Frankfurter Gemeine Zeitung

Jagdszenen aus Bayern

Modern ist´s, reich ist´s und weltoffen: BAYERN. So verkünden es jedenfalls die Marktstrategien rund um die bayerische Staatskanzlei und der herrschenden CSU für das Land, das ein paar Kilometer hinter Frankfurt beginnt. Die deutsche Modernität 2013 möchten sie verteidigen, dort im Süden, und dafür schaut man genau hin: wer hat was, wen wollen wir und wer muß schnell weg von unseren Futtertrögen.

Bei den Falschen, den Minderbemittelten ist dann nichts mehr mit “weltoffen” und “modern”, bei denen wird es ernst.

Und aus Hessen, von der CDU hier können sie einiges lernen, die Bayern, die haben nämlich besonders viel Erfahrung mit ungewünschten Ausländern. Richtige Investoren, keine falschen Roma, heißt schon lange die christdemokratische Devise in Hessen.

Deswegen gilt jetzt in Bayern, zum fröhlichen Jahresausklang 2013: “Wer betrügt, der fliegt”!

Besonders auf  die Unterscheidung erfolgreich versus erfolglos legt man Wert rund um München, im Kern Bayerns, wo sie so gerne echte Panzer produzieren. Panzer für den Alltag und Panzer für den Festtag, Mittelstandspanzer und scharf schießende Panzer, der BMW X6 oder der Leopard 2. Mit denen lässt es sich richtig flink auf dem Münchner Ring paradieren, und oben aus der Luke raus blicken, mit Pinot Grigio aus dem Schiebedach oder Balkan-Karte auf dem Geschützturm.

Die Deutsche Spiesser-Armee im reichen Süden und anderswo muß schließlich wissen, wohin man die “Massen von Ausländern” jagt.  HOLLADIHO!

Beide Fahrapparate sind  Symbole bayerischer Hochtechnologie und weltweit beliebt. Natürlich auch bei den Arabern, eben den richtigen Ausländern, denen, die nicht lügen über ihr vieles Bargeld. Die anderen, die armen Schlucker, müssen weg von der Straße, müssen weg fliegen, ob hier in Bayern oder dort Bahrain – wofür sonst haben wir denn den X6 und den Leo 2 gebaut? “Straße frei vom Pleite-Pöbel” klingt es energisch im CSU-Milieu, und das kultiviert inzwischen Koalitionen hier und dort.

Zur Überraschung im deutschen Süden, zwischen München, Stuttgart und Frankfurt betrifft  die Kampagne die CSU aber auch ihre eigenen Flieger, denn die sind zweifellos geldwert und bestens erfahren im Lügen und Betrügen.

Wie kennen wir sie doch, die Bagage, ihr auch?


2 Kommentare zu “Jagdszenen aus Bayern”

  1. Hans

    Wow…wenn, ich das richtig überblicke sind die Verfasser in diesem Blog Mitglieder/Anhänger der Partei “Die Linke”.

    Und die wagen es tatsächlich über das Thema Flüchtlinge zu reden? Und sich sogar moralisch über andere zu erheben.

    Darf ich da höflichst an den Umgang der Keimzelle (SED) dieser Partei mit Flüchlingen erinnern? Dieser Umgang war: deutsch-gründlich-tödlich.

    Leute der Partei “Die Linke”, die teilweise noch in der SED tätig waren, sollten zu diesem Thema einfach die Fresse halten (Sorry, das kann und darf man nicht freundlicher ausdrücken)

  2. ano

    Genau, die bulgarischen Roma mit SED-Mitgliedschaft brauchen wir nicht!
    Alle anderen sind hier herzlich willkommen, in Bayern wie in Hessen.

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