Frankfurter Gemeine Zeitung

Petition: Bleiberecht für alle Flüchtlinge in Frankfurt/M.

von Marianne Köster

Seit einiger Zeit kümmert sich eine Gruppe von Frankfurter BürgerInnen um die Versorgung von Flüchtlingen mit Lebensmitteln. Diese sind auf die ständige Unterstützung angewiesen, weil sie keine Möglichkeit haben in Wohnungen zu leben, arbeiten zu gehen und ihnen auch keine finanzielle Unterstützung zuteil wird. Ein Teil der 40 Flüchtlinge kann sich noch in der bereits für den Umbau bestimmten Gutleutkirche aufhalten, einige von denen, die gezwungen sind unter den Mainbrücken zu schlafen, konnten vorübergehend in Wohngemeinschaften aufgenommen worden. Die Flüchtlinge sind darauf angewiesen, dass sie von privaten Spendern*innen regelmäßig Grundnahrungsmittel und Dinge des täglichen Bedarfs erhalten.

Die Flüchtlinge, die wegen der Dublin -Verordnung keine Aufenthaltspapiere für Deutschland erhalten, sind von Rückkehr und Abschiebung in das Erstaufnahmeland (in diesem Fall Italien) bedroht: Das bedeutet für sie in katastrophalen Verhältnissen, nämlich auf der Straße leben zu müssen.

Den Flüchtlingen kann nur geholfen werden, wenn ihnen menschenwürdige Wohnräume zur Verfügung gestellt werden, wenn sie die deutsche Sprache, die sie zur Zeit mit Ehrenamtlichen einüben, in Deutschkursen erlernen können und sie in der Gesellschaft willkommen geheißen werden.

Wir fordern die Stadt Frankfurt auf, in Zusammenarbeit mit sozialen Trägern ein Konzept zu erstellen, damit die Flüchtlinge und dies ist ihr größter und dringlichster Wunsch, in naher Zukunft einer Tätigkeit nachgehen können mit dem Ziel selbständig und selbstbestimmt ihr Leben organisieren zu können.

Wir sind der Meinung, dass für alle hier lebenden Menschen ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewährleisten ist.
Wir bitten um die Unterstützung unserer Forderungen unter unsere Petition

»Bleiberecht für alle Flüchtlinge in Frankfurt/M.«

Mit einem Klick können Sie die Petition lesen und unterschreiben. Wir benötigen innerhalb von 2 Monaten 5000 Unterschriften, damit die Petition an den Oberbürgermeister und den Magistrat der Stadt Frankfurt weitergeleitet wird.

Im voraus herzlichen Dank,
mit freundlichen Grüßen
Marianne Koester

für die Gruppe der Unterstützer*innen für Grundnahrungsmittel
Anastasia Chatzilouka, Hedda Hansen, Margret Heym, Gisela Leiss, Marianne Koester, Maya Mosler, Klaus Weiherer, Bettina Woellner


Recht auf Straße für alle Bahnhofsviertelnutzer*innen

Stellungnahme des Arbeitskreises „Kritische Geographie Frankfurt“ zur Debatte um Drogen im Frankfurter Bahnhofsviertel

Vorletzte Woche ging der Gewerbeverein „Treffpunkt Bahnhofsviertel“ bei Landes- und Lokalpolitik sowie Presse mit einer Sonderausgabe ihres Magazins „Atlas“ über Gewerbeeinbußen im Bahnhofsviertel hausieren. Vorbereitet wurde dies durch eine vom Verein initiierte BILD-Zeitungsserie über das „Elend im Bahnhofsviertel“, die neben gezielt reißerischen Beschreibungen von Drogenhandel, Prostitution und Bettelei bereits erste politische Stellungnahmen abdruckte. Unterstützung erhielt die Gewerbelobby vom ehemaligen Leiter der Stabsstelle „Sauberes Frankfurt“ Peter Postleb, der heute als privater Berater offenbar nicht zuletzt seine politischen Kontakte vermittelt.

