Frankfurter Gemeine Zeitung

Zum Fachkräftemangel in Deutschland – ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

Wer kennt sie nicht, die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit? Wenn ein Fachkräftemangel herrscht, sollte er sich in der Jobbörse, einmal abgesehen von den nicht seltenen Fake-Stellenangeboten, dokumentieren lassen.

Ich hatte angesichts der persönlichen Stellensuche den Gedanken, dem angeblich vorhandenen Fachkräftemangel anhand eines Suchlaufs entschieden auf den Grund zu gehen. Meine Suche umfasste eine Standardsuche mit dem Begriff “Umwelt” im Standardumkreis von 50 km, Postleitzahl 60385 (Schwerpunkt: im Osten Frankfurts).

Die besonders ermutigenden Top-Suchergebnisse habe ich für Sie als Bildschirmfoto festgehalten. Lesen Sie bitte selbst:

(Suchlauf: 28. März 2014, 20:25 Uhr)


Das Bildschirmfoto zeigt anschaulich, welche Jobwunder es im aktuellen »Aufschwung« (?) zu erwarten gibt.

Apropos Wunder, mich wundert inzwischen nichts mehr in unserem Lande. Haben Sie etwa noch irgendwelche Fragen?

- Crosspost -


Empörung 2014: neue Jugendbewegungen in Deutschland

Gestern brachte mich der Sendersuchlauf auf einen dieser hip-kommerziellen U25 Sender in Rheinmain, die uns neben den aktuellen gesponserten Hits Fragen an ihr Publikum präsentieren. Diese drehen sich oft um ihre Lebensweisen, drängende Wünsche und das Weltverständnis drum herum, möglichst etwas cool, so auch am Mittwoch.

Eine  Antwort, wirklich aufrichtig und vehement vorgebracht, ließ mich aufhorchen, denn bereits die Fragestellung klang interessant. Wie wir den Nachrichten entnehmen konnten, so der Moderator, gab es heute Warnstreiks von Verdi zu den Tarifforderungen im öffentlichen Dienst, und die Leute gingen sogar auf die Strasse. Aus dem Radio appellierte der Sprecher dann an die Zuhörerschaft, sich doch zur eigenen Empörung zu äussern, für was das Publikum denn selbst auf die Strasse gehen und für seine Empörung mal richtig Platz fordern würde.

Kurz danach meldete sich eine Hörerin, die ihren Unmut über schreiende Ungerechtigkeit kaum bremsen konnte. Sie selbst und viele ihres Bekanntenkreises können es einfach nicht mehr ertragen, wie Pitbulls und andere Kampfhunde in der Öffentlichkeit diskriminiert werden, hieß es. Damit müsse endlich Schluß sein, und eine Demonstration, gar Besetzung würde Tausende mobilisieren, und zwar nicht nur Hundehalter.

Sie selbst habe ein fünfmonatiges Baby und einen fünfjährigen Pitbull, und die beiden verständen sich wirklich prächtig. Das sei doch ein Zeichen dafür, dass echte Gemeinschaften von ignoranten staatlichen Stellen und Interessenverbänden diskriminiert werden, und so kann es echt nicht weitergehen.

Wie wahr, ein erstaunlicher Typ deutschen Empörungskollektivs nachdem das Proletariat schon lange abdankte und das flüchtige Occupy suspendiert wurde: eine Hundesteuerzahlerin, ein hundeliebendes Baby und ein babyliebender Pitbull, die sich zusammen nicht respektiert fühlen.

Das erinnert mich an die Kleinen aus der Kita, die für mehr Auslauf ihrer Kaninchen demonstrierten, unterstützt von den Mitarbeitern, die nur noch Öko-Gemüse an die Nager verfüttern wollten. Aber vielleicht habe ich diese grüne Empörung doch nur geträumt.


