Frankfurter Gemeine Zeitung

Blockupy-Bündnis nimmt Feldmann beim Wort: Frankfurter OB Feldmann äußert sich positiv zu kapitalismuskritischem Protest…

Pressemitteilung Blockupy-Bündnis, Frankfurt am Main, 22. Februar 2015

OB Feldmann äußert sich positiv zu kapitalismuskritischem Protest / Blockupy-Bündnis will Feldmann beim Wort nehmen

Beim Auftaktplenum vom heutigen Blockupy Aktiventreffen erntet die die positiven Aussagen von Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann zu kapitalismuskritischem Protest Beifall. Feldmann sagte: „Kritische Diskurse auch gegenüber der Finanzwirtschaft haben schon immer zu unserer Stadt gehört. Hier muss und wird auch künftig Kapitalismuskritik möglich sein. Proteste gehören zu einer Demokratie.“ (Zitat dpa)

Hannah Eberle von Blockupy: „Wir freuen uns, dass sich Feldmann positiv zu den anstehenden kapitalismuskritischen Protesten äußert. Wir wollen Feldmann nun beim Wort nehmen und fordern von ihm daher die notwenigen Unterbringungsmöglichkeiten. Bisher bestand die Taktik der Behörden aus Verzögerung. Auflagen für die Demonstration sind uns bisher noch nicht mitgeteilt worden. Wenn Feldmann es ernst meint, dann müssen wir morgen die Zusage für die geforderten Unterbringungsmöglichkeiten erhalten und die Behörden endlich mit uns kooperieren.

Weitere Informationen:
https://blockupy.org

Blockupy-Presseteam
presse@blockupy-frankfurt.org


Frau Mund, ich hab da so meine Fragen…

Hallo Frau Mund, da ich jetzt einige Montage damit beschäftigt war, gegen Sie und ihresgleichen zu demonstrieren, sind mir einige Fragen über ihre Person ins Bewusstsein geraten. Man fragt sich ja schon, wie der Andere genau tickt, wenn man bei Kälte und Dunkelheit sich die Beine in den Bauch steht.(Immerhin, der Frühling scheint bald zu kommen). Gerne hätte ich Sie das selber gefragt, aber die Umstände ließen dies nicht zu. Also probiere ich es über diesen Weg und bitte haben Verständnis, wenn ich Ihnen als Antwortmöglichkeit nur die Kommentarfunktion anbieten kann. Meine private E-Mail-Adresse möchte ich ungern öffentlich machen, da ich wohl ansonsten die freien Feierabende (Sie wollen ja regelmäßig wiederkommen) damit beschäftigt wäre, mein Postfach von unflätigen Mails zu säubern.

1. Wie vereinbaren Sie ihren Anspruch auf Friedfertigkeit, wenn Sie doch vor nicht allzu ferner Zeit eine Rede bei HogeSa Hannover gehalten haben?
Das mit der Friedfertigkeit unterstelle ich Ihnen einfach mal zu Ihren Gunsten. Warum also ihre Rede zu diesem Anlass? Hooligans sind Gewalttäter, das zeichnet sie als solche aus. Es sind nicht irgendwelche Typen, die sich um eine Frau oder die Ehre (was immer das ist) schlagen, sondern um Männer, die im freundlichsten Fall als süchtig nach Gewalt beschrieben werden können. Das Hooligans für gewöhnlich erst einmal sich nur gegenseitig die Zähne ausschlagen, mag zwar beruhigen, es ändert aber nichts daran, dass körperliche Gewalt gesucht und genossen wird. In der Vergangenheit haben Hooligans aber auch immer wieder Polizisten verletzt und 1998, bei der WM in Frankreich, kam es sogar dazu, dass deutsche Hooligans den Polizisten David Nivel zum Pflegefall getreten haben. Wenn also Hooligans gegen Salafisten aufmarschieren, ist die Gewalt vorhersehbar. So weltfremd können Sie gar nicht sein, um zumindest nicht ansatzweise den Widerspruch zu ihrem Glauben zu erkennen.Nein, dass haben Sie garantiert bemerkt und Ihnen ist da was eingefallen, was tief religiösen Menschen mit messianischem Anspruch immer einfällt: Sie setzen alles analog zu ihrer jeweiligen „Heiligen Schrift“. Sie schreiben ihrem Beitrag auf PI-News über HogeSa Hannover, das „Männer von denen niemand etwas Gutes erwartet Geschichte schreiben“.Klingt doch nach der Geschichte vom Saulus zum Paulus. Sünder brechen auf, um das Abendland zu retten. Vielleicht interpretiere ich da etwas über, aber anderseits müsste ich Sie dann für etwas schlicht halten.
Ach, ehe ich es vergesse: Geschichte schreiben ist an sich noch keine gute Tat.

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