Frankfurter Gemeine Zeitung

„Wie steht es mit dem Schutz personenbezogener Daten von Fahrgästen?“ – Fragen an den Rhein-Main-Verkehrsverbund zu seinem Pilotprojekt „Zahlen, was man fährt!“

Anfang Dezember 2015 hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) unter dem Titel „Zahlen, was man fährt!“ einen für Frühjahr 2016 terminierten Pilotversuch für ein neues Tarifangebot mit dem Namen RMVsmart angekündigt. 20.000 TesterIinnen sollen dann ein Fahrpreissystem nutzen, bei dem für jede einzelne Verbindung ein individueller Preis – je nach Strecke und genutztem Verkehrsmittel – erhoben wird.

In der Präsentation des RMV, aber auch in der öffentlichen Berichterstattung und in den bisher bekannten Reaktionen aus Politik und Verbänden wird dabei ein Thema nahezu vollständig ausgeblendet: Der Schutz personenbezogener Daten der Fahrgäste, die am Modellversuch teilnehmen.

Ein Konzept individuellen Fahrpreisgestaltung kann nur funktionieren wenn Nutzerdaten (Name, Vorname, ggf. Adressdaten, Kontoverbindung; aber auch und vor allem die Daten aller Fahrten mit dem RMV wie Datum, Uhrzeit, zurückgelegte Strecken) erfasst und ausgewertet werden. Mit den erhobenen Daten könnten unschwer Bewegungsprofile aller am Pilotversuch beteiligten Fahrgäste erstellt werden.

Für die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main war das Anlass, Fragen an den RMV zu stellen, z. B.:

  • Welche Daten sollen von den Teilnehmer/innen des Modellversuchs erhoben, gespeichert und ausgewertet werden?
  • Welchem Zweck bzw. welchen Zwecken sollen die erhobenen / gespeicherten Daten dienen?
  • Mit welchen Fristen sollen welche Daten wieder gelöscht werden?
  • Wie wird damit umgegangen wenn ein am Pilotprojekt Teilnehmender seine Einwilligung zur Teilnahme am Pilotprojekt zurückzieht?
  • Wer führt das Pilotprojekt durch, der RMV in eigener Hand oder ein Dienstleister?
  • Wenn der RMV sich für einen Dienstleister entschieden hat, wer ist der Dienstleister?

Das Schreiben an den RMV ist hier im Wortlaut nachlesbar.


Di., 8. Dez. ’15, Ffm [Haus am Dom]: Informationsabend zum gewaltfreien Widerstand in Palästina

„Widerstand ohne Waffen“ – Informationsabend im Haus am Dom zum gewaltfreien Protest in Palästina

Dienstag, 8. Dezember 2015, 19:00 Uhr, im Haus am Dom
Katholische Akademie Rabanus Marus
Domplatz 3, Frankfurt

Der Palästinenser Saeed Amireh wurde 1991 in dem Dorf Ni’lin, westlich von Ramallah, geboren. Sein Dorf liegt in den C- Gebieten, den 62% des Westjordanlands die unter voller israelischer Militärkontrolle stehen und stark von den umliegenden Kolonien sowie der Mauer beeinträchtigt werden.

Saeed ist mit seinen 24 Jahren bereits eine wichtige Figur in der palästinensischen Bürgerbewegung im Westjordanland. Die Inhaftierung seines Vaters brachte ihn mit 17 Jahren dazu sich durch soziale Medien an die Welt zu wenden. Im Selbststudium brachte er sich Englisch bei und mobilisierte internationale Unterstützung um die Kaution für seinen Vater und andere politische Häftlinge zahlen zu können. Als ehemaliger politischer Gefangener und Menschenrechtsverfechter berichtete er auf Konferenzen und Vortragsreihen in Schweden, Norwegen, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Australien über das Leben der Palästinenser unter israelischer Militärbesatzung

Saeed Amireh is Palestinian, born 1991 in the village of Ni’lin, West of Ramallah. His village is situated in Area C, part of the 62% of the West Bank which is under full Israeli military rule, and is strongly affected by the surrounding colonies and the Wall.

Eine Kooperation mit Publik-Forum, der Leserinitiative Publik-Forum und dem Diözesanverband Limburg von Pax Christi.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

Dr. Thomas Wagner
Katholische Akademie Rabanus Maurus
Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt


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