Frankfurter Gemeine Zeitung

Blockupy-Kundgebung am 18. März mit Naomi Klein, Sarah Wagenknecht und Urban Priol

18nulldrei - schilderNeun Tage vor dem Blockupy-Aktionstag am 18. März in Frankfurt am Main stehen die Rednerinnen und Redner der Kundgebung fest: “Wir freuen uns über Zusagen der kanadischen Schriftstellerin und Globalisierungskritikerin Naomi Klein, der Linken-Politikerin Sarah Wagenknecht und des Podemos-Mitbegründers Miguel Urban ebenso wie über die des Kabarettisten Urban Priol. Auch ein Vertreter von Syriza wird bei der Kundgebung sprechen. Die Zusagen zeigen, dass unsere Kritik an der europaweiten Verelendungspolitik breit getragen wird”, sagte Ulrich Wilken vom Blockupy-Bündnis, der die Kundgebung angemeldet hat.

An der Kundgebung, die um 14 Uhr auf dem Römerberg beginnt, und der anschließenden Demonstration beteiligen sich zudem zahlreiche antirassistische und feministische Initiativen. Zu dem Aktionstag rufen unter anderem auch die Feministische Intervention, das Antirassistische Netzwerk “NoBorder”, Tierbefreiungsgruppen, Studierende von “UniGoesBlockupy” sowie Schülerinnen und Schüler von “SchuleGoesBlockupy”. Mit dabei sind auch zahlreiche Gewerkschaften und Gewerkschaftsgliederungen.

Blockupy-Sprecher Roland Süß: “Es ist die Vielfalt unseres Bündnisses, die uns stark macht. Blockupy ist eine europäische Bewegung von unten. Gemeinsam werden wir massenhaft Zivilen Ungehorsam leisten, um die Eröffnungsfeier und den Normalbetrieb der Europäischen Zentralbank zu stören und den grenzüberschreitenden Widerstand gegen die neoliberale Politik in Europa sichtbar zu machen.”

Blockupy ist Teil eines europaweiten Netzwerks vielfältiger Bewegungen, Gewerkschaften, Parteien und Flüchtlingsinitiativen aus Italien, Spanien, Griechenland, Belgien, den Niederlanden, Dänemark, Frankreich und anderen Ländern, die Widerstand gegen das europäische Krisenregime leisten. Zusammen wollen wir eine europäische Bewegung schaffen, einig in ihrer Vielfalt, die die Macht des Krisenregimes und der Austeritätspolitik überwindet und damit beginnt, Demokratie und Solidarität von unten aufzubauen. Als grenzüberschreitende Bewegung richten wir uns ausdrücklich gegen jede rassistische oder nationalistische Spaltung, Verschwörungstheorien und Antisemitismus.

Das bundesweite Blockupy-Bündnis wird getragen von Aktivistinnen und Aktivisten verschiedener emanzipatorischer Gruppen und Organisationen, darunter die Interventionistische Linke, Attac, Occupy Frankfurt, Gewerkschaften, Jugend- und Studierendenverbände, das Erwerbslosen-Forum Deutschland, die Partei Die Linke, das Netzwerk Friedenskooperative und das Bündnis “Ums Ganze”.

Blockupy im Web


Römer-Piraten auf den Weg nach rechtsaußen und zur Selbstzerstörung?

Aktuelles Bildschirmfoto von der Webseite der Piraten im Römer: Förster, Totengräber der Piraten in Frankfurt/M.?

Im Grunde genommen schätze ich die Piraten sehr. Der AK Soziales der Piraten in Hessen handelt in Bezug auf die Problematik der Hartz-Gesetze vorbildlich.

Dennoch sehe ich mich jetzt genötigt, Kritik zu üben. Hintergrund ist die Verlautbarung Herbert Försters vom 28. Februar 2015: Auf der Webseite der Römerpiraten hat Herbert Förster, der als Stadtverordneter der Piraten im frankfurter Römer agiert, einen beachtenswerten Kommentar abgefasst, den ich auszugsweise zitiere und kommentiere:

Zu Thomas Occupy muss ich sagen:
Der BILD Lügen vorwerfen und gleichzeitig unreflektiert einige wenige zitierte Sätze aus einer Tageszeitung, aus Enttäuschung zum Vorwurf zu machen halte ich für mehr als kritisch.

Die BILD hier unnötigerweise zu erwähnen, kommt bei mir mehr als schräg rüber. Das Erwähnen hat keinerlei Relevanz.  Der Angriff Försters auf Thomas Blockupy ist nur polemisch, mehr nicht. Dass die BILD-Zeitung ein Propagandablatt ist, sollte Herr Förster wissen. Die BILD hier als Streitvehikel zu nutzen, ist selten dämlich. Da sollte sich Herr Förster zum Beispiel bei Fefe informieren. Weitere Quellen wären der Postillon (echt lesenswert) oder das Bild-Blog (genauso zu empfehlen, na ja meistens).

Ein Passus hier habe ich gestrichen, um mich nicht in juristische Verwicklungen mit Herrn Förster zu stürzen.

Ich bin mir sicher das die Anmelder der Blockupy-Demo keine Eskalation beabsichtigen, und das sie nur gute Absichten verfolgen.

Super Satz.  Beste Rhetorik! Wer Deinen Text überfliegt, liest: Anmelder, Blockupy und Eskalation. Da nützen auch die guten Absichten hintendran nichts. Hirnliche Sprachpsychagogie für Anfänger: Menschen merken sich grundsätzlich positive Sachverhalte, dann erst erfolgt das Negieren, eine geistige Schwerstarbeit im Hirn. Das läuft niemals hunderprozentig ab. Also, hier gilt: Ein G’schmäckle bleibt.

Beispiel zur Illustration gefällig? Frau mag mir bitte dieses Beispiel verzeihen:  Denken Sie, lieber Herr Förster ganz gezielt nicht an eine wunderschöne Frau mit schlanker Taille. An was denkt der Mann, auch wenn er nicht den Playboy liest? … Bestimmt nicht an Radieschen!

Da Herr Förster die Bild-Zeitung aufgeführt hat, erlaube ich mir eine leicht verschwörungstheoretisch zu verstehende Frage quasi als Kontrapunkt:  Hat er vielleicht einen CIA-Kurs in Rabulistik besucht?

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