Frankfurter Gemeine Zeitung

Ein Schlaglicht auf die deutsche Presselandschaft

In der “Deutschen Qualitätspresse” findet sich heute eine seltene Ausnahme, die das Politainment oder ihre anderen Formen des Entertainments unterbricht, die inzwischen deren Hauptachse bilden:

Nicht alle ignorieren die Dramen des “christlichen Abendlands”:
Aufruf zur Pende an Flüchtlingsorganisationen

Während Faz, Welt, Süddeutsche und wie sie alle heißen, die weltbewegende Nachricht eines Trainerwechsels (!) auf ihre erste Seite setzen, bekundet die taz ihre Erschütterung über eines der größten Schiffsunglücke im europäischen Meer, dem Mittelmeer. Dort ertranken zu Wochenanfang 400 Menschen (!) in einem Schiff auf ihrer Flucht im Meer, bei uns in Medien kaum mehr als eine Randnotiz.

Das Rettungskonzept “Mare Nostrum” wurde vor 6 Monaten von der EU eingestellt, der bewaffnete Grenzschutz als “Frontex” dagegen bestens finanziert hoch gefahren.

Besser lässt sich unserer extrem eingeengter Wahrnehmungsraum kaum visualisieren, bestens kultiviert für konsumfreudige Verbraucher durch sensible Medienkonzerne.

Tja, ein bißchen Pegida sind wohl zu viele bei uns…


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