Frankfurter Gemeine Zeitung

Ratschlag “Frankfurt für Alle” gut besucht…

Der Ratschlag am Freitag war für die Organisatoren ein voller Erfolg: Rund 200 Teilnehmer fanden sich ein und blieben zumeist bis zum Schluß der rund vierstündigen Veranstaltung. Positiv fiel mir auf, dass nicht nur “alte Hasen” zugegen waren, sondern auch viele Jüngere teilnahmen. Das Einladungsflugblatt zur Veranstaltung ist auf der FGZ und in voller Länge auf der Webseite Frankfurt für Alle! nachzulesen.

Nach einer kurzen Einleitung  wurden vier Fokusse vorgestellt. Ein Fokus war die schlechte Wohnraumsituation im Nicht-Luxus-Preissegment, die städtische Wohnungbaugesellschaft spielt hier eine umrühmliche Rolle. Geringverdiener, Erwerbslose, Asyl-Erhaltende/Geflüchtete und viele Rentner stecken, was die Wohnungssuche und/oder die Qualität bestehenden Wohnraums angeht, vor der gleichen grauenhaften Situation (drohende/akute Wohnungslosigkeit!). Ein anderer Fokus umfasst den Bereich Bildung, wie kommen geflüchtete Kinder zu einer adequaten Bildung (Projekt »Teachers on the Road«)? Der dritte Fokus behandelt die Problemlagen Geflüchteter in Frankfurt/M. Der letzte Fokus umfasst konkret den Schutz von Geflüchteten und deren Wohnstätten (“Flüchtlingsheime”). Beim letzten Punkt geht es darum, ein Notfalltelefon in Frankfurt zu initiieren, um die Unterkünfte gegen rechten Mob zu schützen. Mit Anschlägen ist zu rechnen. Bevor sich vier Fokus-Gruppen in die Gruppenphasen (Diskussionsrunden) zurück zogen, rügte noch Harald Rein vom Frankfurter Arbeitslosenzentrum, dass keiner der Vorredner irgendein Wort über Erwerbslose verlor. Er stellte die gemeinsame Solidarität in den Vordergrund — und fügte an, dass man (red. Anmerkung: gemeint ist hier das Bündnis von Erwerbsloseninitiativen und -gruppen “AufRecht bestehen Rhein-Main“) sich sehr freuen würde, wenn einer der beim Ratschlag Anwesenden auch bei Protestaktionen der Erwerbsloseninitiativen mitmachen bzw. dabei sein würde.

Man kann generell davon ausgehen, dass dem Ratschlag noch weitere Treffen folgen müssen. Gerade das Notfalltelefon und die solidarischen Nothelfer müssen erst einmal, auch unter Integration Geflüchteter und Migrantengruppen, umfassend organisiert worden sein. Die Veranstaltung “Was tun, wenn’s brennt? …” wird sich den offenen Fragen der vierten Fokusgruppe stellen.

In Frankfurt am Main und in ganz Hessen sind demnächst Kommunalwahlen. Hierbei muß die politische Entwicklung des AfD, dessen Spaltung und der fortschreitenden Rechtsradikalisierung des Rest-AfD beachtet werden: Eine rechtsradikale Zuspitzung setzt sich fort; rechtsradikale Gewalttaten drohen bis hin zu Anschlägen…


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