Frankfurter Gemeine Zeitung

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Seit 2003 organisiert die Amadeu Antonio Stiftung bundesweit die Aktionswochen gegen Antisemitismus. Das Ziel dieser Initiative ist es, rund um den 9. November an vielen Orten gleichzeitig ein breites Spektrum von Veranstaltungen gegen Antisemitismus zu organisieren und zu vernetzen sowie Diskussionen über verschiedene Ausprägungen des Problems anzustoßen.

Mit knapp 350 Veranstaltungen in über 80 Städten im ganzen Bundesgebiet sind die Aktionswochen die größte Kampagne gegen Antisemitismus in Deutschland.

Auch wenn der zeitliche Bezugspunkt der 9. November ist, müssen die Veranstaltungen nicht zwangsläufig einen historischen Kontext haben – im Gegenteil. Die Stiftung freut sich sehr über Veranstaltungen, die aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus in Deutschland und Europa im Fokus haben.

Die im Rahmen der Aktionswochen stattfindenden Veranstaltungen reichen von Vorträgen über Workshops, Stadtrundgänge, Ausstellungen bis hin zu Theater- und Gesangsaufführungen. Der Kreativität der Partnerinnen und Partner sind dabei kaum Grenzen gesetzt. Die Amadeu Antonio Stiftung unterstützt die Initiativen bei der Ideenfindung, Realisierung und Durchführung der lokalen Veranstaltungen sowie mit breiter Öffentlichkeitsarbeit.

Veranstaltungskalender in Hessen / Frankfurt

 

 


Was rettet mich auf Dauer vor den großen Abhör-Monstern?

Viel Gerede gibt es gegenwärtig über allgegenwärtiges Abhören und Nachsehen: im Web, auf öffentlichen Plätzen und hinter dem Handy. Die meisten hier und anderswo kümmert das nicht viel, denn Spione gab es ja schon bei den alten Griechen. Na ja, und im weiteren schütze ich mich einfach auf folgende Art:

1. Ich widme mich ganz entspannt nur wirklich erlaubten Dingen
2. Ich äussere mich zum Wichtigen nur im ganz privaten Freundeskreis
3. Ich höre einfach nicht mehr auf die dauernden Enthüllungen von fragwürdigen Spionen und ihren Helfershelfern
4. Ich streife nur noch durch die echt witzigen News
5. Ich freue mich auf die anstehende “Breitbandoffensive” der großen Koalition
6. Ich arbeite an der Erfüllung meiner Zielvereinbarungen
7. Ich bemühe mich deshalb, auch in Zukunft glücklich zu sein
8. Und ich versuche, mich gegen manche Monster noch besser zu immunisieren

Ernst in Daemon


Bleiberecht für den Kleinen Hammering-Man

Die Stadt Frankfurt will das seit mehr als 18 Jahren auf dem Hülya – Platz stehende Mahnmal auf zum Jahresende entfernen lassen. Dies obwohl sich anlässlich  des 20. Jahrestags des Brandanschlags in Solingen am 29. Mai dieses Jahres mehrere Initiativen sowie der neu gewählte SPD Landtagsabgeordnete Turgut Yüksel und die Frankfurter Dezernentin für Migration  Eskandari-Grünberg,  viele  Bürger und Bürgerinnen für den Erhalt einsetzten. Sie fordern, dass die mehrfach abgetragenen Statue, die am 29. Mai 2013 in neuer Ausführung wieder aufgestellt wurde, endgültig auf dem Hülya – Platz verbleibt.
Frau Eskandari Grünberg sprach sich bei der Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Anschlags von Solingen für eine offizielle Duldung des DENK- MAL´s aus.
Auch die Mitglieder des Ortsbeirats 2  verabschiedeten am 2.09.2013 einstimmig den Antrag für eine dauerhafte Erlaubnis des Mahnmals.

Die Argumente zur Entfernung des Denkmals können nur als fadenscheinig und vorgeschoben bezeichnet werden. Die Behauptung vom Amt für Wissenschaft und Kunst, es gehe beim Hammering – Man um ein „Verbot für die Verwendung eines Symbols mit faschistischer Aussage“, trifft gemäß dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 2007 nicht zu. Das zerschlagene Hakenkreuz ist eindeutig als sichtbares Zeichen gegen faschistische, rassistische und neonazistische Propaganda und Ideologie eingesetzt. Auch die Behauptung, der „Kleine Hammering – Man“ sei ein Plagiat, ist falsch. Der „Kleine Hammering – Man“ besitzt eine grundsätzlich andere Aussage als der „Hammering-Man“ vor dem Messe-gelände. Das Denkmal auf dem Hülya – Platz besagt, dass Menschen gegen Diskriminierung, Menschenverachtung und -vernichtung heute und in der Zukunft auftreten werden.

Der „Kleine Hammering – Man“ ist so aktuell wie vor 18 Jahren. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands 1990 bis Ende 2011 wurden von der Amadeu Antonio Stiftung 182 Todesopfer durch Angriffe auf MigrantInnen, Obdachlose und Homosexuelle aufgrund rassistischer und rechtsextremer Gewalttaten gezählt. Bundesweit existieren seit langem regionale Hochburgen, in denen Rechtsradikale die Gesellschaft in einem erheblichen Ausmaß unterwandert haben. Durch massive Polizeikräfte geschützt, können rechtsextreme, faschistische Gruppen, so der Versuch am 1. Mai 2013 in Frankfurt, ihre menschenverachtende und erniedrigende Propaganda in Aufmärschen vertreten. Dies ist Grund genug ein eindeutig antirassistisches und antifaschistisches Mahnmal zu erhalten und zu schützen.

 

Sie können die Initiative unterstützen:

Ich unterstütze die Forderung: Keine Entfernung des „Kleinen Hammering – Man“, der am 14. Mai 1995 aus Anlass des 50. Jahrestages der Befreiung vom Faschismus und des Brandanschlages von Solingen am 29. Mai 1993, bei dem 5 Menschen ihr Leben verloren haben, aufgestellt wurde.

Name, Vorname Adresse Unterschrift

Ausgefüllte Listen zurück an:

Türkisches Volkshaus Frankfurt e.V., Werrastr. 29, 60486 Frankfurt a.M.


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