Frankfurter Gemeine Zeitung

NPD-Kondom? Zurück an Absender!

Nachdem die Jugendorganisation der NPD im Wahlkampf 2013 bereits einmal mit der geschmacklosen Werbeaktion Kondome an „Ausländer und ausgewählte Deutsche“ zu verschicken Schlagzeilen machte, wurde die Aktion nun wiederholt.

In der Wetterau wurden Kondome an politische Gegner versandt, mit dem Hinweis, der Betreffende solle keine Kinder in die Welt setzen.

Unter anderem wurde der Bürgermeister der Stadt Wölfersheim, Rouven Kötter (SPD), mit so einem unliebsamen Präsent bedacht.
Dieser hat nun angekündigt, rechtliche Schritte zu erwägen.

Ein Freund von mir auf Facebook hatte dazu eine Idee, die ich den Lesern der FGZ nicht vorenthalten möchte:
Wer auch immer ein solches Kondom von der NPD erhalte, solle dieses einfach benutzen, in einen Umschlag stecken und in gebrauchtem Zustand an den Absender zurückschicken.
Beilegen könnte man vielleicht einen Dankesbrief.

Mir würde da etwa folgender Text vorschweben:

Sehr geehrter Herr XYZ,

ich freue mich, dass Ihre Partei sich derart um Aidsprävention und Verhütung sorgt.

Für das Ihrem Brief vom xx.xx.xxxx beigefügte Kondom möchte ich mich herzlichst bedanken. Ihr Geschenk wurde sofort ausprobiert und ich muss zugeben, dass ich eine Menge Spaß damit hatte.
Zum Beweis meiner Dankbarkeit und um Sie an den Momenten höchster Entzückung, die ich dank Ihres Präsentes hatte, teilhaben zu lassen, habe ich mich entschlossen Ihnen das Kondom mit einem kleinen Andenken von mir darin zurückzusenden.

Ich hoffe Sie freuen sich darüber ebenso sehr, wie ich mich über ihren Brief gefreut habe.

Mit freundlichen Grüßen

Natürlich möchte ich hinzufügen, dass es nicht unbedingt erforderlich ist, erst einen Brief zu erhalten, bevor man ein gebrauchtes Kondom in einem Umschlag an die nächstgelegene NPD-Zentrale verschickt.
Wer aufgrund dieses Artikels dazu Lust bekommen hat, möge sich bitte keinen Zwang antun.


Ein Kommentar zu “NPD-Kondom? Zurück an Absender!”

  1. Merzmensch

    Eine solche adequate Reaktion eines der bürgerlichen Pflichten bewussten Wählers auf die Appellation seitens Wahlkampfveranstalter möchte ich nur begrüßen und unterstützen.

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