Frankfurter Gemeine Zeitung

Aufruf: Nach Ramstein am Wochenende (25. – 29. Sept. 2015)

Ramstein am Wochenende – der Beginn des Endes der Militärbasis, denn „das weiche Wasser bricht den Stein“.

Keine Kampfdrohnen, Bild: Michael Ebeling (CC-BY-SA)

Es brummt im Internet. Über Facebook, per Twitter und per E-Mail wird für die Demonstration in Ramstein geworben, auf den Straßen und Plätzen könnte es noch mehr sein.

Im Büro bei uns werden die Karten für den Bus abgeholt, AnruferInnen erkundigen sich nach Mitfahrgelegenheiten.

Das Interesse für die Demonstration und für die anderen Aktionen am Wochenende in Ramstein steigt kontinuierlich.

Die mehr als 4600 UnterzeichnerInnen des Aufrufs sind ein schönes und Mut machendes Zeichen – aber auch nicht mehr. Eine Bewegung sieht anders aus!

„Wir wollen keine Drohnen bei uns“, „Sie ziehen wie ein Magnet auch die Waffen der anderen an“, „Das Töten von deutschem Boden muss aufhören“ und  „Es ist für mich kaum vorstellbar, dass jeder Drohnenangriff, mit den vielen zivilen Toten, über die Relaisstation in Ramstein läuft“. Dies sind nur einige der Kommentare z.B. auf den Veranstaltungen der IALANA in Wiesbaden oder mit den ehemaligen US-Geheimdienst-Mitarbeitern Ray McGovern und Elizabeth Murray in Berlin oder Frankfurt.

Ramstein ist ein entscheidendes Drehkreuz der Kriegsstrategie der USA und der NATO, es wird geduldet – auch von der Bundesregierung. Die Air Base fordert den Protest der Friedensbewegung geradezu heraus. Deswegen sind wir am Samstag in Ramstein.

Wir wollen mit einer langfristigen Kampagne der Aufklärung und der Aktion beginnen. Sicher sind wir dieses Mal noch nicht genug, aber wir fangen erst an. Die Frage „Was können wir denn schon erreichen?“, drehen wir mit unserer Aktion um. Nur wir, wenn wir uns bewegen, wenn wir mit den Aktionen beginnen, können etwas erreichen und nur, wenn wir anfangen etwas zu bewegen, bewegen sich mehr und mehr Menschen, an denen dann die Politik, die da oben, nicht vorbei können.

Ein Auftakt soll der Samstag (26.09.) sein, sicher nicht der Beginn des Widerstandes, aber vielleicht der Anfang einer neuen, Mut machenden, mobilisierenden, zusammenführenden, bundesweiten Kampagne. Die internationale Beteiligung muss folgen. Viel Mut machen uns Jeremy Corbyn und Bill Sanders, aber auch die griechischen AktivistInnen.

Wir wollen eine breite Öffentlichkeit erreichen und freuen uns über die ersten positiven Berichterstattungen. Wir wissen aber auch, medial kommen wir nur durch, wenn wir zäh und viele sind. Wir handeln gemeinsam, bei allen Differenzen, die wir politisch und strategisch haben. Mit alten und neuen Nazis verbindet uns nichts, aber ganz viel mit allen, die den Weg in eine friedliche und gerechte Welt beschreiten wollen. Die Differenzen zwischen uns sind unsere und so tragen wir sie auch solidarisch aus. Der Frieden ist viel zu bedroht, als dass wir uns spalten lassen. Die Flüchtlinge, die zu uns kommen, fliehen vor dem  Krieg durch „unsere“ Bomben und Drohnen und „unsere“ Waffenexporte haben ihre Existenz vernichtet. Damit muss Schluss sein, auch dazu sollen die Proteste am Wochenende beitragen. Große Ziele erreicht Frau und Mann durch viele – auch kleinere – Aktionen.

