Frankfurter Gemeine Zeitung

Terrorgefahr aus Oberursel – eine Farce

Seit Jahren sind wir gewohnt uns vor AlQaida und ISIS zu fürchten. Sie gelten als zum Schlimmsten entschlossen, schwer bewaffnet, international bestens organisiert, auf höchstem Stand der Technik – inklusive Finanzierung und Angriffe via Internet. Nun scheinen deren Truppen in RheinMain aufzumarschieren, wie es Pegida befürchtet und Bild titelt: “Tatort Oberursel | Wie kommt der Terror ins Kleinstadt-Idyll?”.

Die Meldungen über den Aufmarsch der “Terrorgefahr aus Oberursel“, wie es uns die Frankfurter Rundschau  greifbar machen möchte, ergeben das folgende Szenario der Angriffsvorbereitung: eine Familie mit 2 Kleinkindern, er mit wallendem Salafisten-Bart, sie vollverschleiert auf den Kinderspielplätzen in Oberursel mit den Kleinen unterwegs bildete den Kern der Truppe.

Die Vorbereitung konzentrierte sich auf den Kauf von Wasserstoffperoxid, 3 Liter aus einem Baumarkt, plus etwas Brennspiritus. Der Trupp, die Familie fuhr bei diesem vor, der vollbärtige Salafist vorne weg, seine verschleidete Frau und die Kinder im Schlepptau. Bekannterweise muss für solche Käufe der Ausweis vorgelegt werden, und Name wie Anschrift werden registriert. Kein Problem, das klandestine Kommando erhält das Material, der Vorgang wird weiter gemeldet.

Praktisch auch der Wohnort der familiär-terroristischen Vorauseinheit: er befindet sich direkt an der Strecke des avisierten Ziels, dem Radrennen zum 1. Mai. Leicht fällt dann die Erkundung des Geländes für den Anschlag in Hausnähe, die Strasse entlang beim Spaziergang mit den Kleinen. Flugs lässt sich so die Bombe aus dem Tschador ins Gebüsch ein paar Ecken weiter plazieren.

Trotz dieser gewitzten Vorbereitung gelang es den deutschen Polizeikräften den gefährlichen Trupp zu stoppen: in der Wohnung findet das SEK unmittelbar vor dem Rennen eine “fertige Bombe” und “Waffenteile” – der Garten wird umgegraben, die Gegend abgesucht und mögliche Komplizen erkundet.

Rohrbombe oder Oxydator?

Noch eine Bombe?

Überhaupt der Garten: ich möchte nicht von Brennspritus reden, sondern von Wasserstoffperoxid, einem Stöffchen, das primär weniger für Bomben als zur Sauerstoffversorgung eines Teiches verwendet wird. Eine meiner Bekannten benutzt es auf dem Abenteurspielplatz in größeren Mengen.

Nun ja, eine Bombe wurde in der Oberurseler Wohnung wohl gefunden, hoffen wir, dass deutsches SEK und andere Gemeimdienstler einen Sprengsatz von einem Oxydator unterscheiden können, der zwar einer Bombe ähnelt, aber nicht westliche Dekadenz sondern nur Dreck aus dem Teich vertreiben möchte.

Was schließen wir aus diesem großen Terroralarm rund um Frankfurt: offensichtlich ist es mit der militärischen Bedrohung aus Nahost nicht so weit her, und IS wie AlQaida müssen schon das letzte Aufgebot nach Germany schicken, eine offensichtlich nicht sonderlich helle, gar voll bescheuerte Familie, die sich eifrig darum bemüht ins Fadenkreuz der Polizei zu geraten.

Vielleicht ist aber noch mehr dahinter, und die westlichen Geheimdienste, die Politik der Nato möchte sich über die radikalislamischen Feinde richtig lustig machen: “Ihr Islamisten seid ja so weit hinterher, dass ihr nur noch Volltrottel gegen uns aufbieten könnt. Über euch können wir nur lachen, ihr orientalischen Spinner. Und ihr seid nützlich dafür, unsere Exekutivkräfte in Europa aufzurüsten. Jetzt stehen BND und Verfassungsschutz wieder super da”.

Aufmarsch der Terror Familien

Aber vielleicht verbirgt noch ganz anderes dahinter?


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