Die Kaiserstrasse am Bahnhofsack

Dies entfachte (erneute) Diskussionen über Drogenhandel und Drogenkonsument*innen im Bahnhofsviertel. Der für das Bahnhofviertel zuständige Ortsbeirat 1 verabschiedete einen Antrag der GRÜNEN. Darin wird der Magistrat aufgefordert, den Drogenhandel in der Taunusstraße verstärkt zu bekämpfen. Parallel dazu beantragte der SPD-Politiker Gregor Amann im Magistrat die Umsetzung von 16 ordnungspolitischen Forderungen des Gewerbevereins.

Gefordert wird u.a.: Drogenhandel und organisierte Bettelei sollen bekämpft werden. Spielhallen und Wettbüros seien zu begrenzen. Pissoirs, Graffitientfernung, Straßenreinigung und Neugestaltung des Karlsplatzes sollen einen sauberen öffentlichen Raum schaffen. Hilfsangebote sollen ausgeweitet werden, um letztlich Alkohol- und Drogenkonsum aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Der Gewerbeverein fordert zudem insbesondere ein lokales Alkohol- und Waffenverbot – mit dem Effekt, dass ersteres bereits vom Ordnungsamt überprüft wird. Begründungen dafür trägt der Verein in abwertendem Duktus vor: Das Bahnhofsviertel gilt ihm als „Krankenzimmer“ Frankfurts, denn „verwahrloste, unansehnliche, illegale Prostituierte [würden] in der Elbestraße herumlungern und ähnliches Klientel anziehen“ und am Kaisersack müssten Frankfurtbesucher*innen durch einen „Pulk von betrunkenen Menschen hindurch“, während andere Orte von „straff organisierten Bettlerbanden belagert“ würden oder „gewaltbereite Kriminelle die Macht übernommen“ hätten.  Laut Presseberichten hinterfragte in der darauffolgenden lokalpolitischen Debatte lediglich die Partei der FDP im Ortsbeirat, ob die „Zustände“ im Bahnhofsviertel denn tatsächlich schlimmer geworden seien, und sprach sich für nicht-repressive Lösungen aus: vor allem für die Legalisierung von Drogen.

Die Debatte ist nicht neu. Insbesondere seit das Bahnhofsviertel gentrifiziert wird, fordern mit schöner Regelmäßigkeit kleine Gruppen artikulationsstarker Anwohner*innen und/oder Gewerbetreibender eine Beseitigung von (illegalisiertem) Drogenkonsum und -handel sowie von Straßenprostitution und (nichtyuppieskem) Alkoholkonsum. Diese Nutzungen sollen aus dem Viertel verschwinden – oder zumindest aus dem Blickfeld der Protestierenden. In der letzten großen Debatte im Sommer 2012 machte eine Petition von Anwohner*innen unter dem Motto „Nicht in unserem Namen“ deutlich, dass die Saubermänner und -frauen keinesfalls die Interessen des ganzen Viertels vertreten. Eine Verschlechterung der Lebensqualität im Viertel sahen die Petitionsverfasser*innen nicht durch eine – im öffentlichen Raum ohnehin immer weniger präsente – Drogenszene verursacht. Vielmehr litten Anwohner*innen und/oder jene, die die Straßen in nicht hegemonialen Formen nutzen, insbesondere unter der law & order-Politik, steigenden Mieten und  heterosexistischem neuen Ausgehpublikum.
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Künstler protestieren gegen Pegida – zwei Mitsingstücke…

eigene Dregida-Illustration

Vielleicht kennt Ihr schon den einen oder anderen No-Pegida-Song. Mir sind zwei bekannt: Extra 3 vom NDR ist bekannt für seine Satiren und bezog mit seinem Pegida-Song satirisch Stellung  – Verfremdet wurde Costa Cordalis Schlager »Anita« aus dem Jahr 1984. Die extra-3-ler geben auf der NDR-Homepage zum Besten, dass »die Lügenpresse© endlich den Soundtrack zur Pegida-Bewegung« hier als »Dank« für den Einsatz der Teilnehmer präsentiert. Ein weiterer Song, ein No-Pegida-Reggae-Song, stammt aus einer Gemeinschaftsarbeit der Ska-Reggae-Band Yellow Umbrella, dem Dancehall-Reggae-Sänger Ronny Trettmann und dessen Produzenten Tiny Dawson. Trettmann äußerte in einem taz-Interview, dass er sich für Pegida schäme.

