Frankfurter Gemeine Zeitung

Kundgebung: Die Stadt gehört allen! Schluss mit der rassistischen Hetze!

Für Donnerstag, den 23. Januar 2014 ruft ein Bündnis verschiedener Gruppen und Einzelpersonen zu einer Kundgebungsreihe auf. Anlass ist die zunehmende rassistische Hetze besonders gegen Migrant_innen aus Süd- und Osteuropa. Mit den Kundgebungen um 17.00 Uhr am Ordnungsamt in der Kleyerstraße 86, um 18.15 Uhr am Jobcenter im Gutleutviertel (Mannheimer Straße Ecke Baseler Straße) und um 19.15 Uhr an der Leipziger Straße Ecke Juliusstraße soll das Zusammenspiel von staatlichem und gesellschaftlichem Rassismus sowie die Durchsetzung durch die Ordnungsbehörden thematisiert werden.

Kim Bäumert aus dem Bündnis erklärte zu den Kundgebungsorten »Das Ordnungsamt und die ebenfalls dort ansässige  Ausländerbehörde stehen für eine Politik, in der existenzielle und sozialen Fragen mit Ausgrenzung, Abschottung und Unterscheidung von Migrant_innen in ›verwertbare‹ und ›unerwünschte‹ beantwortet werden. Das Jobcenter an der Baseler Straße als zentrale Anlaufstelle für Obdachlose sorgt durch seine Praxis der pauschalen Ablehnung dafür, dass die bereits marginalisierten Menschen keine Chance bekommen, in dieser Gesellschaft Fuß zu fassen.«

Sascha Kirschberger ergänzte: »Bei der dritten und letzten Kundgebung auf der Leipziger Straße soll die rassistische Mobilmachung durch Bürger_innen und die Medien thematisiert werden.«

Im Sommer 2012 wurde eine Gruppe Migrant_innen aus Bulgarien gezwungen, ihr Haus in der Leipziger Straße zu verlassen, nachdem sich Bockenheimer Anwohner_innen in einem offenen Brief in rassistischer Manier um ihren »sozialen Frieden« in Bockenheim sorgten.
Der offene Brief war für verschiedene Bockenheimer Gruppen und Einzelpersonen Anlass, sich gemeinsam und kontinuierlich mit Rassismus und Antiziganismus vor der eigenen Haustür auseinanderzusetzen. Ein Ergebnis dieser Auseinandersetzung ist die Organisierung von kostenlosen Sprachkursen.

Ein weiteres ist die Kundgebungsreihe, zu der das Aktionsbündnis gegen Abschiebung Rhein-Main, die Daimlerstraßen AG des Hanauer Sozialforums, der Förderverein Roma e.V., die Krisengruppe, turn*left und das Stadtteilbüro ›Zukunft Bockenheim‹ aufrufen.


Bisher keine Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Comment moderation is enabled. Your comment may take some time to appear.

 

Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.