Frankfurter Gemeine Zeitung

Für eine nachhaltige und bürgerfreundliche “Digitalstadt Darmstadt”- Informations- und Diskussionsveranstaltung am 15. März 2018 in Darmstadt

Die südhessische Universitätsstadt Darmstadt (grüner Oberbürgermeister, grün-schwarze Koalition wie in Baden-Württemberg) hat sich von der BITKOM, dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V., einer Lobby-Organisation der deutschen IT-Unternehmen, den Titel „Digitalstadt“ verleihen lassen. In einem Wettbewerb gegen die Städte Heidelberg, Kaiserslautern, Paderborn und Wolfsburg hatte Darmstadt die Nase vorn. Seitdem betreibt sie voll Stolz eine Homepage mit dem Namen Digitalstadt Darmstadt.

Naive Begeisterung über die schöne neue Digital-Welt paart sich mit Plattitüden. Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) gerät bei Digitalstadt Darmstadt ins Schwärmen: „Wir leben in spannenden Zeiten, denn wir erleben ein ganz eigenes Kapitel der Geschichte hautnah mit. Die Digitalisierung verschiebt sich zunehmend in alle Lebensbereiche und Teile der Bevölkerung. Die Chancen und Potentiale sind enorm. Nicht minder groß sind die Herausforderungen, die die digitale Lebensreform mit sich bringt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat eine lange Historie, sich den Zeichen der Zeit zu stellen und sowohl technologischen Wandel zu leben als auch ihn voranzutreiben. In Darmstadt greift man wortwörtlich nach den Sternen und schafft die Voraussetzungen, dass die Digitalisierung für unsere Gesellschaft auf sinnvolle und nachhaltige Weise nutzbar wird…“

Das Darmstädter Bündnis Demokratie statt Überwachung stellt dazu fest: Wir müssen aufpassen, dass die großen Datensammlungen nicht von staatlicher oder privatwirtschaftlicher Seite missbraucht werden können. Und wir müssen aufpassen, dass die Digitalisierung der Stadt nicht unserer demokratischen Kontrolle entgleitet.

Die Entwicklung zur “Digitalstadt Darmstadt” ist Gegenstand der Diskussion

  • am Donnerstag 15. März um 19.30 Uhr
  • im Hess. Staatsarchiv, Vortragssaal, Karolinenplatz 3, Darmstadt

Neben VertreterInnen von Grünen und Linken nimmt ein Geschäftsführer der Digitalstadt Darmstadt GmbH sowie der Sprecher von OK Lab Jena / Freie Daten für freie Bürger teil, einer Gruppe, die Sieben Thesen für ein nachhaltiges und bürgerfreundliches digitales Jena” entwickelt hat und in der Veranstaltung vorstellt.

Die Veranstaltungsankündigung des Bündnis Demokratie statt Überwachung finden Sie hier im Wortlaut.

Die Bürgerrechtsgruppe dieDatenschützer Rhein Main ist Teil des Bündnis Demokratie statt Überwachung.

Ein Hinweis zur Anreise:

Vom Hauptbahnhof Darmstadt mit der Straßenbahn-Linie 5 Richtung Darmstadt-Kranichstein bis zur Haltestelle Luisenplatz, dann 5 Minuten Fußweg.

 


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