Die zu den Songs zugehörigen Videos findet man wie gewöhnlich bei youtube.com, Ihr könnt sie aber auch hier in der Frankfurter Gemeinen Zeitung anschauen. Zum Mitsummen/-singen habe ich noch die Songtexte hinzugefügt. Den Text zum Extra-3-Song habe ich beim Zuhören mitgeschrieben, der Songtext für den Rapper-Raggae-Song stammt von Don Ricos Weblog.

Es gibt bestimmt noch weitere Pegida-Demonstrationen: Da macht es bestimmt Laune, die Musikstücke einzustudieren und bei Gelegenheit den Pegida-Demonstranten zu präsentieren. Die freuen sich bestimmt!

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Ein politischer Impuls in Europa: der Sieg der griechischen Linken

Zum ersten Mal hat eine dezidiert linke Partei in Europa klar die nationale Parlamentswahl gewonnen. Wir gratulieren!

Der Sieg ist nicht (nur) deswegen bemerkenswert, weil er die Eliten zwischen Brüssel, Berlin und Frankfurt ein bißchen ärgert, sondern weil er wichtige Bedingungen unserer Lebensweisen weit über Griechenland hinaus konturiert.

Zum Ersten führt uns Griechenland vor, dass das PingPong Spiel zwischen zwei Parteien, die ihr gemeinsames Programm bloß stilistisch variiert garnieren, durchbrochen werden kann. Die griechischen Sozialdemokraten, eine Partei wie ihre Schwestern in Europa, wurde mit gut 4 Prozent ins Nichts katapultiert – zu Recht. Die ZweiParteien-Doppelspitze in den westlichen Ländern markiert eine Politik der Unabänderlichkeit des Geschehens rund um Märkte und Wirtschaftsimperative. Das heißt im Klartext: Es könnte eher der Mond auf die Erde fallen, als dass der Kapitalismus ins Wanken kommt. Aber nicht mehr ganz so viele unterschreiben das, wie der gestrige Tag zeigte.

Zum Zweiten wird uns klar, dass es zumindest zwei Europas gibt, und nicht nur das Europa der Regierungsbüros von Politik und Wirtschaft, das uns so gerne als begehrenswertes „EUROPA“ verkauft wird, und sich jetzt den aufmüpfigen Griechen entgegen stellen möchte. Es gibt noch ein Europa von unten, das der Phrasen und Maßnahmen rund um Brüssel überdrüssig ist, das kein solches EUROPA mächtiger Akteure möchte, ein derart eingleisiges Europa, das die immer gleichen Gewinner aus dem immer gleichen Spiel produziert.

Dieses erste, zu recht ungeliebte EUROPA durchzieht die Staaten bis zu den Kommunen, verkauft neoliberale Strategien pausenlos als „Reformen“. Ein Hohn: Ihre Forderungen immunisierten in Griechenland gerade das herrschende ökonomische und politische Establisment. EUROPA feiert seine „westliche Demokratie“, deren Gehalt aber immer nur gegenüber anderen betont wird. Der Sieg Syrizas wendet sich deshalb zum Dritten dezidiert gegen „Reformen“ für zunehmende Verelendung und Entmündigung, gegen die nicht endenden Heucheleien rund um neoliberale Demokratiefassaden und den dazu passenden Medienpalavern, ihren Leerformeln in unseren Ländern.

