Frankfurter Gemeine Zeitung

Die Wichtigsten Jobcenter-Tipps in sechs Sprachen…

Erste Seite der farbigen DIN-A4-Ausgabe von: »Die Wichtigsten Jobcenter-Tipps – Jobcenter und andere Behörden: fünf Tipps in sechs Sprachen« – Link zum Download-Ordner.

Heute darf ich Euch eine Gemeinschaftsproduktion der AG FELIA und der Hartz IV Hilfe Offenbach präsentieren. Sie hat die Überschrift: »Die Wichtigsten Jobcenter-Tipps – Jobcenter und andere Behörden: fünf Tipps in sechs Sprachen«.

Das Informationsblatt liegt derzeit in sechs Sprachen vor: deutsch, bosnisch-serbo-kroatisch (früher: jugoslawisch), rumänisch, bulgarisch und griechisch. Eine italienische Übersetzung liegt inzwischen auch vor. Andere Übersetzungen werden folgen.

Wir bemühen uns um möglichst viele Sprachen. Sprachen, die noch nicht in unserem Repertoire sind, fügen wir gern hinzu, sollten uns die entsprechenden Übersetzungen zugekommen sein.

Wir sind an mannigfaltiger Vervielfältigung und Verbreitung durch Euch interessiert.

Warum dieses Informationsblatt?

Erwerbslose als auch Aufstocker* (Wikipedia-Definition) mit oder ohne Migrationshintergrund müssen sich allesamt mit den Jobcentern herumplagen; sei es durch falsche Leistungsbescheide, sei es durch Unterstellungen, durch Sanktionen, … – behördliche Macht trifft auf individuelle Ohnmacht. Beschämt erlebt man seine Situation als Einzelschicksal und fühlt sich wehrlos gegen behördliche Repression, gegen dort erlebte Diskriminierungen. Sehr viele Menschen sind den Formularen, die sie erwarten, kaum (nicht) gewachsen. Verständigungsprobleme tun ein übriges.

*Wenn ich von Erwerbslosen (vereinfacht) alleine schreibe, gehören stets auch die Aufstocker dazu.

Statt – idiotisch – seine Wut rassistisch auf andere betroffene Gruppen zu lenken, gibt es noch die Möglichkeit, sich gemeinsam zu wehren. Es fängt mit Kleinigkeiten an. Beispiel: Geht man mit Begleitung (Rechtsanspruch auf einen Beistand!) in das Jobcenter, dann sind die Behördenmitarbeiter gewöhnlich um einiges freundlicher (gab es rassistische Äußerungen, werden diese unterlassen) und nicht selten auch hilfsbereiter. Diese Beobachtung wird sehr häufig bestätigt.

Das gemeinsame sich-Wehren ist Ziel dieses Informationsblatts. “Raus aus der Atomisierung“, das ist die Devise. “Rein in die Solidarität“, möge man anfügen – gewiss, ein Lernprozess. Das wollen wir auf niedrigstem Niveau anschubsen.

Gemeinsam gelebte Solidarität statt Klassenspaltung und Atomisierung

Klassenkampf von oben” ist nicht aus der Luft begriffen. Reflektiert man seine Erfahrungen, wird man zu diesem Schluß kommen müssen. Klar ist, gemeinsam – solidarisch – kann meine seine Rechte besser behaupten und durchsetzen. Hier soll mit diesem Informationsblatt ein kleiner, erster Schritt vorgezeigt werden, um gemeinsam aus der Entrechtungs- und Armutsfalle unserer kapitalistischen Wirtschaftsordnung auszubrechen. Fängt man mit den kleinen Schritten an, fühlt man sich besser und weniger ohnmächtig (depressiv)…

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