Der SGB2-Dialog, eine Erwerbloseninitiative in Offenbach (Zahltag: Mitmachtag)

[Update 2014-03-27, 14:40 Uhr] Vorbemerkung: Erwerbsloseninitiativen kämpfen um die Rechte erwerbsloser Menschen. Gerade im letzten Jahrzehnt verschlecherte sich die Situation zusehends, an die Massenarbeitslosigkeit fand eine “Gewöhnung” statt. Arbeitslosengeld 2 – als »Hartz IV« verschrien – ersetzte im Zuge der sogenannten »Hartz-Gesetze« (vgl. Agenda 2010) die Arbeitslosenhilfe, was mit einer allgemeinen finanziellen und rechtlichen Verschlechterung der Lebenssituation betroffener Menschen einher ging. Ein weitgehender Niedriglohnsektor, der Massenarmut begünstigt, wurde politisch durchgesetzt. Sehr viele Menschen mit (!) und ohne Job leben in Angst vor dem repressiven System, das von den fünf neoliberalen Bundestagsparteien SPD, CDU/CSU, Die Grünen, und FDP in wechselnden Koalitionen systematisch etabliert wurde. Ihren Ausdruck findet die asoziale Gesetzgebung der letzten Jahre in der fortlaufenden Umgestaltung des Sozialgesetzbuchs 2, gemeinhin als SGB 2 bezeichnet. Das SGB 2 ist Namensgeber des Vereins, den ich Ihnen gerne in diesem Text vorstellen möchte:

Nächste Zahltag-Protestaktion: 7. April 2014, 9:00 Uhr vor der MainArbeit in Offenbach (Berliner Str. 190, gut zu erreichen mit den S-Bahn-Linien S 1, S 2, S 8 und S 9, Haltestelle Ledermuseum)

Zahltag*, 4. Nov. 2013 vor der MainArbeit:
Flugblatt-Verteilaktion des SGB2-Dialogs

Der SGB2-Dialog (SGB2-Dialog Offenbach e. V. 1), ist eine lokale Erwerbsloseninitiative aus Offenbach. Er charakterisiert sich auf seiner Webseite 1 wie folgt:

Wir sind Menschen, die von Erwerbslosigkeit und Einkommensarmut betroffen sind.

Wir treffen uns jede Woche, um uns gegenseitig in dieser schwierigen Situation zu unterstützen.

Wir tauschen Erfahrungen aus und stehen einander mit Rat und Tat zur Seite.

Wir begleiten uns untereinander bei Behörden-Besuchen und können dadurch unsere Rechte besser durchsetzen.

Unser Motto: Keine/r geht allein zum Amt

Außerdem wahren wir unsere Würde, indem wir dem verächtlichen Bild, das die Medien-Mehrheit von uns zeichnet, unsere eigenen Erfahrungen entgegensetzen.

Daneben bilden wir uns in internen Veranstaltungen weiter und lernen so, unsere Situation in einen größeren politischen und ökonomischen Zusammenhang einzuordnen.

Wir sind ein eingetragener und gemeinnütziger Verein, unsere Mittwochs-Treffen stehen allen Interessierten offen.

Treffen: Jeden Mittwoch um 18:00 in der Mirjamgemeinde (Lortzingstraße 10)

Weiterlesen »


30. März 2014, Frankfurt a. M.: Zaunspaziergang an der neuen EZB im Ostend

von: NoTroika – www.notroika.org

wissen was passiert: Blockupy 2014

warum das alles…

Die Verarmungs- und Privatisierungsprogramme, die schon vor Jahrzehnten den Ländem des Globalen Südens aufgezwungen wurden, sind jetzt in Europa angekommen. Die deutsche Agenda 2010 war nur ein Modellprojekt für das, was jetzt insbesondere in Südeuropa durchgesetzt wird. Diese Verelendung wird sich – auch hier – noch weiter verschärfen, wenn wir uns nicht wehren.
Gemeinsam mit den Menschen im Süden Europas verweigern wir uns der Sanierung des Kapitalismus auf dem Rücken der Lohnabhängigen, der Erwerbslosen, der Rentner_innen, der Migrant_innen, der Frauen und der Jugendlichen. Gemeinsam kämpfen wir gegen die Verschlechterungen von Lebens- und Arbeitsbedingungen und widersetzen uns der kapitalistischen Verwertungslogik.

wer wir sind…

Weiterlesen »


Zur Krimkrise/Ukraine: Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund

Vorab ein Vortragshinweis zum Thema: Wer sich zum Thema weiter informieren möchte, ist gern zum Vortrag “Weder Brüssel noch Moskau!” (Referent: Volkhard Mosler) mit anschließender Diskussion herzlich eingeladen: . 1. April 2014, 19:00 Uhr . Bildungsraum Schönstraße: Schönstr. 28, nähe Hauptbahnhof in Frankfurt am Main   Der Feind meines Feindes ist nicht mein Freund von [...]

weiterlesen »


Die LINKE im Römer fordert: Kulturcampus für ALLE!

