Frankfurter Gemeine Zeitung

Sonntags an der EZB

Was kann man an einem sonnigen Sonntagfrühnachmittag in Frankfurt eigentlich so machen? Gewiss, schönes Wetter muss nicht davon abhalten sich in seiner gemütlichen Wohnhöhle mal alle Teile von Saw am Stück anzusehen oder im Keller endlich so richtig auszumisten .

Falls man doch etwas biophiler veranlagt ist und man die Preise in den Eiscafes nicht für weniger wahnsinniger hält als die Politik der EU-Troika, für den bot der vergangene Sonntag eine prima Gelegenheit zumindest gegen letzterem Ausdruck zu geben. Das Blockupy-Bündnis hatte aus gutem Grund zum Spaziergang um das Areal der EZB im Ostend eingeladen und ca. 200 Menschen nahmen die Einladung an. Protest muss nicht immer bierernst sein und auch nicht immer in kilometerlangen Märschen münden. Den neben Frühlingslaune gab es noch selbstgebackenen Kuchen, Kinderschminken und Eimer umwerfen. Wobei diese mit den Konterfeis der neoliberalen Politikerkaste beklebt waren. Nicht sehr subtil, steigerte aber die Freude. Während des Spaziergangs blieb noch Gelegenheit den Zaun informativ zu gestalten.

Die Spaziergänge sollen in Zukunft an jedem vierten Sonntag im Monat stattfinden. Das wäre doch die Gelegenheit eine neue Frankfurter Tradition zu etablieren. Traditionen müssen nicht immer nur den Konservativen vorbehalten sein, die glauben damit die asozialen Innovationen des Neoliberalismus abzufedern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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