Frankfurter Gemeine Zeitung

15. Januar 2014: Inge Hannemann in Hanau, Rosa-Luxemburg-Gedenkveranstaltung in Frankfurt

Zwei empfehlenswerte Veranstaltungen der Linken, leider zur gleichen Zeit an unterschiedlichen Orten: Inge Hannemann in Hanau und die alljährliche Rosa-Luxemburg-Gedenkveranstaltung in Frankfurt am Main.

Inge Hannemann hat traurige Berühmtheit erlangt. Sie verlor ihren Job dafür, dass sie sich vorbildlich in Hamburg um die Arbeitsmarktintegration schwerst-Vermittelbarer kümmerte. Das Fass zum Überlaufen brachte ihre öffentliche Kritik. Das war den Oberen zuviel, sie mußte gehen. So geschehen unter der Herrschaft des SPD-Oberbürgermeisters Olaf Scholz (SPD!), davor Bundesarbeitsminister der schwarz-roten großen Koalition und nachfolger von Walter Riester (ebenfalls SPD), einem Gewerkschafter (!), der die sogenannten Hartz-Gesetze auf den Weg brachte.

Wer mehr über Inge Hannemann und ihre Texte erfahren möchte, sollte ihr Blog lesen: »altonabloggt«. In der FGZ können Sie zu Inge Hannemann »Interne Jobcenter-Kritikerin Inge Hannemann braucht unsere Solidarität!« nachlesen.

Wenn Sie Inge Hannemann kennenlernen möchten, sie ist am 15. Januar 2014 bei den Linken in Hanau zu Gast: Sie referiert in einer INFO-VERANSTALTUNG  ab 19 Uhr in der Sandelmühle Hanau, Philipp-August-Schleißner-Weg 2a.

Aus dem Linken-Flugblatt zur Veranstaltung “Soziale Mindestsicherung statt Sanktionen”:

»Inge Hannemann, die Hamburger Jobcenter-Mitarbeiterin, hat Hartz IV und die Behördenpraxis öffentlich kritisiert. Die Bundesanstalt für Arbeit hat sie als „Gefahr“ für die Mitarbeiter*innen abgestempelt und vom Dienst suspendiert. Doch sie spricht nur aus, was offensichtlich ist: Hartz IV schafft eine existenzielle Erpressbarkeit bei den Betroffenen und produziert einen Markt des Niedriglohnsektors“.

Hartz IV hat Armut vermehrt. Zwei Drittel der Beschäftigten, die arbeitslos werden, gehen zum Job-Center und beantragen Hartz IV. Sie müssen ihr Leben vor den Fallmanager*innen ausbreiten und werden erniedrigt und gedemütigt – wer nicht spurt, dem werden mittels Sanktionen die Lebensgrundlagen entzogen.

Doch nicht die Fallmanager*innen sind verantwortlich für zunehmende Armut, steigenden Sanktionsdruck und fortschreitende Isolation der Betroffenen. Es ist das System Hartz IV. Wir wollen an diesem Abend klären: Wie sieht die Arbeit in den Jobcentern konkret aus? Warum gibt es auch dieses Jahr wieder deutlich über 100.000 Klagen gegen die Behörden? Und wie lässt sich Solidarität gegen das Hartz-IV-System organisieren?

Wir wollen auch unsere Forderung einer sanktionsfreien Mindestsicherung und Schritte dahin vorstellen.«

 

Rosa Luxemburg

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 in Berlin ermordet. In Gedenken ihres Todes laden die Frankfurter Linke zu einer Kundgebung am 15. Januar 2014 ein: Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Bockenheimer Warte in Frankfurt am Main mit anschließender Demonstration und Kundgebung (18.30 Uhr) an der Gedenktafel am Titania (Basaltstr. 23).

»Weil sie den Armen die Wahrheit gesagt haben die Reichen sie aus dem Leben gejagt«
(Aus »Grabschrift 1919«, Bertolt Brecht 1919).

Die Kundgebung hat das Leitthema »1914 – 2014 – 100 Jahre gegen Krieg und Kapitalismus«.

Mitwirkende sind:

Bettina Kaminski (Schauspielerin),
Peter Scherer (Historiker) und 
Ernesto Schwarz (Liedermacher).

Im Aufruf zahlreicher Unterzeichner/Unterstützer heißt es:

»Heute am 95. Jahrestag ihrer Ermordung gedenken wir der beiden sozialistischen Vorkämpfer gegen Krieg, Ausbeutung und Unterdrückung. Wir tun dies an dem Ort, von dem aus Rosa Luxemburg am 26. September 1913 bei einer großen Versammlung vor der Gefahr eines Weltkriegs gewarnt und zum aktiven Widerstand im Falle des Kriegsausbruchs aufgerufen hatte.

Karl Liebknecht hatte im Dezember 1914 als Einziger von 111 sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten gegen die Kriegskredite gestimmt und damit ein Zeichen des Widerstandes gesetzt.

•  „Die Dividenden steigen, und die Proletarier fallen“ (Rosa 1915)
•  „Der Hauptfeind steht im eigenen Land.“ (Karl 1915)
•  „Proletarier aller Länder vereinigt Euch! (Rosa zitiert 1915 Karl Marx)
•  „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit der Regierung“! (Karl am 1. Mai 1916)
•  „Krieg dem Krieg!“ (Karl 1917)
•  Rosa verbrachte wegen ihres unermüdlichen Widerstandes gegen den Weltkrieg 3 1⁄2 Jahre im Zuchthaus, Karl 2 1⁄2 Jahre.

Ihre Aufrufe gegen den Krieg blieben jedoch nicht ungehört. Nach vierjährigem Gemetzel mit insgesamt über neun Millionen Gefallenen erhoben sich die Soldaten und Arbeiter zuerst in Russland und dann in Deutschland und beendeten den Weltkrieg durch Generalstreik und Revolution.

Wir ehren Rosa und Karl und erheben heute unsere Stimme für die Sache, für die sie ihr Leben lassen mussten:

Gegen Krieg und für soziale Gerechtigkeit!

Wir fordern gemeinsam mit vielen Friedensfreunden:

•   Sofortiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan
•   Stopp aller Waffenexporte!
•   Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr
•   Gegen militaristische Werbung der Bundeswehr an Schulen,
•   Hochschulen und in Arbeitsämtern
•   Geld für die Aufgaben der Kommunen statt für Kriegseinsätze!«


6 Kommentare zu “15. Januar 2014: Inge Hannemann in Hanau, Rosa-Luxemburg-Gedenkveranstaltung in Frankfurt”

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