Der Frankfurter Bebauungsplan Nr. 569 bietet die einmalige Chance, ein 16,5 Hektar großes Areal städtebaulich so zu gestalten, dass es den Bedürfnissen der BewohnerInnen entspricht und nicht nur die Gewinne von renditeorientierten Bauinvestoren steigert. Gerade die ABG Frankfurt Holding GmbH als Käuferin und Entwicklerin dieses Areals ist jetzt in der Pflicht, auch aufgrund ihres Gesellschaftervertrages, [...]

weiterlesen »


22. März 2014, Frankfurt a. M.: Versammlung und Kundgebung zum Marchas de la Dignidad 22M

Datum und Zeit: 22. März 2014 – 15:00 Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Platz, bei der EZB, Frankfurt am Main Veranstalterin: Marea Granate Frankfurt Wir, Marea Granate Frankfurt, laden Euch hiermit ein, zu unserer Versammlung und Kundgebung am kommenden Samstag, den 22. März vor der alten EZB. Marea Granate ist eine transnationale Bewegung von Einwanderern und Einwanderinnen spanischer Staatsangehörigkeit. [...]

weiterlesen »


Mein Freund, der Faschist- Über den faschistoiden Charakter simplifizierter Staatskritik

Neulich outete sich ein Freund von mir in einem Gespräch als Faschist.

Seltsamerweise war ich nicht einmal geschockt, obwohl ich überzeugter Antifaschist bin und seine Meinung nicht teile.

Aber er hatte etwas ausgesprochen, was in den Köpfen zahlreicher (durchaus auch politisch halbwegs informierter und sich als „links“ bezeichnender) Menschen virulent ist. Er bekannte sich offen zu einer Tendenz, die in unserer Gesellschaft und gerade auch in den sozialen Netzwerken massiv Fahrt aufnimmt.
Und damit hatte er eigentlich einen großen Schritt getan, denn im Gegensatz zu vielen Anderen bezeichnete er das Ding wenigstens als das was es ist, also den Faschismus als Faschismus.

Viele Verfasser pseudokritischer Facebook-Kommentare, die gerne auch Verweise auf Artikel des Kopp-Verlages oder der Deutschen Wirtschafts Nachrichten teilen, sehen hingegen gleich die „politisch korrekte Moralkeule“ am Werk, wenn man ihre simplifizierende Staatskritik als faschistoid bezeichnet. Schließlich seien sie ja nicht gegen Ausländer, fänden Hitler nicht gut, hätten nichts gegen Juden und seien doch überhaupt nur für mehr Transparenz und Meinungsfreiheit, die aber natürlich für Links und Rechts gleichermaßen gelten müssten. Völlig unverdächtig also.

weiterlesen »


Zwischen Russlandverstehern,Grünen-Plakaten und ZEITtanten: Die “Krimkrise” in Medien und Politik.

 

Die Dreier-Regel

Wenn ein internationaler Staatsmann ausgehebelt werden soll, weil er unliebsam geworden ist, kann man sicher sein, dass in den hiesigen Zeitungen plötzlich folgende drei Dinge über ihn zu lesen sind: er sei ein „ Tyrann“, er sei „Hitler“ und er sei, weil das ja noch nicht genug ist, „völlig verrückt geworden“. Diese Zuschreibung kann oft sehr schnell gehen. Von einem Tag auf den anderen wird der Tyrann plötzlich als Tyrann entdeckt, wo er bislang für uns doch nicht viel mehr war als, na ja, kein lupenreiner Demokrat. Das war bei Sadam Hussein so, bei Gadaffi, bei… -wie hieß der Typ noch, richtig: bei Assad WAR es auch schon so weit, hat man aber wieder abgeblasen, weil keiner rechte Lust aufs einmarschieren hatte, nicht mal die Amis, ansonsten immer eine sichere Bank… deshalb gibt’s den jetzt immer noch.Aktuell ist grade Vladimir Putin an der Reihe. Der Zungenschlag, den unsere Leitmedien wie in allen vorangegangenen Fällen befließen aufgreifen, wird stets von der „echten Politik“ vorgegeben: in diesem Fall von Hillary Clinton für den „Hitler“ („wie Hitler einmarschiert“) während die sonst so moderate Angela Merkel die Irrenthese stark macht („Putin ist in einer anderen Welt“). Verschiedene Politiker und institutionelle VIPs sekundierten, so Ralf Fücks, Vorsitzender der Grünennahen Heinrich-Böll-Stiftung, mit dem Weckruf: “Europa wach auf!-Putin ist verrückt geworden!”

