Frankfurter Gemeine Zeitung

Vollausbau der Ostumgehung Frankfurt A 66/A 661, A 66 Riederwaldtunnel, Autobahnkreuz Frankfurt Ost Drohender Kahlschlag! Stadt Frankfurt muss Notbremse ziehen!

Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn (AUA) vom 26.10.2017

Noch in dieser Herbst/Winterperiode 2017/18 will der Grüne Hessische Verkehrsminister Al-Wazir es zulassen, dass ein Großteil der Bäume entlang der Grünzüge Erlenbruch und Teufelsbruch fürBaumaßnahmen für den Autobahntunnel A 66 Riederwald gefällt werden. Dabei ist mehr als fraglich, ob der Tunnel in absehbarer Zeit tatsächlich überhaupt gebaut werden kann. Deshalb fordertdas Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn die Stadt Frankfurt auf, jetzt endlich “die Notbremse”zu ziehen. Sonst drohen zwei Jahrzehnte “kahler Erlenbruch” im Riederwald. Schon 2007 und 2012waren sinnloser Weise große Teile der Kleingartensiedlungen dem Erdboden gleich gemacht worden(sie könnten heute noch betrieben werden!), ohne dass der Bau vorgenommen werden konnte.
Die Bürgerinitiativen appellieren nun an den Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann und den Frankfurter Magistrat, mit allen politischen wie auch juristischen Mitteln sofort alle Baumaßnahmen – allen voran das Fällen der Bäume – zu verhindern und gegenüber dem Land Hessen und dem Bund und seiner Straßenbaubehörde Hessen Mobil ein Machtwort zu sprechen. OB Feldmann wie auch und alle Fraktionen im Römer müssen sich endlich voll und ganz für die Interessen der betroffenen Bevölkerung stark machen und entschlossen auf die komplette Einhausung der beiden Autobahnen A 66 und A 661 pochen. Hier geht es schließlich auch um den Schutz vieler städtischer bzw. öffentlicher Einrichtungen. Je nach Lage muss insbesondere nachts mit 10 – 20 dB(A) mehr Lärm gerechnet! Von den extremen Schadstoffen ganz zu schweigen. Die Aussage der Fachleute, dass “nur bei vollständiger Einhausung die Lärmgrenzwerte eingehalten werden könnten” und die Beschränkung auf Lärmschutzfenster für Schlaf- bzw. Kinderzimmer mit Grenzwertüberschreitung sollten jedem klar machen, dass es überall extrem laut sein wird.
Die Bürgerinitiativen halten es für skandalös, dass noch im Vorlauf der beiden – in Folge der mangelhaften Planung! – notwendig gewordenen Planänderungsverfahren und trotz der noch nicht verhandelten Klagen weiter vollendete Tatsachen geschaffen werden sollen. Eine einzige Farce! Dies gelte selbstverständlich auch für den bereits seit langem laufenden
Bau des Autobahndreiecks A 66/A 661 Erlenbruch. Dieser ist nach Ansicht der Initiativen eindeutig rechtswidrig, weil das AD Erlenbruch als Teil des Planfeststellungsbeschlusses von 1980 für der Autobahn Ostumgehung Frankfurt A 66/A 661 infolge des offiziellen Verzichts auf die A 66 Alleentunnel erst neu planfestgestellt werden muss. Dieses Planänderungsverfahren für die A 661 ist aber frühestens für 2019 vorgesehen und dessen Ausgang wie auch der des Planänderungsverfahren für die A 66 Tunnel Riederwald noch völlig offen. Hier sind mit Sicherheit neue Klagen zu erwarten!
Für das Bündnis steht fest, dass der “Stautunnel Riederwald” mit über 400 Mio. Euro Kosten unter den gegebenen Umständen (Verkehrsuntersuchung: max. 30 km/h in Spitzenzeiten auf der A 661) nicht mehr genehmigungsfähig ist bzw. vor Gericht keine Chance hätte. Dauerstaus auf der neuen A 66 bis Maintal bzw. Hanau und auf der gesamten A 661 und allen städtischen Straßen im Frankfurter Osten wären unvermeidlich. Ein totaler Irrsinn! Ohne den gleichzeitigen Ausbau der A 661 von 4 auf 6 Fahrspuren (unabhängig von noch fehlender zweiter Richtungsfahrbahn), der nur beikompletter Einhausung der beiden Autobahnen durchsetzbar sein wird, läuft hier gar nichts!
F. Ardelt-Theeck (BVN e.V.) Sprecher des Aktionsbündnisses Unmenschliche Autobahn (AUA)

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