Frankfurter Gemeine Zeitung

Offenbach, 12. Mai 2014 – Spektakulärer Termin: Arbeitsgericht lädt Bürgermeister und Null-Euro-Jobber vor

Privat-Communiqué von Triwoko Karmino

Die Offenbach-Post hatte es zum „Tag der Arbeit“ am 1./2.Mai 2014 auf Seite 1 aufgemacht: Das Ehrenamt, das Arbeit verdrängen könnte. Keine Frage der Ehre, sondern eine für das Arbeitsgericht ist nun ein Fall vom Haus Falltorweg in Dreieich-Buchschlag.

Triwoko Karmino klagt nun gegen die Stadt Dreieich. Der deutsch-indonesische Kläger trägt vor, er habe Hausmeistertätigkeiten in D.-Buchschlag verrichtet und dafür kein Entgelt erhalten. Er hat deswegen Verurteilung der Beklagten beantragt. Diese hat dem Kläger bis heute nicht erwidert. Das Arbeitsgericht Offenbach hat nun überraschend den Bürgermeister der Beklagten zum 12. Mai geladen. Er soll den Sachverhalt aufklären:

12. Mai 2014 um 12.45 Uhr,
Arbeitsgericht Offenbach, Kaiserstr. 16 – 18, Nähe Hbf*
3. Stock, Raum 307 – 334 gem. Aushang
Sache „Karmino gegen Stadt Dreieich“ , AZ: 2 Ca 121/14

Nach der Verhandlung führt der Kläger durch die Ausstellung „Prekäre Arbeit, Prekäres Leben, Prekäre Zukunft…“ und kommentiert die dort erwähnten atypischen Arbeitsverhältnisse. Anschließend wird er das Projekt „Der „Schlechte-Arbeit“-Index vorstellen. Mit dessen Hilfe soll spätestens ab dem Tag des Inkrafttretens eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestentgelts für Arbeitnehmende der – objektive – Wert eines Arbeitsverhältnisses berechnet werden können.

Rechtzeitig vor Prozessbeginn findet am 10. Mai der Freiwilligentag in Offenbach statt. Dort besteht die Möglichkeit, das Arbeiten für Null Euro zu üben.

*Anreise zum Frankfurter Tarif ist möglich mit Linie 16 bis Stadtgrenze. Dann geradeaus die Frankfurter Str. bis Kaiserstr. und dort nach rechts Richtung Hauptbahnhof. Alternativ kann man durch den Park bis zur Geleitstr. gehen und dann dieser bis zur Kaiserstrasse folgen.


Ein Kommentar zu “Offenbach, 12. Mai 2014 – Spektakulärer Termin: Arbeitsgericht lädt Bürgermeister und Null-Euro-Jobber vor”

  1. Bernhard Schülke

    Zum besseren Verständnis: Ich glaube, der Kläger meint, dass er aufgrund seine Ehrenamtes zu Hausmeistertätigkeiten herangezogen und ein Hausmeister entlassen wurde. Aber dazu müßte sich der Kläger auslassen…

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