Das “sogenannte Referendum”

Nun gabs dieses Wochenende auf der Krim ein Referendum, das Angela Merkel als „sogenanntes Referendum“ bezeichnet hat, von dem sämtlichen hiesige Zeitungen und alle westlichen Politiker, schon bevor es überhaupt durchgeführt wurde, gesagt haben, es sei „illegal“, „illegitim“ bzw. “auf den Spitzen der Bajonette zustande gekommen“- so als habe sich die militärische Ausrüstung der Russen seit dem ersten Weltkrieg nicht mehr verändert.Interessant wäre, was die hiesigen Gazetten gesagt hätten, wenn sich die Krimbewohner überraschender Weise FÜR den Verbleib in der Ukraine ausgesprochen hätten. Dann hätten die Medien ein echtes Problem bekommen. Aber das Ergebnis war like anybody knows: die Krim wird wieder Teil Russlands.

Das ganze Manipulations- und Gewaltgedöns vorab und hinterher ist und war ein einziges Tischfeuerwerk und ohne eigentliche Bedeutung. Im Grunde bezweifelt nämlich kein westlicher Politiker und Journalist, dass die Mehrheit der Bevölkerung der Krim, also die fast 60 % Russen dort, unter den neuen Bedingungen eher für den Anschluß der Krim an Russland ist- auch ohne Manipulation, die sicher im inzwischen üblichen minderstelligen Prozent-Rahmen stattgefunden hat.

Entscheidend ist aber etwas anderes, nämlich, dass sich die westlichen Politiker und die hiesigen Medien einig sind, dass die Krimbewohner eigentlich erst gar nicht hätten abstimmen DÜRFEN. Das wäre ja noch schöner, wenn da jeder abstimmen würde, zu welchem Land er gehören will!

Außerdem ist die neue Krimführung, die das Referendum angesetzt hat, „selbsternannt“ wie man im STERN, im SPIEGEL, in der ZEIT , in der TAZ, in der WELT usw. lesen kann. Die WELT beschwörte gestern, am 18.3.„unheimliche Szenen, die sich im Georgssaal des Moskauer Kreml abspielen. Wie bei den Tagungen der KPdSU applaudiert das Publikum immer wieder frenetisch dem Redner, der Wladimir Putin heißt und russischer Präsident ist. In der ersten Reihe sitzen drei Interimsmachthaber der Krim, die gleich an einem Tisch mit Putin den Vertrag über den Anschluss an Russland unterschreiben werden. Alexej Tschaliy, der selbst ernannte Bürgermeister der Krim-Hafenstadt Sewastopol, sieht mit seinem Vollbart und dem schwarzen Pullover wie ein Provinzlehrer aus, der sich im Kreml verlaufen hat. Der Premierminister der Krim, Sergej Aksjonow, lächelt euphorisch. Der Sprecher des Krim-Parlaments, Wladimir Konstantinow, plaudert mit dem russischen Premierminister Dmitri Medwedjew.“

Potztausend: der Redner HEIßT also Vladimir Putin und IST russischer Präsident! Der Interimsmachthaber und “selbst ernannte Bürgermeister” trägt einen schwarzen Pullover. Da kann einen als WELT-Korrspondentin ein Schauder überkommen! Offenbar sind alle Zuhörer in einem somnambulen, hypnotisierten, ferngesteuertem Zustand, denn sie applaudieren „frenetisch“ wie hierzulande allenfalls das Publikum bei „Schlag den Raab!“

weiterlesen »


Die Hintergründe und Ziele der Besetzung der Georg-Voigt-Str. 10

Zu den Hintergründen der (inzwischen schon wieder geräumten) Besetzung der Georg-Voigstr. 10 am Samstag, den 15.10., hier eine Erklärung der Aktivisten sowie des Frankfurter ASTAs:

Am 15.03.2014 wurde die Villa in der Georg-Voigt-Straße 10 unter dem Namen L_rst*ll* (Leerstelle) besetzt.

