Frankfurter Gemeine Zeitung

“Bürgerdialog als Farce?”Das “Offene Haus der Kulturen” zum Fall “Philosophicum”

Mit großer Bestürzung haben wir das von der ABG Holding verkündete Scheitern des Vertragsabschlusses mit der Projektgruppe Philosophicum aufgenommen. Wir sind schockiert und wütend. Schockiert angesichts des selbstherrlichen Verhaltens der ABG Holding und wütend angesichts einer Stadtpolitik, die diesen Namen nicht verdient, solange sie sich ausschließlich als Servicestelle für den jeweils meistbietenden Investor versteht und die Suche nach sinnvollen Alternativen für dieStadtgesellschaft torpediert.
Ein für die Stadt innovatives und bedeutendes Projekt, das die Sicherung dauerhaft niedriger Mieten, die Verhinderung von Spekulation und ein neues, inklusives und solidarisches Zusammenleben von 150 Menschen zum Ziel hat, droht nachjahrelanger Planung zu Fall gebracht zu werden – ein Projekt, das von großem Engagement vieler Menschen in dieser Stadt getragen wird und ein Grundstein sein könnte, für eine Wohnungspolitik, die auch Menschen ohne hochbezahlten Job einen Platz einräumt.
Das Scheitern dieses Projektes wäre nicht zuletzt ein fatales Signal für die gesamte Entwicklung des Campus Bockenheims. Es liesse sich nicht anders verstehen als eine Kampfansage an alle weiteren mit hohem Engagement betriebenen Projekte, auch was die Weiterentwicklung des Studierendenhauses zum Offenen Haus der Kulturen betrifft. Das gesamte Projekt Kulturcampus würde zu einer Farce, die alle hochgesteckten Ambitionen der Stadt Frankfurt der Lächerlichkeit preisgeben würde.
Sollte die ABG Holding ihre Ankündigung wahr machen und das Grundstück an einen privaten Investor verkaufen, und sollte es vor allem von Seiten der Frankfurter Stadtregierung keine politische Intervention für das Projekt geben, sehen wir die Grundlage für weitere Gespräche zerstört. Dies wäre das endgültige Ende eines seit mehreren Jahren mit hohem Aufwand praktizierten Bürgerdialogs und obendrein die Bankrotterklärung der amtierenden Stadtregierung.
Wir hoffen jedoch noch immer, dass es sich bei all dem nur um einen schlechten Scherz handelt. Wir appellieren daher an die Frankfurter Stadtregierung, namentlich an den Oberbürgermeister Peter Feldmann, den Planungsdezernenten Olaf Cunitz,den Magistrat, die Fraktionen der CDU und der GRÜNEN und an alle Stadtverordneten, zu einer politischen Entscheidung im Sinne einer sinnvollen und nachhaltigen Stadtentwicklung für die Bürger*innen dieser Stadt zu kommen.

Offenes Haus der Kulturen e.V.
Unterzeichner: Bianca Riemann, Angelika Wahl, Gabriela Fargiorgio, Jasmin Grünewald, Enida Delalic, Walter Ybema, Kurt Bovensiepen, Lothar Augustin, Tim Schuster


5 Kommentare zu ““Bürgerdialog als Farce?”Das “Offene Haus der Kulturen” zum Fall “Philosophicum””

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