Nie wieder Krieg. Dieser Gedanke verpflichtet. Auch deshalb sind wir in Ramstein und werden weiter wirken. Wir wissen: Eine Welt ohne Krieg in Gerechtigkeit ist möglich. Sie fällt (leider) nicht vom Himmel, sondern verlangt unser aller Einsatz. Ein erster Schritt heißt: Stoppt die Drohnen! Fragt Euch alle selbst: Wen kann ich noch mitbringen?

Wir können nicht genug sein am 26.09.2015 zum Auftakt der Kampagne Stoppt Ramstein.

Bitte werbt noch die letzten Tage für die Aktionen!

Wir freuen uns auf alle von Euch.

Mit friedlichen Grüßen
Pascal Luig
Pedram Shahyar

Öffentliche Veranstaltung | Freitag 25.09.

25.09. 18-21 Uhr, Großer Saal in der Pauluskirche, Hahnenbalz 38, 67663 Kaiserslautern.

Es wird u.a. einen Vortrag von Wolfgang Jung (LUFTPOST) und Fee Strieffler (Ramsteiner Appell) geben sowie ein Video von Medea Benjamin (Code Pink). Für Musik sorgt Prinz Chaos II.

Demonstration mit Kundgebung  | Samstag 26.09.

26.09. Auftaktkundgebung ab 12 Uhr, Elteweg am Bahnhof Landstuhl, Zwischenkundgebung am Mahnmal (Gedenksteine Ramstein 1988), Abschlusskundgebung am Kreisverkehr vor dem Haupttor der Air Base Ramstein. Eine Karte der Demoroute findet Ihr hier.

Moderation: Monique Broquart (Vorstand NaturFreunde), Klothilde Hinz (VVN/BdA Kreisvereinigung Bad Kreuznach), Reiner Braun (IALANA)

Auftaktkundgebung: Roland Blach (DFG-VK Baden-Württemberg), Tanja Thede (Heidelberg zieht in den Frieden), Simon Kowalewski (MdA, Piratenpartei Berlin), Alexander Ulrich (MdB, DIE LINKE)

Zwischenkundgebung: Roland Vogt, Elsa Rassbach (DFG-VK, Code Pink)

Schlusskundgebung: Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Alexander Neu (MdB, DIE LINKE)

Musik: Prinz Chaos II; Diether Dehm; Mellow Mark; Morgaine, Kilez More

Aktionsberatung | Samstag 26.09.

26.09. ab 17 Uhr auf dem Campingplatz Gänsedell Otterberg (In der Gänsedell 1, 67697 Otterberg).

Mit: Reiner Braun (IALANA); Pedram Shahyar (Blogger); Renate Wanie (Werkstatt für Gewaltfreie Aktion); Gunda Weidmüller (AGORA Hamburg)

Camp | 25.-27.09.

25.-27.09. Campingplatz Gänsedell Otterberg (In der Gänsedell 1, 67697 Otterberg).

Um uns die Planung zu erleichtern, bitten wir um Anmeldung. Alle Informationen zum Camp und die Anmeldung findet Ihr hier.

Mit dem Bus nach Ramstein

Wir haben Reisebusse für die Fahrt nach Ramstein gebucht. Alle Informationen zu den Abfahrtsorten, Preisen etc. findet Ihr hier.

Anfahrt mit dem Auto oder der Bahn

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der Bahn oder der Mitfahrzentrale nach Ramstein zu fahren. Alle Informationen dazu findet Ihr hier.

Kommt mit uns nach Ramstein und protestiert gegen den Krieg, der von deutschen Boden ausgeht. Erzählt Euren Freunden von den Aktionen, bittet sie, den Aufruf zu unterschreiben und ladet sie auf Facebook ein.

Aktionsbüro Ramstein-Kampagne
Marienstraße 19/20
10117 Berlin
Tel.: 030 20 65 48 57
Fax: 030 31 99 66 89
info@ramstein-kampagne.eu

www.ramstein-kampagne.eu


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