Lange ist es nicht her, dass Bürger_innen in Frankfurt aktiv eigenen Raum forderten. Die Versuche dabei mit der Stadt zu kooperieren haben ins Leere geführt, die Repräsentant_innen begegneten dem mit Ignoranz und ließen die letzten Besetzungen immer zügig räumen.
Lang bestehende und renommierte Projekte wie das „Institut für vergleichende Irrelevanz“ wurden geräumt, neue Versuche sich die Räume anzueignen, wie der „Blaue Block“, sind schnell beendet worden. „Gespräche sind immer wieder gescheitert“, bemerkt Simone B. „deshalb sehen wir es nicht ein, diese zum wiederholten Male aufzunehmen, wenn unser Begehren ohnehin nicht ernst genommen wird. Wir haben uns entschlossen dies nicht länger hinzunehmen.“

Trümmerhaufen der Geschichte – Access Denied

In Anbetracht der vergangenen Bauprojekte der Stadt Frankfurt zeichnet sich bereits ein katastrophales Bild ab, dass nach kollektiver Selbstaneignung gerade zu schreit. Großartige Prestigeobjekte, wie das Palais Quartier – Bauprojekt MyZeil – in der City und die ewige Baustelle Goethe-Universität sind schon gescheitert oder zumindest im Begriff dazu. Eben jene Gebäude bieten, für die meisten Personen, nur einen eingeschränkten Zugang; durch begrenzte, klar zugewiesene Funktionen und der darüber ausgeführten Kontrolle. Der Aufenthalt in MyZeil ist nur möglich, solange man brav von Laden zu Laden einkaufen geht. Parallel dazu wird man, falls man kein_e eingeschriebene Student_in ist, vom Gelände der Frankfurter Universität verwiesen; nicht das dieses besonders schön wäre: Am Neubau des viel gerühmten IG Farben Campus, Projekt „Harvard am Main“ oder auch „Palast des Geistes“ genannt, häufen sich derweil die Sanierungsfälle obgleich viele Fachbereiche noch nicht einmal über eigene Gebäude verfügen und die Gelder dafür weiterhin fehlen. Trotz mehrerer Wochen unerträglich überfüllter Hörsäle und Seminarräume zu Beginn eines jeden Semesters hat sich die Präsidiumsleitung weiterhin nur um die öffentliche Anpreisung als Prestige Universität gekümmert, statt um den Ausbau fehlender Kapazitäten.
Somit hat es keines der Großprojekte geschafft zu einem integralen Teil des alltäglichen Lebens zu werden… die Liste der Beispiele ist endlos….

Wasted Youth – There’s nothing left to say!

Neu- und Umgestaltung des Stadtbildes ist durchaus begrüßenswert, jedoch fehlt bei all diesen Projekten jegliche Spur der Integration der Bürger_innen seitens der Stadt und Stadplanung. Bürger_innenbeteiligung gestaltet sich als ein platter Vortrag über die neuen Bauprojekte, deren Ausgestaltung bereits abgeschlossen ist: Das ist der von der Stadt sogenannte Dialog.

weiterlesen »


Zur Hausräumung in der Georg-Voigt-Str. 10 in Frankfurt am Main

Liebe Leser, die mangelhafte Wohnungssituation für Menschen mit geringem Einkommen wie Alleinerziehende (meist Mütter), RentnerInnen, ALG-2-Bezieher, Niedriglohn-VerdienerInnen, LeiharbeiterInnen oder Scheinselbständige wird mangels sozialen Wohnungsbaus auch in der Reichenstadt Frankfurt am Main immer schlechter. Günstiger Raum für soziale Nutzung ist rar gesät. So nimmt es kein Wunder, dass sich sozial engagierte Mitbewohner Frankfurts zu Formen zivilen [...]

weiterlesen »


CLEANINGWOMAN!!!! Ein Flashmob gegen die Abzocke der Reinigungskräfte durch die Frankfurter Uniklinik am Do., 13.3.

