Frankfurter Gemeine Zeitung

Zum Mindestlohn: Neues aus Absurdistan

Erfahrungen aus der Welt des Mindestlohns. Totschka schilderte bereits seine ersten Eindrücke in “Lichte Zukunft” und “Unaufhaltsamer Aufstieg – Zwischenstand“. Hier seine neueren Eindrücke (Quellenlink):

von Totschka

Neues aus Absurdistan

In der Causa “Mindestlohn” gibt es Neuigkeiten, die mir nun ein deutlicheres Bild zeigen:

X Der monatlich von mir zu erwirtschaftende Mindestumsatz ist konkret benannt und noch einmal erhöht worden und liegt jetzt ziemlich genau 50% über der bisherigen Marke

X Eventuell darüber hinausgehende Umsätze werden bis auf weiteres nicht mehr mit einer Provision vergütet

X Die monatliche Arbeitszeit ist reduziert worden, umgerechnet beträgt sie jetzt 6,5 Stunden pro Arbeitstag

Wie bereits von mir geschildert, ist im Gegenzug der Fahrpreis erhöht worden. Leider führt die daraus folgende Enthaltsamkeit der Kunden nicht zur erhofften und benötigten Umsatzsteigerung. Ganz im Gegenteil: dauert dieser Zustand an, dürfte es sehr schwer sein, in der regulären Arbeitszeit den geforderten Mindestumsatz überhaupt zu erreichen. Der Chef hat durchblicken lassen, dass er den Kollegen, der zwei, drei Monate nacheinander die Vorgaben nicht erfüllt, dann leider entlassen muss. Hat der Kollege Glück und überbietet die Vorgaben, so bekommt er trotzdem nur den Mindestlohn.

Leider kann ich an dem Kundenverhalten nichts ändern. Mir ist behördlich untersagt, mit Marketingaktionen auf mich aufmerksam zu machen. Ich habe selbst also bis auf meine eigene Scheißfreundlichkeit keinerlei Einfluss auf die Höhe meines Umsatzes. Will ich diesen Job behalten, muss ich mit großer Wahrscheinlichkeit unbezahlte Überstunden leisten. Sollte ich das Ziel erreichen, habe ich keine Motivation, auch nur einen müden Euro Umsatz darüber hinaus zu produzieren.

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„Freiheit stirbt mit Sicherheit“ – Demonstration und Kundgebung am 30. Mai 2015 in Frankfurt/Main

Die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main hat den Entwurf eines Aufrufs (000-Aufruf Demo-20150530-E-1) für eine Demonstration und Kundgebung unter dem Motto

Freiheit stirbt mit Sicherheit

am 30. Mai 2015 in Frankfurt/Main veröffentlicht. Die Veranstaltung ist Teil einer geplanten dezentralen Kampagne Freiheit statt Angst im Jahr 2015. Nach derzeitigem Kenntnisstand werden im Rahmen der geplanten dezentralen Kampagne Freiheit statt Angst im Jahr 2015 Demonstrationen und Kundgebungen u. a. auch in Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart stattfinden.

Am 27. 02.2015 findet in Frankfurt ein erstes Treffen für alle interessierten Gruppen statt, die sich an der Vorbereitung und Durchführung der Demonstration beteiligen möchten. Einzelheiten zu Ort und Zeit des Treffens in der Einladung (000-Buendnisaufruf-2015.02-FSA-Rhein-Main-1). Anfragen zur Demonstration/Kundgebung bzw. zu dem Treffen am 27.02.2015 bitte an kontakt [at] ddrm.de.


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