Zum Vierten zeigt der Sieg der griechischen Linken, dass nicht nur Rechte in der „Krise“, die eine langjährige Dauerkrise geworden ist, Zulauf bekommen, etwa wie Front National in Frankreich, UKIP in England oder Freiheitliche in Österreich. Dem breiten, seit zwei, drei Jahrzehnten anhaltenden Rechtsruck in den meisten Ländern Europas, besonders denen nördlich der Alpen, wurde ein Stoppschild gezeigt. Und das meint ein gutes Stück mehr als die Rituale um rechtsgewirkte Demos, mit denen sich dann alle „Demokraten“ („jenseits von links und rechts gegen Totalitäres“) das gute Gefühl für ihre herrschenden Institutionen bestätigen.

Diese vier wichtigen Markierungen seien gerade in Deutschland festgehalten, dem Land der vielen wohlgefälligen, politisch meist stupiden Neo-Spießer dieser oder jener Facon, in dem die Karriere-, Wellness- wie Finanzplanungen des eigenen Lebens den ganzen Horizont von Erfahrungen abgeben und linke Bewegungen ein Nischendasein pflegen. Kann auch anders kommen.

Zumindest das hat uns Griechenland gezeigt – auch wenn es das kleine Land alleine schwer haben wird. Der Virus von Syriza müsste sich weiter verbreiten, um die vier Punkte für Griechenland und uns wirken zu lassen.


Montag, 26. Januar 2015: Fragida-Demo in Frankfurt/M. / Gegenkundgebung

Aus einer kürzlich eingetroffenen E-Mail: Der Pegida-Ableger Fragida plant am Montag eine Demo durch die Frankfurter Innenstadt. Diese gilt es zu verhindern. Die Rassisten wollen sich ab 17 Uhr an der Hauptwache treffen, ab 18 Uhr soll eine Kundgebung unter dem Motto “Für Wahrheit und Grundgesetz” stattfinden. Ab 18:30 Uhr ist eine Demo durch die [...]

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Der Mikrozensus (die „kleine Volkszählung“) unterläuft den Datenschutz

Die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main hat auf Grund der Anfrage einer betroffenen Frankfurter Bürgerin die Unterlagen zum aktuellen Mikrozensus überprüft und Unregelmäßigkeiten bzw. Verletzungen des Statistikgeheimnisses festgestellt. Die Beschwerdeführerin wurde vom Hessischen Statistischen Landesamt aufgefordert, einen Fragebogen mit 192 Einzelfragen auszufüllen. Auffällig dabei: Auf dem Bogen, auf dem die Fragen beantwortet werden sollen, sollte sie [...]

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„Gedenken in Worten und Gesten“ am 27. Januar

Zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz findet – wie jedes Jahr – ab 18h30 an der Namenswand der Gedenkstätte Neuer Börneplatz die Veranstaltung „Gedenken in Worten und Gesten“ statt. Es ist eine gemeinsame Veranstaltung der Evangelischen Studierendengemeinde (ESG), der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) und des Jüdischen Museums Frankfurt

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Slavoj Zizek: „Am 25. Januar 2015 sind wir alle Griechen“

Kaum ein Land Europas durchziehen die orthodoxen „Reden des Marktes“ tiefer als Deutschland. Fester Glaube an sein unabänderliches Geschehen wird pausenlos gepredigt, und Häretikerinnen aus Griechenland oder Spanien werden uns wie Dämonen ausgemalt. Der bekannte slowenische Philosoph und Psychoanalytiker Slavoj Zizek bemüht sich dagegen redlich, einigen ideologischen Müll zu beseitigen und zeichnet uns ein anderes [...]

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Edel sei der Volkswille?- Eine Antwort auf Werner J. Patzelts Artikel zu Pegida

Der folgende Text bezieht sich auf einen Artikel des Politikwissenschaftlers Werner J. Patzelt, der am 21.05.2015 unter dem Titel “Die Verortung von Pegida: Edel sei der Volkswille” erschien.
Patzelt, der selbst als konservatives CDU-Mitglied und dem Korporationswesen nahestehend gilt, steigt aktuell auch in öffentlich-rechtlichen Medien zu so etwas wie “Deutschlands großem Pegida-Erklärer” auf.
Hierbei zeigt er stets viel Verständnis für Pegida.

Der folgende Text ist als direkte Antwort auf den FAZ-Artikel von Werner J. Patzelt gedacht:

Herr Patzelt gibt gleich zu Beginn zu, dass einige der Pegida-Veranstalter Sätze geschrieben haben, die „eindeutig xenophob, islamophob und rechtsradikal sind“.
Inzwischen hätten sich diese Leute aber im Sinne einer „vernunftgeleiteten Selbstkontrolle“ gemäßigt.
Mir stellt sich hier die Frage, ob es sich hier um eine moralische oder strategische Vernunft handelte, die diese Leute zur Mäßigung Ihrer Aussagen trieb.
Dabei gehe ich von Letzterem aus. Ich halte es eher für unwahrscheinlich, dass diese Pegidisten ihre Ressentiments aufgrund des großen Erfolges von Pegida aufgaben.
Viel eher scheint es mir logisch, dass die Pegida-Veranstalter erkannt haben, dass eine Massenmobilisierung mit zu eindeutig rechten Parolen unter den gegenwärtigen Umständen (noch?) nicht geht und sich deshalb aus strategischem Kalkül mäßigen.

Um zu glauben, dass es sich bei den bundesweit auftretenden Pegidisten um Vorboten einer braunen Revolution handelt, muss man übrigens nicht „gespensterfürchtig“ oder „schlecht informiert“ sein, sondern lediglich über ein Bisschen Geschichtsbewusstsein verfügen.
Pegida ist nicht deshalb gefährlich, weil jeder Pegidist ein überzeugter Rechtsradikaler mit Reichskriegsflagge im Hobbykeller wäre, sondern weil dort eben Normalbürger Seite an Seite mit solchen Rechtsradikalen marschieren.
Das streitet Werner J. Patzelt dann ja auch gar nicht ab.

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Public Private Partnership (PPP) beim Kreis Offenbach – das vorhersehbare Scheitern eines größenwahnsinnigen Projekts

Presseerklärung des ver.di Bezirks Frankfurt/Main und Region (18.01.2015) Die Offenbach Post berichtet am 16.1.2015, dass ein Gutachten, welches von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag des Landesrechnungshofes erstellt wurde, zu dem Schluss komme, dass bei der Zusammenarbeit mit Privatfirmen im Rahmen eines PPP grundlegende Fehler beim Kreis Offenbach begangen wurden. Die zu erwartenden Kosten seien vor Vertragsabschluss [...]

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Demonstration in Gedenken an den in Dresden getöteten Khaled Idris Bahray

In Frankfurt, Samstag, 24. Januar um 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof

Im Gedenken an Khaled Idris Bahray, der vergangene Woche mit mehreren Messerstichen in Hals und Brust in Dresden tot aufgefunden wurde, sowie gegen rassistische Gewalt demonstrieren am Samstag, den 24. Januar Migrant*innen und ihre Unterstützer*innen in Frankfurt am Main. Die Demonstration beginnt um . Wir erwarten Bekannte von Khaled aus Dresden, die den weiten Weg zurücklegen wollen, um an Khaled zu gedenken und gegen Rassismus ein Zeichen zu setzen.

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SOLIDARITÄT mit ausgegrenzten Immigranten in Frankfurt

Seit Monaten schlagen sich dutzende schutzsuchende Migrant*innen in Frankfurt auf der Straße durch. Mitten im Winter schlafen sie unter Brücken, im Bahnhof oder in der B-Ebene der Hauptwache. Die meisten von ihnen sind Geflüchtete aus verschiedenen afrikanischen Ländern, die oft schon seit geraumer Zeit in Europa leben. Nach Frankfurt gekommen sind sie, weil sie an [...]

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Religiöser Eifer: Mobilmachung an allen Fronten

Während sich angeblich ganz Westeuropa vor ein paar religiös angestrichenen Terroristen fürchtet, ist das Abendland im Osten schon wieder ein Stück weiter: Dort gab es am Wochende Befehl zum Angriff: Kiew bläst mit klerikalem Segen zum Sturm auf die Ostukraine. Nicht einfach ein paar Vermummte mit schwarzem Fähnchen und Kalaschnikow ballern dort herum, sondern die [...]