) Im vergangenen Jahr hat der Aufsichtsrat der Frankfurter Uniklinik die Unternehmensberatung Roland Berger beauftragt, ein Sanierungskonzept für die Klinik zu erstellen.   Ein besonders eklatanter Fall von Einsparung wird zurzeit bei den bereits outgesourcten Reinigungskräften der Firma Götz vollzogen. Während bei früheren Firmenwechseln den KollegInnen im Rahmen von Betriebsübergängen ihre Arbeitsbedingungen erhalten blieben, sollen [...]

weiterlesen »


Mit Temperamentshitze und Kalaschnikow II

Titten Jürgen Lentes  © Elias Hauck Auf der Website der scheinheiligen, sexuell verklemmten und pseudomoralischen Bild-Zeitung haben die fast nackten Frauen keine Brustwarzen, sondern strahlende Sternchen. Dabei hat doch Frank Zappa die Sache schon klar gemacht, als er bei Anhörungen wegen Zensurbestrebungen von gelangweilten Politikergattinen Washingtons, darunter Frau Gore, gegen Musikproduktionen seiner Zeit klarstellte: Titten [...]

weiterlesen »


Frankfurt heißt Blockupy willkommen

Nachdem es ja bei den letzten Blockupy-Protesten leider nicht ganz so demokratisch lief, gibt es jetzt eine gute Nachricht zu vermelden: Die hessische Polizei hat sich in Deeskalation geübt. In Übereinstimmung mit der grünen Landtagsfraktion hat der hessische Innenminister sich zu diesem schwerwiegenden Schritt durchgerungen. Eine entsprechende Schulung im Nichtverprügeln von Demonstranten erhielt eine bisher [...]

weiterlesen »


Chaos-Campus oder Die verkaufte Planung

weiterlesen »


Komische und lustvolle Gesangsanarchie – die Kammeroper mit “Carmen, natürlich!”

Manch einer wird sich vielleicht verwundert gefragt haben: Macht die Kammeroper jetzt einfach noch mal Carmen en miniature, weil ihre Inszenierung der Bizet-Oper im Palmengarten im letzten Sommer ein großer Erfolg war? Aber so viel sei nach dem Besuch der Kostümprobe verraten: Das wäre ein völliges Mißverständnis, nicht Bizets Meisterwerk steht im Mittelpunkt von „Carmen, natürlich!, sondern der Mythos Carmen. Der Abend verspricht ein äußerst amüsanter Ausflug in den Wahnsinn des Opernmachens und die Irrgärten sängerischer Leidenschaft zu werden. Drei Sängerinnen “singen vor” für die Carmenrolle, aber das Vorsingen gerät außer Kontrolle. Jede trägt ihre eigene Rolle in die Rolle hinein und IHR Verständnis von Verführung: Djuna Kalnina (die Original- Carmen des Sommers) die Femme Fatale, Ingrid El Sigai die Überkandidelt-kindische und Annette Fischer die wehmütig-esoterische. Statt Bizet singen sie Schumann, Wagner, Holländer, Kreisler, russische Zigeunerschnulzen, Robert Stolz, Kurt Weil und etliches anderes, mal schneidend mal guttural-lasziv, sehnüchtig oder donnernd, zuweilen auch lispelnd oder stöhnend. Die Carmenadeptinnen vergießen bittere Tränen oder frohlocken und bringen sich und den musikalisch und erotisch überforderten “Intendanten” (souverän ironisch interpretiert von Jürgen Orelly) um den Verstand.

Hessisch Porno und Stuhlzertrümmerung

Gelegentlich werden die Leidenschaften recht handgreiflich: ein von Djuna Kalnina in der Probe herrisch fortgeschleuderter Stuhl ging ungewollt zu Bruch. Dazwischen rezitiert eine mysteriöse Putzfrau (Simone Jürgens) die berüchtigten pornographischen “Memoiren einer Sängerin” der legendären Operndiva des 19. Jahrhunderts Wilhelmine Schröder-Devrient, aber auf hessisch und verwandelt sich nach der Pause in die wortgewaltige Franzsika Gräfin zu Reventlow, die einen Aufstand gegen die wie sie sagt „Schwanzgesteuerte“ Opernleitung anzettelt.
Komische und lustvolle Gesangsanarchie auf höchstem sängerischem Niveau also und von Stanislav Rosenberg virtuos am Klavier begleitet. Der Pianist liefert übrigens auch eine Gesangsprobe ab mit einer nonchalanten Version von Max Raabes „Carmen hab Erbarmen“. Was aber soll das alles? Regisseur Rainer Pudenz, der nicht nur die Inszenierung besorgt hat, sondern auch zusammen mit Bernd Kissling die Texte zusammengestellt hat, gibt im Interview Auskunft

weiterlesen »


Powered by WordPress • Theme by: BlogPimp/Appelt Mediendesign und tech-a • Beiträge (RSS) und Kommentare (RSS) • Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA.