Frankfurter Gemeine Zeitung

Bürgerbegehren – Frankfurter Art

Nun ist es auch in dieser Stadt soweit. Mit grossem Pomp wird es beworben und mit allerlei Argumenten unterlegt, hier läge doch eine richtige Alternative vor und nicht so in der Art von Facebook oder sonstigen, in digitalen Abstimmungen üblichen Wahlmöglichkeiten. Immerhin geht es darum, zu wählen, wem man die Unterstützung zukommen lässt oder dies eben verweigert – der Fraktion Golf und Pferdequälerei oder der Fraktion Fussball tretender amtierender oder künftiger Millionäre. Also wen wollen wir subventionieren und wem wollen wir durch die Lücken im Zaun zuschauen dürfen.

Beides hat bei näherer Betrachtung einen Haken.

Fussball ist zwar Volkssport, dafür wird aber fast das gesamte Grün geopfert – bis auf die Trainingsplätze.
Golf pflegt zwar das Grün, kann man aber schlecht darauf liegen oder Picknick machen.
Als wahrhaft Parteiloser ist man hin und her gerissen. Fußballwette oder Pferdewette?

Einerseits – ist erstmal betoniert, dann wird es schwer dies rückgängig zu machen, andererseits – wo Pferde und Golfer laufen, ist auch kein Platz, dafür grün.

So bleibt die Empfehlung:
JA zur Erhaltung des Grüns,
NEIN zur Rennbahn!

Damit wäre dann wenigstens eine Ahnung wirklicher Alternativen ausgedrückt.
Die Hürde liegt (nicht auf der Bahn) bei 25 % Beteiligung, damit sich die städtischen Eliten der Politik wenigstens noch einmal darum kümmern müssen, stimmt dann eine Mehrheit für JA, aus für den DFB. Alles auf Null.

Prima!

Nur halt kein Grund alles beim Alten zu belassen, weder für die städtischen Abteilungen noch für die Bürger*innen. Wäre schon bemerkenswert, 25% zu erreichen und die Mehrheit der Stimmen ist ungültig im Sinne der Veranstalter.
Als nächstes dann das öffentliche und offene Picknicken auf dem Grün und die Entfernung der Umzäunung, damit man auch mühelos dahin kommt.

Wer will schon lauter Schweizer in Niederrad, andererseits kann die Hinterlassenschaft der Pferde gut für den Kleingarten verwendet werden.
Schweres Geläuf allemal.


Ein Kommentar zu “Bürgerbegehren – Frankfurter Art”

  1. Bernhard Schülke

    Tja, wie man es auch wendet, zeichnet sich am Horizont für Fasching 2016 und den sich schon abzeichnenden Kommunalwahlkampf in Frankfurt folgender Spruch ab:

    »Der Grünen Verrat
    ist der DFB-Stacheldraht!«

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