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Chance für eine Politikwechsel in Europa? Diskussion mit Giorgios Chondros (SYRIZA)

Samstag, 17.01.2015 | 20:00 Uhr – Haus der Jugend Frankfurt/M. Deutschherrnufer 12

Am 25. Januar wird in Griechenland ein neues Parlament gewählt. Nach Meinungsumfragen ist zurzeit SYRIZA, die „Koalition der radikalen Linken“, die stärkste Partei. Schon droht die Bundesregierung, Griechenland müsse die Austeritätspolitik der letzten Jahre fortsetzen oder die Eurozone verlassen.

Doch das Diktat der Bundesregierung und der Troika von Europäischer Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds hat zu einer humanitären Krise geführt, wie sie in Europa vor einigen Jahren noch undenkbar schien. Das griechische Sozialprodukt ist in den letzten sechs Jahren um ein Viertel geschrumpft, unzählige Menschen haben ihren Arbeitsplatz, ihr Einkommen, ihre Krankenversicherung verloren. Kinder hungern, Selbstmorde nehmen zu. Millionen hoffen nun auf einen Politikwechsel.

Was sind die Ziele und die Strategie von SYRIZA?

Welchen Handlungsspielraum hätte eine linke Regierung in Griechenland?

Welche Auswirkungen hätte sie auf Europa?

Was können wir von der griechischen Linken lernen, um auch in Deutschland einen Politikwechsel herbeizuführen?

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Vorratsdatenspeicherung in der Stadtbücherei der Stadt Frankfurt

Die Stadt Frankfurt stellt in den Filialen der Stadtbücherei einen kostenfreien Internetzugang zur Verfügung. Insbesondere Menschen, die sich aus finanziellen Gründen keinen Internetzugang zuhause leisten können, nutzen dieses Angebot gerne. Aber das Angebot hat trotzdem seinen Preis! Die Internetnutzung wird umfangreich protokolliert. Angesprochen von einem Nutzer, hatte sich die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main im Mai [...]

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„Nichts wird bleiben wie es ist“ – Hausbesetzer*innen zum 125. Geburtstag der ABG Holding

Zum Jubliäum der ABG eine Erklärung von “Raum statt Repression” (Solidarisches Kollektiv zur Unterstützung der angeklagten Aktivist_innen, die am 15.03.2014 die leerstehende Georgt-Voigt-Straße 10 besetzt hielten) Vor 125 Jahren wurde die Aktienbaugesellschaft für kleine Wohnungen Frankfurt gegründet, um Wohnraum für weniger Wohlhabende bereitzustellen. Ihre Nachfolgeorganisation, die heutige ABG Holding steht für eine ganz andere Stadtpolitik. [...]

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ABG wird 125 Jahre alt – kein Grund die Sektkorken knallen zu lassen!

Die ABG Frankfurt Holding GmbH wird am morgigen Freitag, den 16. Januar 2015 125 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum sagt Dr. Peter Gärtner, planungspolitischer Sprecher der LINKEN im Römer: „Dies ist kein Grund, die Sektkorken knallen zu lassen. Die ABG hat sich in den letzten Jahren von ihrem Gründungsauftrag um Lichtjahre entfernt. Auftrag der stadteigenen [...]

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Terroralarm im Liveticker, oder: wer fährt noch mit dem Bus?

Natürlich gibt es keinen medialen Alarmismus zu den Terrorgefahren für ganz Europa, wer käme denn darauf. Aber wenn du einen Schritt zurücktrittst, wundert es schon dass große deutsche Zeitungen auch heute, eine Woche nach dem Mordanschlag in Paris den “Liveticker” zum “Terrorgeschehen” weiter laufen lassen, beim Berliner Tagesspiegel unter dem Titel “Terror in Frankreich“. Das [...]

