Frankfurter Gemeine Zeitung

Betongold und Mieten durch die Decke: Videodokumentationen quer durch Deutschland

Vor wenigen Tagen gab die EZB das Signal zum Run auf den nächsten Preisrekord für Immobilien in deutschen Städten: der Kredit- und Einlagenzins wurde aus Angst vor der Finanzkrise auf einen historischen Tiefstand gesenkt. Der Run auf sichere, insbesondere ertragskräftige Immobilien steigt jetzt noch einmal.

Es freuen sich Immobilienentwickler und Finanzinstitutionen, Hausbesitzer und Stadtregierungen – aber nicht die Millionen Mieter in den Städten. Für sie gehen die Mieten permanent nach oben, besonders wenn untätige, marktgläubige Kommunalpolitik nicht aktiv für Mieter eintritt, sonders selbst Spieler auf dem Immobilienmarkt wird und nach steigenden Gewinnen schielt. Wie es etwa im schwarz-grünen Frankfurt der fall ist.

Was diese kompromisslose Marktpolitik für Mieter im einzelnen heißt, zeigen Film-Dokumentationen des letzten Jahres, die dramatische Mietsituationen in verschiedenen deutschen Regionen offen legen.

Die Situation im Norden, rund um Hamburg schildert ein Film des NDR vom 20.1.2014: “Wahnsinn Wohnungsmarkt”.

Autorin Andrea Hauner hat mit Mietern, Anwälten und Bürgermeistern über die Entwicklungen gesprochen und sich in schimmeligen Wohnungen und leerstehenden Häusern umgesehen.

 

Die Situation in Nordrhein Westfalen: “Reiche in die City, die anderen an den Rand – Wohnungsnot in der Großstadt”

Der Markt für preiswerte Wohnungen ist in den Ballungszentren extrem angespannt. So dramatisch wie im Augenblick war die Situation auf dem Wohnungsmarkt seit 20 Jahren nicht. Nach Auskunft des deutschen Mieterbundes hätten in Köln nach geltendem Recht über 40 Prozent aller Haushalte Anspruch auf eine Sozialwohnung. Versorgen kann die Stadt nicht einmal zehn Prozent. Bundesweit liegt der Bedarf bei rund sechs Millionen Sozialwohnungen.

Tinas Situation hat sich deshalb dramatisch zugespitzt: Die alleinerziehende Mutter von vier kleinen Kindern ist “Aufstockerin”. Mit ihrem Studio für Nageldesign kann sie die vier Kinder nicht ernähren und bezieht zusätzlich Geld vom Amt. Seit Sommer 2012 sucht sie eine öffentlich geförderte Wohnung. Vergeblich. Wenn sie nicht bald etwas findet, drohen ihr und den Kindern die Notunterkunft, denn ihre alte Wohnung hat sie bereits gekündigt.

Allein im letzten Jahr sind die Mieten bei Neuvermietungen zum Beispiel in Köln um zehn Prozent gestiegen. Mindestens ein Jahr müsse man für die Suche nach einer erschwinglichen Wohnung einplanen – so Josef Ludwig, stellvertretender Leiter des Kölner Wohnungsamtes. Wer hingegen im oberen Preissegment suche, könne morgens zum Hörer greifen und nachmittags die Wohnungsschlüssel in der Hand halten – glaubt Hans-Jochem Witzke vom Düsseldorfer Mieterverein.

 

Die Situation in Berlin und die drastischen Fehler der Kommunalpolitik zeigt ein Film des SWR vom 1.12.2013:

“Miete rauf, Mieter raus – Wohnungsnot in Deutschland”

 


3 Kommentare zu “Betongold und Mieten durch die Decke: Videodokumentationen quer durch Deutschland”

  1. Esthernab

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