Frankfurter Gemeine Zeitung

Demo: Tanzbares Leben für Alle

30. Mai 2015 ab 15:00 Uhr Rathenauplatz, Frankfurt am Main

Am 30. Mai 2015 findet unter dem Motto „Für eine Veränderung der Gesellschaft – Tanzbares Leben für Alle“ eine Demonstration statt. Um ein Zeichen zu setzten gegen die Enteignung des öffentlichen Raums, Gentrifizierung, Konsumzwang etc. rufen viele Frankfurter Gruppen zur Teilnahme an dieser Demonstration auf. Mit Tanz und Performance wollen wir der Öffentlichkeit anderen Perspektiven nahebringen. Jede Gruppe hat eine eigene politische Agenda, die sich in einem gemeinsamen Motto vereint. Stellvertretend für die Vielfältigkeit stehen die folgenden Inhalte einzelner Gruppen.

Aus dem Aufruf vom Traumfänger Kollektiv:
Seit vielen Jahren existieren in Frankfurt und in vielen anderen  Städten Strukturen,welche eine alternative Partykultur etablieren wollen. Musik außerhalb des Mainstreams, kein Eintritt, wechselnde, ausgefallene Locations, spontan in Parks, auf Waldlichtungen, auf der Straße sowie in ungenutzen oder  leerstehenden Gebäuden. Bei diesen Veranstaltungen geht es nicht nicht darum,  Profit zu erwirtschaften, sondern Musik, eigene Kreativität und Schaffenskraft,  nach eigenen Vorstellungen in einer anregenden Umgebung interessierten  Menschen zu präsentieren und mit ihnen zu teilen. Wir sehen in dieser Praxis einen wichtigen Kulturbeitrag und uns als Kollektiv in dieser Tradition.
Viel zu oft schließen gerade in Frankfurt hohe Preise oder Dresscodes Menschen von Kulturveranstaltungen verschiedenster Art aus, dem stellen wir uns entgegen!  Leider wird dies  jedoch nach wie vor durch staatliche Repression massiv behindert. Hohe Strafen und Bußgelder, das komplette auflösen von Veranstaltungen erschweren die Arbeit derer, die Stunden und Tagelang unentgeltlich Arbeiten, um ein kleines bisschen Flucht aus einem von Leistungsdruck und Konkurrenz geprägten Alltag zu ermöglichen.  Wir wollen und werden uns auch in Zukunft öffentlichen Raum zeitweise aneignen, denn die Stadt gehört allen! Auch laute, unbequeme Subkultur braucht ihren Platz. Daher Fordern wir die Entkriminalisierung alternativer Partykultur!

Aus dem Aufruf der SIKS:
Als das Dorf plötzlich in die Stadt kam: Fußballübertragungen vor den Kneipen werden verboten, die Besucher des Friedberger Markt müssen weiter ziehen, der Iron Man stört die Sonntagsautofahrer. Biergärten in der Frankfurter Innenstadt? Aus Angst, dass das Straßenfest des Internationalen Zentrums in der Frankenallee ein (lautstarker) Erfolg werden könnte, wird es in die Koblenzer Straße verlegt, und das Koblenzer Straßenfest darf nur noch bis 22:00 Uhr feieren….Das Stadt-Dorf boomt!
Und der Strom der Menschen, die in die “aufregenden”, “bunten” Innenstadtzonen, mit ihrem “üppigen”, kulturellen Ausgehangebot ziehen wollen, dort wo Kneipen, Clubs und Museen Lebensqualität verheißen, er reißt nicht ab.
Wer sich jedoch für 450.000,- EUR eine Wohnung im Europaviertel kauft, oder für 900 EUR kalt eine 65 m2 Wohnung im Gallus anmietet, wollte zwar anscheinend einerseits in die “bunte”, lebendige Stadt ziehen, hat aber ansonsten im Leben sehr wahrscheinlich nicht viel zu lachen. Denn die ganze Kohle muss irgendwie rangeschafft werden.

Streckenverlauf:
15:00 Uhr Rathenauplatz (Auftaktkundgebung) dann auf Straße: Goetheplatz, Kaiserstraße, Rossmarkt Rossmarkt (Zwischen-Kundgebung), Katharinenpforte, Bleidenstraße, Hasengasse, Berliner Straße, Batonnstraße, Kurt-Schumacher-Straße (Zwischen-Kundgebung), Vilbeler Straße, Schäfergasse, Stephanstraße, Stiftstraße, Große Eschersheimer Straße (Zwischen-Kundgebung), Biebergasse, Große Bockenheimer Straße, Opernlatz (Abschlusskundgebung), Ende 22:00 Uhr

Weitere Informationen:
https://www.facebook.com/events/1383282331982602/1451856921791809/


Ein Kommentar zu “Demo: Tanzbares Leben für Alle”

  1. paul

    Hier ist die FB Veranstaltung für 2016…

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