Frankfurter Gemeine Zeitung

22. Dez. ’15, Ffm – Einladung zur Veranstaltung: Was tun, wenn‘s brennt? Erfahrung des Notruftelefons … und heute?

Redaktioneller Hinweis vorab: Eine Fokusgruppe beim Ratschlag “Frankfurt für Alle!” diskutierte bereits über den aktuellen Bedarf eines antirassistischen Notfalltelefons für Frankfurt/M. (und das Rhein-Main-Gebiet). Die Veranstaltung am 22. Dez. 2015 wird faktisch auf dem Diskussionsstand dieser Fokusgruppe aufbauen. Zeit ist knapp: Im Kommunalwahlkampf kann es in Frankfurt/M. oder einem anderen Ort im Rhein-Main-Gebiet zu rechtsradikalen Gewalttaten kommen. Angesichts der aktuellen Entwicklung des AfD sind gewalttätige Übergriffe durch Rechtsradikale durchaus im Bereich des Wahrscheinlichen.

Die Informations- und Diskussionsveranstaltung hat den genauen Titel:

Was tun, wenn‘s brennt? Erfahrung des Notruftelefon (1991-95) – und heute?

Dienstag, 22. Dezember 2015, um 19:00 Uhr
Café Exzess, Leipziger Str. 91, 60486 Frankfurt/M.

Warten, bis es auch in Frankfurt brennt?

Antirassistische Gegenwehr tut Not.

Was müssen wir tun gegen Pegidas, Faschisten und rassistische Bürokraten?

Wir erleben gegenwärtig eine rassistische Mobilisierung: Hunderte von Angriffen und Brandanschlägen in allen Teilen Deutschlands, zehntausende rassistischer Hassbürger auf den Straßen- und ein Staatsapparat, der sich eine bürokratische Schikane nach der anderen einfallen lässt, um die Geflüchteten zu spalten, zu entmutigen und abzuschrecken.

Hatten wir das nicht schon einmal? Wie war das Anfang der 1990er Jahre, als Rassisten und Nazis mobil machten gegen „Ausländer“ und mordeten?

Die gesellschaftlichen Verhältnisse sind nicht gleich, allein schon, weil die Flüchtlinge zu Hunderttausenden das EU-Frontex-Grenzregime überrannten und ihre Sache selbst in die Hand nahmen. Die Situation ist auch deshalb nicht gleich, weil ebenfalls zu Hunderttausenden Menschen unmittelbare Hilfe leisteten, sich solidarisierten, auch gegen einen Staat, der sein katastrophales Versagen auf den Rücken der Geflüchteten wie der Unterstützer/innen abwälzte.Nach diesem „Sommer der Migration“ und dem staatlicherseits unverdienten Selbstlob einer „Willkommenskultur“ weht aber bereits ein anderer Wind. Aus dem „wir sind überfordert“, aus dem „es muss Schluss sein mit dem unbegrenzten und unkontrollierten Zuzug“ ist längst eine Handlungsaufforderung zu Hetze, Brandstiftung und Mord geworden. Und es scheint uns klar, dass auch in Frankfurt – gerade im anlaufenden Kommunalwahlkampf – nicht nur Pegidas wieder versuchen werden aufzumarschieren. Schon jetzt erfahren wir von rassistischen Aufläufen und Übergriffen gegen Gefüchtete aus der Region.

Was setzen wir dem entgegen? Vielleicht hilft sich Erfahrungen aus antirassistischen Initiativen der 1990er Jahre in Frankfurt zu vergegenwärtigen. Zum Beispiel die des antirassistischen und antifaschistischen Notruf- und Infotelefons:

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