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Nicht im Pegida-Sense: Karikaturen aus Frankreich

Die 3 Mörder von Paris scheinen es leicht zu schaffen, den rassistischen Common Sense auf die Strasse  und damit rechtsradikale Stimmungen immer mehr in Bewegung zu bringen. In diesem Sinne gelang ihnen tatsächlich eine massenhafte Mobilisierung ähnlich Gesinnter mitten in Europa. Wie lässt die Angst-Wut der einen Seite denn besser die der anderen Seite anstacheln? [...]

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Ultimativer Kommentar aus Frankreich zum Charlie-Spektakel

 Cavanna: “Hommages sind richtig Scheissdreck” Charb-Männchen: “Was für ein Genie!“ Zeichnung des ermordeten CHARB anlässlich des Todes von CAVANNA (Mitbegründer von  CHARLIE HEBDO) im Januar 2014

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Die Freien Wähler rufen

Am Samstag, den 10.01.um 14 Uhr hat der berüchtigte Huber von den FW zu einer Kundgebung auf der Hauptwache aufgerufen, wo er und seinesgleichen gedenken, ihre rechten Parolen unter das Volk zu bringen. Mal seh’n, gell!

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CHARLIE HEBDO ist CHARLIE

Drei Zeichner von CHARLIE HEBDO (CABU, WOLINSKI und TIGNOUS) sowie der Chefredakteur S. CHARBONNIER (CHARB) sind gestern ermordet worden. CHARB hatte übrigens das Titelblatt der gestrigen Ausgabe gezeichnet: „Immer noch kein Attentat in Frankreich“ mit einem Taliban der entgegnet: „Wartet mal ab: Neujahrswünsche können bis Ende Januar überbracht werden“. Es wurden insgesamt 12 Personen getötet [...]

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»Je suis Charlie«: Heute Abend (8. Jan. ’15) Gedenk- und Protestveranstaltung in Frankfurt/M.

Heute, Donnerstag, 8. Jan. 2015, 19:00 Uhr – Frankfurt am Main, Hauptwache (Die Kundgebung ist angemeldet) Aus FaceboooK: Je suis Charlie – Frankfurt gedenkt Wir sind frei, wir sind Charlie Wir alle sind geschockt von den Ereignissen in Paris! Wir wollen unsere Trauer, unsere Wut nicht einfach alleine verarbeiten, sondern dies mit vielen Menschen gemeinsam [...]

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Zur F.A.Z.: “Bildung” kostet [Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte]

Es heißt doch so schön: »Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte«. Ob dies auch für Bildschirmfotos gilt? Wie dem auch sei, sicher ist jedenfalls, dass ein einfacher F.A.Z.-Artikel, den man sich bei genios.de herunter laden kann, vom Betrag her gesehen höher ist als der Anteil der Regelleistung, die einem Leistungsbezieher von Arbeitslosengeld 2 (Hartz [...]

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Big Brother is watching you: Bundesagentur für Arbeit will Erwerbslose z. B. bei Facebook ausspähen

In Susan Bonaths Artikel »Nürnberger Spionageamt – Bundesagentur für Arbeit ordert Software zur Überwachung Erwerbsloser in sozialen Netzwerken. Datenschützer nicht informiert« (Junge Welt, 6. Januar 2015) lesen wir: »Laut Auftrag geht es um »automatisierte Identifikation und Analyse von Diskussionen und Kommentaren im deutschsprachigen Social Web« und »Ermittelt werde unter anderem in Foren, Blogs und sozialen [...]

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Von Ameisen lernen heißt siegen lernen !

Aus der Reihe “Ideen für 2015″: die Rebellion der Sklavenameisen Evolutionspsychologie ist schon lange in Mode, Evolutionssoziologie stark im kommen. Besonders beliebt sind Ameisen, vermutlich deswegen, weil sie für menschliche Nationenbildung ein so lehrreiches Vorbild abgeben. Zumindest meinen das einige, und gerade Deutschland ist auf diesem Gebiet der Forschung ganz vorne dabei. Ich erinnere nur [...]

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