Frankfurter Gemeine Zeitung

HÜLYA-TAG 2014 in Frankfurt – eine Info mit Veranstaltungshinweisen

Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç Opfer eines Brandanschlages von vier jungen Deutschen, die größtenteils zur Skinhead-Szene gehörten. Zwei Frauen und drei Mädchen, darunter die 9jährige Hülya, starben. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag war 1993 der Höhepunkt einer Welle fremdenfeindlicher und rassistischer Anschläge auf Migranten und Migrantinnen in Deutschland. Im Jahr 1998 wurde im frankfurter Stadtteil Bockenheim mit dem Hülya-Platz zum ersten Mal ein Platz nach einem Opfer von Neonazis benannt.

Seit den frühen neunziger Jahren wurden zehntausende Anschläge von Alt- und Neonazis, 182 Nazimorde darunter die 10 rassistischen NSU-Morde verübt. Menschen mit anderer Hautfarbe, aus anderen Herkunftsländern, mit verschiedener Religion, Menschen in Armut werden zu Opfern rechtsextremistischer Gewalt.

Rechtspopulistische und rassistische Hetze, gerichtet gegen Asylsuchende und Flüchtlinge, gegen Migranten und Migrantinnen sind Anlass und Mahnung, vor dem antifaschistischen und antirassistischen Denkmal, dem „Kleinen Hammering Man“ auf dem Hülya–Platz mit dem Gedenken an die Familie Genc und an die anderen Opfer von Mordanschlägen zum Ausdruck zu bringen, dass in unserer Gesellschaft Ausgrenzung, Intoleranz und Rassismus keinen Platz haben dürfen.

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