Frankfurter Gemeine Zeitung

Namenswechsel im Norden: “Bild am Montag”

Wer die Zeitläufte der Medienwelt und die heutigen politischen Konstellationen noch nicht so recht glauben mochte, oder wer sich ein bißchen wegen seiner gelegentlichen Einfältigkeit und den dümmlichen Phrasen schämte, über die er sich zuweilen so klammheimlich freuen konnte, oder wer im Mittelstand eines Speckgürtels lebt, auch so denkt, und das ein bißchen für sich selbst abgeschatten möchte – all denen sei gesagt: Tempi passati.

Der Spiegel wird nun ganz offiziell zu dem, was er schon seit bald zwei Jahrzehnten artikuliert, nämlich ein neoliberales Regierungsblatt erster Güte, das dem Berliner Regierungsviertel und dem BDI ganz flink nach dem Mund redet, und gut mit dem Jäckchen linksliberaler Vergangenheit die Verkaufszahlen halten konnte. Das hat er nun endgültig abgelegt.

Endlich werden Bild und Spiegel faktisch nämlich eine Kampfront.


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