Frankfurter Gemeine Zeitung

Aktion gegen Leerstand: Project Shelter besetzt Gebäude in Frankfurt Bornheim

vom Project Shelter, Ffm 24. Juni 2017

Seit 24 Stunden hält die Gruppe Project Shelter ein leerstehendes Gebäude in unmittelbarer Nähe ihres Bistros in Frankfurt Bornheim besetzt. Das Bistro selbst wurde vor einem Jahr besetzt und zu einem selbstverwalteten politischen und sozialen Ort gemacht – nun hat der Besitzer das Ende der Zwischennutzung angekündigt. „Wir haben viel erreicht im Bistro, aber wir brauchen ein selbstverwaltetes Zentrum. Es gibt genügend Leerstand dafür in Frankfurt: Um das aufzuzeigen, haben wir einfach das nächstgelegene Gebäude besetzt. Wir mussten keine dreißig Meter gehen“, so die Gruppe. Das Gebäude steht seit einem Jahrzehnt leer – entsprechend schlecht ist der Zustand.

„Das passiert überall in der Stadt: Wir wollen Häuser nutzbar machen, anstatt sie verrotten zu lassen“. Mit einer Ausstellung und Öffnung des Gebäudes will die Gruppe dies verdeutlichen und auf kreative Weise mit der Nachbarschaft und allen interessierten Frankfurter*innen ins Gespräch über die Leerstandspoblematik und das Projekt kommen. Viele Menschen haben große Schwierigkeiten, bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt zu finden – wegen steigender Mieten und der Logik des Wohnungsmarktes. Insbesondere für viele Migrant*innen ist die Wohnraumsuche schwierig bis unmöglich. Viele werden daher in die Obdachlosigkeit gedrängt. Deswegen kämpft Project Shelter, eine Gruppe von Migrant*innen und anderen Frankfurter*innen, seit mehr als zwei Jahren für ein selbstverwaltetes Zentrum und Wohnraum für Alle.

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