Frankfurter Gemeine Zeitung

Frankfurt/M.: Abriss des Café Exzess – Demonstration morgen, Samstag, 28. Okt. ’17, 15 Uhr

Demonstration:
Finger weg von unseren Strukturen! 

Unsere Solidarität gegen ihre Repression.

. Samstag, 28. Oktober, 15 Uhr
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HÜLYA-PLATZ   (unweit Exzess) FRANKFURT-BOCKENHEIM

“Niemand hat die Absicht eine Mauer abzureißen” – Informationen zum Abriss und Neubau neben dem Exzess

Das Gebäude Leipzigerstraße 93 rechts neben dem Exzess wird seit ca. drei Wochen abgerissen. Gebaut werden sollen Luxuswohnungen, welche den sozialökonomischen Strukturwandel in Bockenheim weiter vorantreiben werden. Angepriesen werden die neuen Wohnungen (mit einem Quadrat­meter­preis ab 6690,-€) jetzt schon hier: https://www.imaxx.de/neubau.html

Es wurde bereits der obere Bereich unserer Außen- und Brandschutzmauer abgerissen. Dies hat zur Folge, dass schon jetzt Wasser ins Mauerwerk gelangen kann. Wenn dieser Abriss weitergeht, werden wir bald ohne Außenmauer dastehen. Das heißt der Bereich des Cafés bis zum Kickerraum würden dann plötzlich im Freien stehen. Damit ist unsere Arbeit im Exzess existentiell bedroht!

Wir haben uns in den letzten Tagen mit dem Liegenschaftsamt, der Bauaufsichtsbehörde, dem Bauleiter des Luxusneubaus und dem Abrissunternehmer in Verbindung gesetzt. Auf unsere Initiative konnte der weitere Abriss der Außenmauer vorerst gestoppt werden.

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Elektronische Kriegführung und Überwachung; in Frankfurt und anderswo – Veranstaltung am 14.11.2017 in Frankfurt

Die elektronische Kriegführung – der Cyberkrieg – ist von steigender Bedeutung in der militärischen Planung. Mit dem neuen Kommando Cyber- und Informationsraum rüstet die Bundeswehr massiv digital auf; sie stellt dazu eine digitale Kampftruppe mit ca. 14.000 Personen auf. Der „Cyberraum“ gilt militärstrategisch inzwischen als fünftes Schlachtfeld – neben Land, Luft, See und Weltraum.

Wie müssen wir uns den Cyberkrieg vorstellen?

Klassisch durch die Verbreitung von Schadsoftware, die Schwachstellen in den IT-Systemen potenzieller Gegner nutzt und so dort eingeschleust wird. Das bekannteste Beispiel ist der Computerwurm Stuxnet, mit dem iranische Urananreicherungsanlagen angegriffen und zerstört wurden. Die zivilen Auswirkungen solcher Schadsoftware konnten wir im Frühjahr am Erpressungstrojaner WannaCry beobachten: Mit Hilfe freigesetzter Schadprogramme, die von der US-amerikanischen NSA gehortet wurden, wurden mehrere Systeme lahmgelegt; unter anderem beim britischen National Health Service und der Deutschen Bahn.

Der Cyberkrieg beginnt aber schon früher: Zu seiner Vorbereitung werden Systeme infiltriert und ausgespäht. Bei der zuerst durch Edward Snowden aufgedeckten weltweiten Überwachung durch US-amerikanische, britische, aber auch deutsche Geheimdienste spielt der Standort Frankfurt am Main eine wesentliche Rolle:

  • In Frankfurt ist der weltweit größte Internet-Knoten, DE-CIX, beheimatet – naturgemäß weckt dies Begehrlichkeiten bei den Geheimdiensten.
  • Doch auch das US-Generalkonsulat in der Gießener Straße im Frankfurter Stadtteil Preungesheim ist über eine dort angesiedelte Abteilung der CIA an der weltweiten Ausspähung beteiligt.
  • Eine weitere Form des computergestützten Krieges ist der Drohnenkrieg, durch den – vermittelt unter anderem über den US-amerikanischen Stützpunkt Ramstein oder den Dagger-Complex in Griesheim bei Darmstadt. Der Drohnenkrieg ist für die Betroffenen eine besonders perfide Form der Kriegführung, da sie unter der ständigen Bedrohung eines tödlichen Angriffs leben.

Zu diesen Themen informiert Stefan Hügel, Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung e.V. (FIfF am Dienstag, den 14.11.2017 um 19.00 Uhr im DGB-Haus Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Straße, Clubraum 3 (Nähe Hauptbahnhof).

Veranstalter ist die Frankfurter Initiative gegen Datenspionage, in der auch Mitglieder der Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main mitarbeiten.


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