Frankfurter Gemeine Zeitung

Demonstration in Gedenken an den in Dresden getöteten Khaled Idris Bahray

In Frankfurt, Samstag, 24. Januar um 14 Uhr am Frankfurter Hauptbahnhof

Im Gedenken an Khaled Idris Bahray, der vergangene Woche mit mehreren Messerstichen in Hals und Brust in Dresden tot aufgefunden wurde, sowie gegen rassistische Gewalt demonstrieren am Samstag,  den 24. Januar Migrant*innen und ihre Unterstützer*innen in Frankfurt am Main. Die Demonstration beginnt um . Wir erwarten Bekannte von Khaled aus Dresden, die den weiten Weg zurücklegen wollen, um an Khaled zu gedenken und gegen Rassismus ein Zeichen zu setzen.

Khaleds Hinterbliebene müssen nicht nur seinen sinnlosen Tod verkraften, sondern fühlen sich ohnmächtig bei ihrer Forderung nach Gerechtigkeit und Aufklärung:

Warum gaben mehrere Messerstichte in Hals und Brust der Polizei keinen Hinweis auf eine Gewalttat? Wieso reagierte die Polizei nicht schon am Dienstag – als Khaled gefunden wurde – auf Hinweise, es könne sich beim Tod des Asylbewerbers um einen rassistischen Mord gehandelt haben? Informationen wie beispielsweise, dass drei Tage vor dem Mord zwei Hakenkreuze auf der Eingangstür zu Khaleds Wohnung gefunden worden waren oder Morddrohungen gegen Geflüchtete, wurden von der Polizei und den Medien vorerst ignoriert. Stattdessen hieß es zunächst, dass Khaleds Tod am Montag Abend nach einer Massendemonstration von  “ausländer”feindlichen deutschen Bürger*innen ein Selbstmord oder Unfall sein könne.

Die hohe Zahl der Übergriffe auf Geflüchtetenunterkünfte, Privatwohnungen und antirassistische Initiativen ist nicht länger hinnehmbar. Betroffene in ganz Deutschland beobachten Pegida, Hogesa & co und berichten von ihrer Angst, auf die Straße zu gehen.

Das  Verhalten der Polizei gleicht dem Charakter der Ermittlungen bei den NSU-Morden. Sogar der Tatort wurde vor der Sicherstellung gereinigt,  als müsste Khaleds Tod ganz schnell weggekehrt werden. Der tief verankerte Rassismus in deutschen Behörden, vor allem der Polizei, schützt Neo-Nazis immer wieder. Die Behörden haben aus ihren Fehlern mit dem NSU nicht gelernt und blenden Rassismus als Tatmotiv immer wieder aus.

Wir fordern:

- Gerechtigkeit und Aufklärung des Mordes an Khaled Bahray
- Schutz für seine Angehörigen und Freund*innen, die weg aus Dresden wollen
- Eine selbstbestimmte und dezentrale Unterbringung von Flüchtlingen
- Ein Ende der staatlichen Gewalt und Diskriminierung von Migrant*innen
- Rassismus stoppen!

Noborder ffm
Refugees for Change
Sprecher Paulos Yacob
+49 (152) 15829842   rifugiati.milano@gmail.com

www.refugeesforchange.wordpress.com         www.facebook.com/refugees4change


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