Frankfurter Gemeine Zeitung

Veranstaltung: Frankfurts Aufstieg zur Global City

Eine Veranstaltung mit Klaus Ronneberger

Donnerstag, 26. September 2013 | 19 Uhr | KOZ, Studierendenhaus Campus Bockenheim

Heute existiert eine Hierarchie von Städten, die auf unterschiedliche Weise in die Global-City-Formation integriert sind: An der Spitze stehen Metropolen wie New York, London, Tokio und Schanghai. Auf der nächsten Stufe folgen für den europäischen Bereich Amsterdam, Paris, Zürich und Frankfurt.

Spätestens in den 1980er Jahren überschritt die Rhein-Main-Metropole die Schwelle zur Global City. Eine von Finanzsektor geprägte Dienstleistungsökonomie, international eingebunden durch Börse, Messe und Flughafen, bildete die Basis für die fortschreitende Verflechtung der Stadt in den Weltmarkt. Der Aufstieg von einem nationalen Finanzzentrum zu einem strategischen Knoten der Global-Ökonomie hat auch die sozialräumlichen Strukturen von Frankfurt nachhaltig verändert.

(anschließend Barabend und DJs)


Go-In bei mehreren Wohnungsbaugesellschaften in Berlin

Pressemitteilung 25.09.2013, Bündnis „Zwangsräumung verhindern“

Heute, am Mittwoch, den 25.09.2013, um 11 Uhr führen Aktivistinnen und Aktivisten bei 6 Wohnungsbaugesellschaften ein Go-In durch und fordern den Stop von Zwangsräumungen. In den letzten Monaten konnte das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ über 20  Zwangsräumungen im Vorfeld verhindern, viele weitere werden aber weiterhin still und leise durch die Wohnungsbaugesellschaften durchgeführt. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ baut mit der heutigen Aktion Druck auf, um die skandalöse Zwangsräumungspraxis zu beenden.

150 Mieterinnen und Mieter in Kooperation mit Stadtteilinitiativen und politischen Bündnissen besuchen dabei die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften GESOBAU, GEWOBAG, HOWOGE, STADT UND LAND, WBM und die privatisierte, ehemals öffentliche Wohnungsbaugesellschaft GSW.

Die stark steigenden Mieten führen zu einer verschärften Verdrängung und Zuspitzung der sozialen Lage in Berlin. Es gibt für Menschen mit geringem Einkommen fast keine Wohnungen mehr, die Existenz von vielen Menschen ist unmittelbar bedroht. Das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ wehrt sich gemeinsam mit Betroffenen gegen die gewalttätigste Form der Verdrängung – die Zwangsräumung. Nach der spektakulären Blockade der Zwangsräumung der Familie Gülbol im Februar mit über 1000 Anwohnerinnen und Anwohnern konnte das Bündnis durch Go-Ins, Kundgebungen und Verhandlungen über 20 Zwangsräumungen verhindern. Das Bündnis ist aber nicht nur in Einzelfällen tätig, sondern fordert das generelle Ende von Zwangsräumungen. Zwangsräumungen haben immer dramatische Auswirkungen auf die Betroffenen, im April diesen Jahres starb sogar eine zwangsgeräumte Frau wenige Tage nach der Räumung.

Der Senat glaubt mit dem Bau von wenigen Wohnungen und schwammigen Lippenbekenntnissen wie dem „Mietenbündnis“, die Mieterinnen und Mieter beruhigen zu können. Kapitalistischer Wohnungsmarkt und Profitdenken werden die Probleme der Mieterinnen und Mieter aber nicht lösen können. Aber auch die öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften arbeiten wie private Unternehmen und erhöhen kräftig die Mieten.

Sarah Walter vom Bündnis „Zwangsräumung verhindern“ dazu: „Wir haben viele einzelne Zwangsräumungen verhindert, aber wir wollen mehr erreichen für die Mieterinnen und Mieter in Berlin. Es sollten ihre Bedürfnisse in den Vordergrund gestellt werden und nicht das Profitinteresse von Wohnungsunternehmen. Mit unserem Protest gegen Zwangsräumungen wollen wir erreichen, dass Wohnungen nicht mehr als Ware gehandelt werden. Um dieses Ziel zu erreichen und damit steigende Mieten wirklich stoppen zu können, müssen wir noch mehr Menschen werden, die sich gegen die Verhältnisse zur Wehr setzen.“

Auch in anderen Städten finden heute ähnliche Aktionen bei profitorientierten Wohnungsbaugesellschaften statt. Am kommenden Samstag, den 28.09., findet ein großer bundesweiter Aktionstag statt. Am Samstag wird es eine große Aktionsdemonstration geben, in der unterschiedliche Kämpfe in Berlin präsent sein werden. Die Demonstration startet um 14 Uhr am Lausitzer Platz. Das Bündnis „A100 stoppen“, der Berliner Energietisch, das Bündnis „Zwangsräumung verhindern“, widerständige Geflüchtete, Kotti und Co und viele weitere stadtpolitische Initiativen werden an der Demonstration teilnehmen.

Eine Pressemitteilung zu den ersten Reaktionen der Wohnungsbaugesellschaften folgt in den nächsten Stunden. In dem Zusammenhang weisen wir auch nochmal auf die Pressekonferenz zur Demonstration am 28.09. hin, die morgen, am Donnerstag um 11 Uhr in der
Regenbogenfabrik in Kreuzberg stattfindet.


Zukunft im Philosophicum: Wohnen. Arbeiten. Leben.

Veranstaltung am 25. September 2013, 19:30 Uhr – Festsaal des Studierendenhauses, Uni Campus Bockenheim

Zukunft im Philosophicum: Wohnen. Arbeiten. Leben. Unter diesem Titel stellt sich die Projektgruppe Philosophicum in einer Abendveranstaltung vor. Wir wollen unseren zukünftigen Nachbar_innen im Stadtteil und allen Interessierten den Stand unserer Bemühungen um den Erhalt und die zukünftige, soziale Wohn-Nutzung des Philosophicums vorstellen und um Unterstützung des Projektes werben. Die Projektgruppe will in dem ehemaligen Uni-Gebäude auf dem Campus Bockenheim bezahlbaren Wohnraum für ca. 150 Menschen schaffen sowie öffentliche Angebote für den Stadtteil entwickeln.

Referent_innen:

- Dr. Sebastian Schipper (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe-Uni in den Bereichen Kritische Geographie und Stadtentwicklung) zu Wohnungsnot und Gentrifizierung in Frankfurt am Main … und was man dagegen tun kann.

- KuP Architekten (Frankfurt) zum architektonischen Konzept unseres Projekts.

- Mitglieder der Projektgruppe Philosophicum, über solidarische Nutzungsformen des Philosophicums.

Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich.

Weitere Informationen unter philosophicum.org


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