beseitigen? Was sind Scheinlösungen, was die realen Ursachen?

Das sind Fragen, die mich veranlasst haben, Ihnen jetzt den Besuch einer Veranstaltung des marx21-Forums mit dem Titel

Euro, Euro über alles? Wem nützt der Euro?

am nächsten Donnerstag, den 22. August 2013, 19:00 Uhr
im Bildungsraum Schönstraße 28, Frankfurt am Main*

zu empfehlen.

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Diskussionsveranstaltung mit einem Einleitungsreferat von David Meienreis, wirtschaftspolitischer Referent der Fraktion der Partei DIE LINKE. im hessischen Landtag.

In der Veranstaltungseinladung heißt es unter anderem:

…Die Regierungen in Europa, auch die Deutsche, und die Troika sind ratlos.

Trotzdem haben sich in Deutschland alle potentiellen Regierungsparteien, die Wirtschaftsbosse und die allermeisten Wirtschaftsweisen in einer Frage eindeutig positioniert: Der Euro, das heißt der Euro-Währungsverbund, muss gerettet werden – auf Kosten der beschäftigten und arbeitslosen Arbeiter und Angestellten. Diese Politik bereitet den Boden für reaktionäre Parteien und den organisierten Rassismus der Nazis. …

* Zu Fuß gut zu erreichen: Gehen Sie am südlichen Ende des Frankfurter Hauptbahnhofs auf der Mannheimer Straße (den Straßenbahnschienen entlang) solange gerade aus, bis Sie die Hardenbergstr. erreichen. Sie verlassen die Mannheimer Straße und gehen links in die Hardenbergstr. Dann gehen Sie rechts in die Schönstraße. Auf der rechten Seite finden Sie den Bildungsraum in der Schönstraße 28 (leicht zu erkennen an der großen Fensterfront).


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